Huskies siegen im Derby gegen die Löwen aus Frankfurt

Derbysiege sind die schönsten Siege. Auf die herbe 5:8-Niederlage in Duisburg gaben die Huskies am gestrigen Abend die richtige Antwort und besiegten die Löwen aus Frankfurt nach 0:2-Rückstand verdient mit 6:3 (0:2; 3:1;3:0). Ohne den angeschlagenen Alexander Engel kamen die Huskies zunächst besser ins Spiel. Artjom Kostyrev hatte in der zweiten Spielminute nach feiner Einzelaktion die erste gute Torchance, Löwen-Torhüter Wendler parierte aber glänzend mit der Fanghand.

Fortan gewann aber der Gast aus Südhessen die Oberhand. Zunächst scheiterte Simon Barg an Adam Ondraschek und Jan Barta verfehlte den oberen linken Torwinkel knapp – nach 06:55 Minuten traf jedoch Daniel Sevo aus dem Gewühl ins leere Tor zur 0:1-Löwenführung.

Sichtlich geschockt zeigten sich die Schlittenhunde nach diesem Rückstand. Die Löwen erspielten sich weiter die besseren Torchancen, die größte vergab Roland Mayr frei vor Ondraschek. Nachdem auch eine Überzahlphase von der 11. bis 13. Minute erfolglos blieb, legten die Löwen vor der Pause noch einen Treffer nach: Ausgerechnet Kapitän Manuel Klinge spielte hinter seinem eigenen Tor einen kapitalen Fehlpass direkt auf Jan Barta, der den Puck unhaltbar für Ondraschek zum 0:2 versenkte.Da Klinge kurz darauf auch ein Break in Unterzahl nicht verwerten konnte, ging es mit diesem Rückstand in die erste Pause. Wie verwandelt kamen die Gastgeber dann aber aus der Kabine, Jamie Bartman schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Nachdem zweimal Manuel Klinge und Jirik Mikesz noch am guten Löwen-Torsteher Wendler scheiterten, brach Michi Christ in der 26. Spielminute den Bann: Petr Sikora zog unwiderstehlich vor das Tor, den Rebound verwandelte Christ zum 1:2-Anschluss.

Drei Minuten später – eine Überzahlphase der Huskies war erfolglos verstrichen – klingelte es wieder in Wendlers Tor. Neuzugang Marek Vorel gleich per Bauerntrick zum 2:2 aus. Die Nordhessen bekamen durch diese zwei schnellen Tore sichtlich Rückenwind und drückten die Löwen nun in ihre eigene Defensive. In Spielminute 33 machte sich dies auch wieder auf der Anzeigentafel bemerkbar. In Überzahl fand ein Sikora-Pass Sven Valenti, der mit einem Direktschuss zur 3:2-Führung einnetzte. Kategorie Traumtor! Löwen- Trainer Beddoes nahm umgehend eine Auszeit und stellte seine Mannen neu ein, zum Leidwesen der Huskies mit Erfolg. Zunächst verpasste Roedger völlig frei die Führung auszubauen und im direkten Gegenzug glichen die Löwen aus: Einen zwei auf eins Konter nutzte Alexander Althenn zum 3:3-Pausenstand.

Die Nerven aller 6.100 Zuschauer in der ausverkauften Kasseler Eissporthalle waren zu Beginn des Schlussabschnitts zum Zerreißen gespannt. Den Huskies gelang es, den Rückenwind aus dem 2. Drittel mitzunehmen und entschieden die Partie innerhalb von gut drei Minuten mit drei Treffern. Zunächst patzte erstmals an diesem Abend der sonst sehr gute Christian Wendler, als er einen harmlosen Kostyrev-Schuss nach vorn prallen ließ. Nutznießer war Christoph Koziol, der nach 44:40 Minuten die erneute Huskies-Führung markierte. Und die Schlittenhunde legten umgehend nach, wieder durch Koziol, der in einer Kopie seines vorhergehenden Treffers das 5:3 erzielte. Den frühen Schlusspunkt setzte nur eine Minute später Semen Glusanok nach tollem Bauerntrick. Die Vorentscheidung, auch weil die Löwen außer einem Lattenkracher von Alexander Althenn keine Gefahr vor Ondrascheks Zone entfachen konnte.

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