Museumsnacht startet mit Kultur Live

Als „fester Bestandteil des kulturellen Kalenders der Stadt Kassel hat sich die Kasseler Museumsnacht längst etabliert“. Davon zeigte sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen überzeugt, als er am Freitag gemeinsam unter anderem mit Prof. Reiner Sörries, Leiter des Museums für Sepulkralkultur, Rein Wolfs, Leiter der Kunsthalle Fridericianum, und Judith Reitter, Pressesprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), das attraktive Programm der Jubiläumsmuseumsnacht im Rathaus vorstellte. Hilgen unterstrich, die Kasseler Museumsnacht, die am Samstag, 4. September, bereits zum 10. Mal Tausende von Besucherinnen und Besucher begeistern werde, ermögliche nicht nur, Bekanntes wiederzusehen, sondern lasse auch Neues entdecken und präsentiere gleichzeitig die große Vielfalt der Kasseler Museumslandschaft zu ungewöhnlicher Stunde.

Für die beteiligten Museen und Kultureinrichtungen sei das Jubiläumsmotto „KULTUR LIVE!“ ein besonderer Ansporn, sich mit einem attraktiven Programm von ihrer lebendigen Seite zu zeigen. Rund 40 Museen und weitere Kultureinrichtungen böten zwischen 17 und 1 Uhr ein vielseitiges Programm mit 400 Einzelveranstaltungen, darunter Ausstellungen, Multimediainstallationen, Führungen, Lesungen, Aktionen und Performances. Kinder seien in diesem Jahr als Nachwuchsforscher in den Museen unterwegs und könnten bei zahlreichen Mitmachaktionen Spannendes erleben. 17 Kulturprojekte im Stadtraum, illuminierte Fassaden und Musik im Freien machten diese Spätsommernacht zu einem unvergesslichen Erlebnis, zeigte sich Hilgen sicher. Besonders spannend sei die diesjährige Museumsnacht auch deshalb, so der Kasseler Oberbürgermeister weiter, da an vielen Orten saniert und umgebaut werde. „Die Kasseler Museen sind also in Bewegung“, sagte Hilgen. Das Stadtmuseum sei daher im Südflügel des KulturBahnhofs mit einer Ausstellung zur Industriekultur zu Gast und das Brüder Grimm-Museum lade zu einem märchenhaften Programm in den Garten des Palais Bellevue ein.

Die Neue Galerie, die im Herbst 2011 wiedereröffnet werde, mache zur Museumsnacht erstmals Teile des Gebäudes für Besucherinnen und Besucher zugänglich, ergänzte Judith Reitter von der MHK. Die Baustelle werde kreativ bespielt mit virtuellen Führungen, einem Informationsprogramm und Live-Musik.

Die Kasseler Museumsnacht entwickele sich ständig weiter, erprobe neue Formate und wolle wieder neue Besuchergruppen für dieses Kulturevent gewinnen. Aus diesem Grund hätten die Museen und Ausstellungshäuser verstärkt Angebote für junge Erwachsene entwickelt, teilte OB Hilgen mit. Dabei gehe es gleich zweimal um die Popkultur. Das Museum für Sepulkralkultur, so dessen Leiter Prof. Sörries, zeige eine Ausstellung zum Thema „Tod in der Rockmusik“ und habe die Band „Enzos Hoer Bar“ als musikalisch-literarischen Live-Act eingeladen. Die Kunsthalle Fridericianum zeige Ausstellungen von Monica Bonvicini und Matias Faldbakken, die sich als Künstler mit der Popkultur beschäftigten, führte der künstlerische Leiter der Kunsthalle Fridericianum, Rein Wolfs, aus.

Aber auch die neuen Standorte im jungen Quartier rund um den KulturBahnhof seien neben den traditionellen Veranstaltungsorten attraktive Ziele in der Kasseler Museumsnacht, erklärte der OB.

Das Programm der 10. Kasseler Museumsnacht ist ab Montag, 9. August, mit ergänzenden Informationen auf der Website Museumsnacht verfügbar. Am selben Tag erscheint auch das gedruckte Programmheft, das in den Museen, Kultureinrichtungen und Vorverkaufsstellen erhältlich ist.

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