Göppingen kommt – MT will “Baustelle Abwehr” schließen

Göppingen kommt – MT will “Baustelle Abwehr” schließen

In großen Schritten steuert die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga bereits auf das Ende der Hinrunde zu. Am Donnerstag steht der 14. Spieltag an. Die MT Melsungen muss sich dann genau zwischen den beiden Europapokalspielen gegen Olympiacos Piräus mit Altmeister Frisch Auf Göppingen auseinandersetzen. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 19:00 Uhr. Es gibt noch Tickets im Vorverkauf und an der am Spieltag ab 17:30 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Ausgeglichener geht es nun wirklich nicht mehr. Genau 28 mal standen sich die MT Melsungen und Frisch Auf Göppingen bislang in der Ersten Bundesliga gegenüber und jede der beiden Mannschaften konnte 14 Spiele zu ihren Gunsten entscheiden. Am Donnerstag könnte diese austarierte Bilanz nun zu einer Seite kippen – vorausgesetzt, es gibt nicht das erste Remis zwischen den Kontrahenten. Dass das Pendel zu den eigenen Gunsten ausschlagen möge, wünschen sich natürlich beide. Doch was ist am wahrscheinlichsten?

Auf der einen Seite stehen die nach oben in der Tabelle orientierten Nordhessen, die von den letzten 11 Pflichtspielen neun gewonnen haben und nur einen Punkt von Tabellenplatz vier getrennt sind. Auf der anderen Seite stehen die im Tabellenmittelfeld (von Pessimisten gern als “Niemandsland” bezeichnet) angesiedelten Schwaben, die sich eher nach hinten absichern wollen. Die Grünweißen sind mit vier Niederlagen gegen zugegebenermaßen sehr starke Kontrahenten in die Saison gestartet und haben sich davon nur bedingt erholt. Der letzte Teilerfolg ist vier Wochen her, als nämlich beim Bergischen HC ein Remis heraussprang. So gesehen spricht also vieles in diesem anstehenden Kräftemessen eher für die MT Melsungen. Noch dazu, weil die Rotweißen auf den Heimvorteil setzen können.

Apropos Heimvorteil: Die Mannschaft um Kapitän Finn Lemke kann sich zweifellos auf ihre Fans verlassen. Auch nach Auftritten, die gefühlt “so lala” waren, konnte sie sich bislang über mangelnde Unterstützung nicht beklagen. Dennoch soll auch nicht verschwiegen werden, dass es zuletzt einige Unmutsbekundungen gegeben hat, wenn die Performance auf dem Spielfeld nicht passte.

Klar, die Ansprüche des Umfelds und vor allem der Mannschaft an sich selbst sind hoch. Dennoch bietet die bisherige Zwischenbilanz – siehe oben – nicht unbedingt Anlass zur Schelte. Außer in der Bundesliga, wo das Ziel der MT, am Saisonende an der 50-Punkte-Marke zu kratzen, nach wie vor realistisch ist, sieht es auch in den beiden anderen Wettbewerben noch vielversprechend aus. Im DHB-Pokal kann vor eigenem Publikum gegen die Füchse Berlin der Einzug ins Final Four gelingen und im EHF-Cup ist die Chance auf das Erreichen der Gruppenphase auch nach dem nicht sehr deutlichen Heimsieg über Piräus klar vorhanden.

Wesentliche Voraussetzung für anhaltenden Erfolg aber ist, dass die derzeit größte Baustelle möglichst schnell und vor allem nachhaltig geschlossen wird. Hier sagt die Bundesligatabelle unmissverständlich die Wahrheit: Als Sechster weist die MT nur einen Punkt Rückstand auf den Vierten, bzw. drei Punkte auf die beiden Führenden auf. Allerdings: Trotz 17:9 Zählern bewegt sich das Torkonto im Minusbereich (-2). Im Klartext: Die Abwehr muss eindeutig zulegen!

“Das war heute viel zu wenig, wir durften keine 28 Gegentore fangen”, räumte Routinier Felix Danner am Samstag gleich nach dem Schlusspfiff gegen Olympiacos ein. Er bildet zusammen mit Finn Lemke den Mittelblock in der Defensive – die Männer wissen genau, dass hier derzeit das größte Steigerungspotential besteht.

Dass sie in diesem Mannschaftsteil zu mehr imstande sind, haben sie ja eindrucksvoll in der Erfolgsserie im September und Oktober bewiesen. Da wurde hinten “dicht gemacht’ und so gelang es bekanntlich auch, die großen Kaliber zu bezwingen. Trainer Heiko Grimm bringt es im Vorfeld des Göppingen-Spiels auf den Punkt: “Eigentlich ist es egal, wer der nächste Gegner ist. Viel wichtiger ist, unsere Mannschaft muss zeigen, dass sie auch Abwehr kann. Und ich bin sehr sicher, das wird sie am Donnerstag tun.

Dann voraussichtlich wieder in Bestbesetzung, nachdem Regisseur Lasse Mikkelsen seine Mittelohrentzündung nahezu auskuriert hat. Bei den Gästen fällt definitiv Nationalmannschafts
Info: MT-Pressedienst                    Fotos: M.Kittner

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