Huskies unterliegen den Halle Saale Bulls

Personell unverändert gegenüber dem ersten Endrundenspiel in Duisburg und als klarer Favorit traten die Schlittenhunde heute zum ersten Heimspiel gegen die Halle Saale Bulls an. Die 4.126 Zuschauer rieben sich aber von Beginn an verwundert die Augen, denn nicht die stärker eingeschätzten Huskies, sondern die Gäste aus Sachsen-Anhalt bestimmten zunächst die Partie. Nachdem in den ersten drei Minuten gute Gästechancen nicht verwertet wurden, kamen die Huskies erst kurz darauf durch Sikora und Manuel Klinge zu ersten Gelegenheiten. Da zwei Powerplaysituationen der Schlittenhunde und ein Engel-Solo in Minute elf ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt waren, übernahmen die Saale Bulls wieder das Kommando, Martin Fous blieb aber gegen Sebastian Lehmann und Florian Eichelkraut Sieger. Offensiv kam von den Schlittenhunden in dieser Phase zu wenig, was in erster Linie dem aggressiven, aber riskanten Forechecking der Gäste geschuldet war. Dieses Risiko wurde auch belohnt – mit einer Ausnahme: In Spielminute 15 verlud Petr Sikora mit einer Aktion die komplette Hallenser Hintermannschaft und setzte Manuel Klinge ein, der trocken in den Winkel zur schmeichelhaften 1:0-Huskiesführung vollendete. Dass die Gäste nicht zum verdienten Ausgleich kamen, war in erster Linie Martin Fous zu verdanken, der beste Chancen zunichte machte, unter anderem einen Alleingang von Troy Bigam. So ging es mit einer unverdienten Huskies-Führung in den Mittelabschnitt. Dort bot sich das gleiche Bild wie schon im ersten Drittel. Offensivaktionen der Blau-Weißen waren Mangelware, stattdessen hatten weiterhin die Saale Halle Bulls die größeren Spielanteile. Nachdem sie in der 21. Minute noch einen zwei auf eins Konter vergaben und drei Minuten später der Pfosten für Fous rettete, war nach 29 Minuten das Huskies-Glück endgültig aufgebraucht. In Überzahl traf Andreas Schmelcher zum längst überfälligen Ausgleich.

Dieser Gegentreffer schien zumindest ein kleiner Weckruf gewesen sein, denn immerhin konnten die Huskies bis zum Ende des Drittels ihre Gegenspieler vom Tor fern halten und das Spiel ausgeglichener gestalten, allerdings ohne selbst ein Konzept gegen die massive Bullen-Abwehr zu finden. Trotzdem hätte Michi Christ sieben Sekunden vor der Sirene den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt, er vergab den Rebound nach einem Engel-Distanzschuss aber. Zu Beginn des Schlussabschnitts kamen endlich die Huskies besser ins Spiel. Aus spitzem Winkel verfehlte Marc Roedger aus spitzem Winkel das Tor nur knapp (45.) und 40 Sekunden später strich ein Engel-Schuss nur haarscharf über den Querbalken. Die beste Möglichkeit zum erneuten Führungstreffer bekam Petr Sikora nach 48:20 Minuten: MEC-Torhüter Wolfermann konnte den Oldie bei einem Alleingang nur unfair stoppen – Penalty lautete das Urteil der fehlerfrei pfeifenden Nicole Hertrich. Doch wie auch schon am vergangenen Sonntag gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim ließ Sikora diese Chance liegen. Die Huskies waren nun am Drücker und dem Führungstreffer näher als die Gäste. Doch mitten in diese Drangperiode der Rückschlag: Genau 52 Minuten waren gespielt, als der bis dato tadellose Martin Fous einen harmlosen Schuss nach vorn prallen ließ – Florian Eichelkraut ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte das 1:2. Diesen Tiefschlag konnten die Huskies nicht mehr verarbeiteten und kamen nicht mehr zurück. Stattdessen machte erneut Eichelkraut 44 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Tor den Sack endgültig zu. Zum ersten Mal in dieser Saison wurden die Schlittenhunde von ihren Fans mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet, die verdienten Sieger aus Halle erhielten jedoch Applaus. Punktlos starteten die Huskies somit in die Oberliga Endrunde. Am kommenden Wochenende kommt der Gegner

zwei Mal aus Timmendorf. Sechs Punkte und eine deutliche Leistungssteigerung sind dabei Pflicht, um den Traum vom Einzug in die Playoffs weiter am Leben zu erhalten.

 

Fotos  M.Kittner/C.Klimt

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