Neue Restaurant Terrasse gestaltet von dem indischen Künstler Desh Ranjan Sharma

Kassel: Der 1951 geborene, in Nangal, Indien, lebende Künstler Desh Ranjan Sharma wurde vom Geschäftsführer Subash Bajaj des Bashis Delight (Indisch Ayurvedisches Restaurant), das seine zweite Niederlassung kürzlich in der Wilhelmshöher Allee eröffnete, ausgewählt und nach Kassel eingeladen, um die Restaurant-Terrasse im Freien zu gestalten.

Desh Ranjan Sharma, der das vierte Mal Kassel besucht und hier schon 2 Ausstellungen und eine Außeninstallation realisierte, freut sich, dieses Mal einen Außenraum für das Restaurant seines langjährigen Freundes Bashi zu gestalten. In seiner Heimatstadt Nangal hat er zahlreiche Ausstellung, Skulpturen und Installationen verwirklicht. Der autodidaktische Künstler nutzt die verschiedensten Materialien, wie z.B. Holz, Zement, Marmor, um jedem Grundstoff seine eigene, ganz persönliche Sprache zu entlocken. Er nennt es selber ein Spiel mit der Materie, bei dem es ihm immer wieder darum geht, dem Geheimnis des Lebens näher zu kommen: „Ich nehme es [die künstlerische Arbeit] wie ein Spiel, genieße es und versuche dabei zu ergründen, heraus zu finden…“ Dabei reagiert er, wie er sagt, auf Jahrtausend alte indische Skulptur genauso wie auf Installationen von Joseph Beuys. Viele seiner künstlerischen Referenzen befinden sich jedoch in dem 2000 Jahre alten Gedankengut indischer Philosophie und Kultur.

Der kleine Innenhof von Bashis Delihgt in der Wilhelmshöher Allee war in einem traurigen Zustand. Nun nicht mehr, im Gegenteil: Es gibt keine schmutzig schnöde Mauer mehr um den Innenhof, sondern diese wurde in eine an indische Häuserzeilen erinnernde, mit Satteldächern gekrönte und in hellen Erd-Tönen getünchte Stadtlandschaft verwandelt.

Auf der linken und rechten Seite des Eingangs, also sich anblickend, befinden sich an den Mauern zwei großflächige Reliefs aus Zement gestaltet. Das linke, dunkel kolorierte, stellt ein Paar dar, das sich wie in alten ägyptischen Reliefs dem Betrachter frontal zuwendet. Frau und Mann halten und drehen mit einer ihrer Hände an einem großen Rad, das zwischen ihnen steht. Das Rad des Lebens gedreht von weiblicher und männlicher Energie…Als Hintergrund zieren reliefartige grafische Ornamente und menschliche Paare, in einem wilden Durcheinander taumelnd, das Wandbild.

Desh Ranjan Sharma ist es gelungen, einen Ort zu schaffen, der den Gästen nebst köstlicher und gesunder vegetarischer Küche eine harmonisch-freudig stimmende Oase bietet. Für die Dauer des Aufenthalts kann man hier eine wahre Auszeit vom Alltag genießen.

© 2010 NHR  Text: Ulrike Petschelt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte löse zur Spamvermeidung diese Rechenaufgabe (in Zahlen): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.