Huskies bleibt nach 2:3-Niederlage nur der Vizemeistertitel

 

DSC_0080Gratulation an die Roten Teufel

Nach der knappen Niederlage vom Freitag in Bad Nauheim und dem gleichbedeutenden Serienausgleich musste Spiel 5 am heutigen Abend über den Oberliga-Meistertitel entscheiden. Huskies-Coach Uli Egen nahm erneut eine kleine Veränderung vor und schenkte Tobi Schwab wieder das Vertrauen, der für Danny Reiss in die Mannschaft rückte.

Von Fehlstarts bis Traumstarts hatten die Huskies in den letzten Playoff-Spielen so ziemlich alle Extreme im Repertoire, diesmal konnten sich die Huskies-Fans in der restlos ausverkauften Kasseler Eissporthalle über einen frühen Führungstreffer freuen. Nachdem beide Teams sich in den ersten sieben Spielminuten kaum hundertprozentige Torchancen herausspielen konnten, ließ Michi Christ in der 8. Spielminute die Halle erstmals Kopf stehen. In Unterzahl erzwang Manuel Klinge einen Scheibenverlust von Daniel Ketter, Christ konnte so aus kurzer Distanz zur Führung treffen. Die Roten Teufel zeigten sich nur kurz geschockt, übernahmen fortan das Kommando und konnten nach 16 Minuten verdient durch Tim May zum 1:1 ausgleichen. Der junge Bad Nauheimer überwand Finkenrath per Rückhand aus dem Gewühl.

Kurz vor der ersten Pausensirene hatten beide Teams noch eine gute Möglichkeit zum Führungstreffer, jedoch Finkenrath gegen Eddy Rinke und Ower gegen Christ verhinderten die Torerfolge.

Das Mitteldrittel wurde noch mehr von den Defensivreihen dominiert. Schlicht auf Nauheimer sowie Sikora auf Kasseler Seite vergaben in der 25. bzw. 27. Minute gute Torchancen, ansonsten kamen die Tormöglichkeiten zunächst nur nach individuellen Fehlern zustande. In der 33. Minute verlor Jan Loboda im Angriffsdrittel die Scheibe und die Huskies konnten von Glück reden, dass Daniel Oppolzer im Abschluss zu lange zögerte und letztlich an Benny Finkenrath scheiterte.

Nach vierunddreißigeinhalb Minuten zappelte der Puck dann doch wieder im Netz. Wie schon bei ihrem ersten Torerfolg netzten die Gäste aus der Wetterau aus dem Gewühl ein, Josiah Anderson hieß diesmal der Torschütze. Die Huskies gaben aber schnell die richtige Antwort: In doppelter Überzahl schloss Michi Christ eine schöne Kombination mit der Rückhand zum 2:2 ab. Fünf Sekunden vor der Pause hätte Christ seine Huskies sogar wieder in Führung bringen können, Thomas Ower parierte seinen Versuch aus kurzer Distanz aber stark mit den Schonern.

Ower sollte auch im letzten Abschnitt in den Fokus rücken,DSC_0031 denn die Huskies kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine. Es dauerte bis zur 53. Spielminute, ehe Benny Finkenrath einen Torschuss aufs Gehäuse bekam, vorher spielten nur die Schlittenhunde, fanden aber immer wieder in ECN-Torhüter Thomas Ower ihren Meister. Die Parade gegen Klinges Schuss in der 42. Minute gehörte zwar noch zum Pflichtprogramm, gegen Valenti zwei Minuten später und Tobi Schwab packte Ower aber sensationelle Saves aus und rettete seinen Roten Teufeln so das Unentschieden. Nach 54 hatte Brad Snetsinger den Torerfolg auf dem Schläger, scheiterte aber ebenfalls an Tomas Ower. Bis zum Ende der regulären Spielzeit sollte das entscheidende Tor nicht mehr fallen, auch weil die Huskies kurz vor Ende mit dem Schiedsrichtergespann haderten, die klare Fouls an Doyle und Klinge nicht ahndeten.

Den Wechselfehler der Roten Teufel in der 64. Spielminute und eine Spielverzögerung kurz darauf konnte das Schiedsrichterduo aber nicht übersehen, so dass die Huskies sogar in doppelter Überzahl die Möglichkeit zum entscheidenden Treffer bekamen. Sie versuchten es mit einfachem Spiel, nahmen nach spätestens zwei Pässen den Torschuss. Allerdings warfen sich die dezimierten Roten Teufel in jeden Schuss, kämpften bravourös und überstanden somit auch diese Phase.

In dieser Saison haben die Huskies bis dato jedes Playoff-Spiel, das in die Overtime ging, erfolgreich abschließen können. Dazu gehörte neben viel Können auch eine Portion Glück, die sie in diesem entscheidenden Duell aber nicht haben sollten. Nach 71 Minuten startete Brad Miller über die rechte Seite das erfolgsbringende Solo, ließ in hohem Tempo erst Jan Loboda und dann Benny Finkenrath aussteigen und vollendete per Rückhand zum 2:3.

Nach fünf Overtimesiegen in Folge zogen die Huskies somit im ultimativen Finalspiel den Kürzeren. Die Krönung einer tollen Saison blieb somit aus, der Vizemeistertitel ist nach diesem dramatischen Ende zunächst nur ein schwacher Trost.

Die Kassel Huskies gratulieren dem EC Bad Nauheim zum Meistertitel der Oberliga.

 

 

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