Das Event: Ski Jumping World Cup in Willingen

Das Event: Ski Jumping World Cup in Willingen

56.800 Zuschauer an drei Tagen in Willingen
Der Willinger Kult-Weltcup 2019 hat mit insgesamt 56.800 Zuschauern an den drei tollen Tagen auf der Mühlenkopfschanze die Erwartungen mit 50.000 plus X voll erfüllt. Damit kamen zum Teamwettbewerb und „Willingen/5“ insgesamt rund 10 000 Zuschauer mehr als vor einem Jahr an die größte Großschanze der Welt. 13.100 Fans am Freitag bei der Qualifikation, 23.500 Fans (ausverkauft) am Samstag beim Sieg von Karl Geiger und 20.200 Zuschauer beim Erfolg von Ryoyu Kobayashi vor Markus Eisenbichler am Schlusstag rockten die dreitägige Weltcup-Party bei Sonne und Aufwind für die besten Skispringer aus aller Welt.

Leyhe mit dem Team wieder auf dem Podest
Polen sprang den DSV-Adlern auf und davon
Ein Auftakt nach Maß für die drei Weltcup-Tage in Willingen: Die deutschen Skispringer haben mit Lokalmatador Stephan beim Teamwettbewerb auf der Mühlenkopfschanze den zweiten Platz belegt. In der Besetzung Karl Geiger, Richard Freitag, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe mussten sich die DSV-Adler mit 900,2 Punkten nur den überragenden Polen (979,4) um Olympiasieger Kamil Stoch geschlagen geben.
Im deutschen Quartett überzeugte Vor allem Richard Freitag, der nach einem starken Probesprung den Vorzug vor Andreas Wellinger erhielt, mit 135,5+141,5 m mit einer starken Leistung. Der Sachse sprang vor großer Zuschauerkulisse auf der größten Sprungschanze der Welt erstaunlich selbstbewusst, nachdem er noch um die WM-Norm kämpft.
Deutschland lag am Ende umgerechnet rund 44 Meter hinter den geschlossen starken Polen. Karl Geiger mit 130+132 m, Markus Eisenbichler 115+130,5 und der „Upland-Adler“ Leyhe mit 128+132,5 mischten gut mit und hielten die Slowenen (874,0) und Norweger (873,2) in Schach.
Stephan Leyhe hatte schon 2017 erstmals mit dem Team in seiner Heimat auf dem Podest gestanden. Jetzt ist er auch für die Einzelwettbewerbe hoch motiviert, obwohl er wie kein anderer im Mittelpunkt steht und alle Augen auf ihn gerichtet sind.
Im Anschluss an den Teamwettbewerb stand in Willingen noch die Qualifikation für das Wochenende mit den beiden Einzel-Wettbewerben auf dem Programm.

Nur Kobayashi fliegt Eisenbichler davon
DSV-Adler machen Willingen zum Tollhaus
Die DSV-Adler haben sich einen Tag nach dem Sieg von Karl Geiger beim zweiten Einzelspringen im Rahmen von „Willingen/5“ auf der Mühlenkopfschanze nur Ryoyu Kobayashi (274,4/146+144 m) geschlagen geben müssen. Am Schlusstag wurde der Tournee-Zweite Markus Eisenbichler (252,8) mit Sprüngen auf 140 und 141,5 Meter als Zweiter bester Deutscher und machte seinen 36. Platz vom Vortag wieder gut. Geiger (137,5/138,5 Meter) landete auf Rang sechs, auch Richard Freitag (138 und 144 Meter) schaffte es vor 20.200 begeisterten Zuschauern als Vierter unter die Top-Plätze. Rang drei ging an den Polen Pjotr Zyla.
Der Sieg ging an den Japaner Kobayashi, der auf 146 und 144 Meter sprang und sich damit auch den Scheck über 25 000 Euro für den besten Springer des Wochenendes in der Willingen/5-Wertung sicherte. Es war sein elfter Weltcupsieg in dieser Saison, was bisher erst fünf andere Skispringer in einem Jahr vor ihm geschafft hatten. Der Slowene Peter Prevc 2015/16 sogar mit am Ende 15 Siegen.
Im Schatten des Trios Eisenbichler, Freitag und Geiger standen am Sonntag Andreas Wellinger (19.), Constantin Schmid (21.) und ausgerechnet auch Lokalmatador Stephan Leyhe (22.) Seine 133 und 135 m trösten wenigstens etwas über das Ausscheiden am Vortag im ersten Durchgang hinweg, nachdem Leyhe das DSV-Team am Freitag noch hinter Polen auf Rang zwei im Mannschaftswettbewerb geführt hatte. Mit 628 Punkten fiel der Upland-Adler in der Gesamtwertung auf Platz elf zurück.
Das Weltcup-Wochenende in Willingen war für die weltbesten Skispringer vor insgesamt 56.800 Fans an drei Tagen der letzte Test vor der WM, die an diesem Dienstag in Seefeld beginnt.

Info: SC Willingen- Newssplitter                                            Fotos: © M.Kittner

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