Huskies trotzen großen Namen und siegen deutlich gegen Duisburg

Huskies-Fuechse_001Am gestrigen Freitag trafen die Kassel Huskies im vorletzten Heimspiel der Endrunde der Oberliga-West auf das Team der Füchse Duisburg. Trainer Franz Fritzmeier konnte aufgrund der Länderspielpause in der DEL aus dem Vollen schöpfen und bot neben Philipp Riefers und Marcel Ohmann von den Kölner Haien insgesamt 14 weitere Förderlizenzspieler auf. Die Voraussetzungen schienen also eine gute und spannende Oberliga Partie zu verheißen.

Die Huskies zeigten sich von Beginn an hellwach, deutlich wacher als die Gäste aus der Wedau. Oldie Petr Sikora vergab bereits nach 40 Sekunden die erste Großchance. Eine Minute später machte Tobi Schwab es dann besser. Nach Alex Engels Schlagschuss, den Björn Linda im Tor der Füchse nicht festhalten konnte, stand das Kasseler Eigengewächs perfekt, um den Abpraller zu verwandeln. Das Ergebnis stimmte die Fans ob des starken Kaders der Duisburger erst einmal beruhigt. Doch nur knapp eine Minute später schlug es erneut hinter Linda ein und das fast identisch wie beim ersten Treffer. Klinges Schuss ließ Linda erneut nur abprallen und diesmal stand Michi Christ parat, um die Scheibe aus dem Gewühl einzuschieben. Und die Füchse? Die zeigten nun auch ihre Klasse. Mats Schöbel traf den Pfosten und als Manuel Strodel das leere Tor vor sich hatte und den Puck nur noch über die Linie drücken musste, rettete Ales Kreuzer für den bereits geschlagenen Finkenrath. Doch diese Phase überstanden die Huskies ohne weitere Probleme und legten vor der ersten Unterbrechung sogar noch ein Tor drauf. Manuel Klinge aus seiner Standardposition vom Bully weg traf zum 3:0 kurz vor der Drittelpause. Eine auch in dieser Höhe völlig verdiente Führung für die souverän auftretenden Schlittenhunde.

Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel ruppiger, wohl auch dadurch bedingt, dass sich bei den Füchsen ob der Überlegenheit der glänzend eingestellten Huskies so langsam der Frust breit machte. Krachende Checks und Meinungsverschiedenheiten nach Abpfiff sorgten zusätzlich für Unterhaltung. Die Huskies konnten einem in dieser Phase beinahe leid tun, gern hätten sie sich sicher ein wenig mehr zur Wehr gesetzt, doch wegen des anstehenden Derbys am Sonntag ging man kein Risiko einer Sperre ein und besann sich darauf, die Antwort auf die fortwährenden Provokationen spielerisch zu geben.Huskies-Fuechse_005

So zum Beispiel in der 29. Minute. Neu-Husky Jakub Wiecki luchste Nico Opree die Scheibe hinter dem Duisburger Tor geschickt ab, bediente Danny Albrecht und dieser hatte keine Probleme aus kurzer Distanz Linda zu bezwingen. 0:4 aus Sicht der Füchse, das schmeckte dem Team von der Wedau nicht! In der Folge hatten es die Duisburger vor allem auf die Kasseler Brad Snetsinger und Kyle Doyle abgesehen, die immer wieder provoziert wurden. Diese Provokationen gipfelten in einer Spieldauerstrafe gegen Fuchs Strodel, der Doyle nach Abpfiff von hinten zu Boden riss und zum Kampf aufforderte. Begleitet von den gellenden Pfiffen der 3326 Zuschauer schickte Hauptschiedsrichter Hoppe den Förderlizenzler der Düsseldorfer EG zum Duschen. In der 33. Minuten schafften es dann auch die Füchse auch auf die Anzeigetafel, den Huskies sportlich etwas entgegen zu setzen. Keussen nutzte eine kleine Unachtsamkeit vor dem Huskies-Tor und stocherte die Scheibe zum 1:4-Anschlusstreffer über die Linie. Bis zum Drittelende tat sich dann auf beiden Seiten nichts mehr.

Im letzten Drittel beruhigten sich die Gemüter auf beiden Seiten. Die Huskies erhöhten in der 45. Spielminuten durch Michi Christ in Überzahl auf 5:1. Zuvor hatten sich die Nordhessen ihren Gegner beinahe eine Minuten lang müde kombiniert, sodass Christs Treffer ins Schwarze so etwas wie das I-Tüpfelchen einer tollen Überzahl der Huskies war.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Messe gelesen und beide Mannschaften konzentrierten sich primär darauf, so kurz vor der heißen Saisonphase keine Verletzungen mehr zuzulassen.

Dennoch war es vor allem auch für die Zuschauer sicher eines der unterhaltsamsten Saisonspiele. Ein hohes spielerisches Niveau, krachende Checks, Scharmützel auf dem Eis und die Huskies als Sieger – Nordhessisches Eishockeyherz, was willst du mehr?

So gewannen die Huskies – auch in dieser völlig Höhe verdient – mit 5:1 gegen die Füchse und haben mit dem EC Bad Nauheim am Sonntag sowie den Löwen Frankfurt am kommenden Donnerstag die beiden Mitkonkurrenten um Platz 1 vor der Brust.

Restlos bedient hingegen war Füchse-Coach Franz Fritzmeier nach Spielende, der sich maßlos enttäuscht über seine Mannschaft zeigte und kein gutes Haar an den Spielern ließ, „die meinen, in die DEL zu gehören aber bei denen es dafür dann doch nicht reicht“, während der Huskies-Headcoach mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden sein konnte.

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