Insolvenzverfahren abgeschlossen – Neuanfang für die Löwen

Am 16.01.2018 stimmte die vom Amtsgericht Kassel einberufene Gläubigerversammlung dem von der Insolvenzverwalterin des KSV Hessen Kassel, Frau Jutta Rüdlin, aufgestellten Insolvenzplan für den Verein zu. Dieser war zuvor vom zuständigen Insolvenzrichter genehmigt worden. Damit ist der KSV Hessen Kassel nur sieben Monate nach der Insolvenzeröffnung schuldenfrei und bereit für einen Neuanfang.
Die Gläubiger verzichteten auf den Großteil ihrer Ansprüche. Sie können laut Insolvenzplan mit einer Quote von knapp 5 Prozent auf ihre angemeldeten Ansprüche rechnen. Ein Teil der Gläubiger hatte ihre Ansprüche erst gar nicht angemeldet und damit die Sanierung des Vereins mittelbar unterstützt. Allen Gläubigern gilt der Dank des Vereins. Ohne sie wäre eine erfolgreiche Sanierung nicht möglich gewesen.
Um einen erfolgreichen Insolvenzplan aufstellen zu können, war der Verkauf des Funktionsgebäudes des KSV Hessen Kassel unumgänglich. Das Gebäude wurde vom „Förderverein des Fußballsports Hessen Kassel e.V.“ gekauft und steht dem Verein dadurch auch zukünftig per Mietvertrag weiter zur Verfügung. Der Förderverein wurde bereits vor rund 25 Jahren gegründet und nun zu diesem Zweck reaktiviert.
Der letzte Schritt ist nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 02.02.2018 um 17:30 Uhr in Eppo’s Clubhaus, Damaschkestraße 35, 34121 Kassel.
Wie geht es weiter beim KSV?
I Finanzierung bis zum Ende der Saison
Durch Einnahmen aus dem Spielbetrieb, Gelder auf dem Treuhandkonto von Vorstand Jens Rose und aktuelle Sponsorenverträge ist die für den Spielbetrieb bis Ende der Saison 2017/18 benötigte Summe zu 85% aufgebracht. Der für die restliche Saison noch fehlende Betrag soll durch weitere Sponsorengespräche nach Abschluss der Insolvenz aufgebracht werden. Alle Einnahmen aus bereits abgeschlossenen und künftigen Sponsorenverträgen fließen nach dem nun erfolgten Abschluss des Insolvenzverfahrens ausnahmslos in den Spielbetrieb des KSV.
II Budgetplanung für die Saison 2018/19
Die Planungen für die Finanzierung der nächsten Saison verlaufen aktuell zweigleisig:
Bei einem Verbleib in der Regionalliga soll der Etat auf eine realistisch zu erreichende Größe festgesetzt werden, die auf den Bedarfsermittlungen der Insolvenzverwalterin Frau Jutta Rüdlin basiert. Der eingeschlagene Weg der Regionalität und der Nachwuchsförderung wird beibehalten. Dieser Weg ist in den Augen der Vereinsführung der einzig langfristig finanzierbare Weg für den KSV Hessen Kassel.
Bei einem sportlichen Abstieg in die Hessenliga muss der Etat deutlich reduziert werden. Der Frauen- und Jugendbereich des Vereins soll aber unverändert beibehalten werden.
Diese momentan noch zweigleisig verlaufenden Planungen werden intensiv in die entsprechende Richtung vorangetrieben, sobald feststeht, ob der KSV Hessen Kassel auch in der nächsten Saison in der Regionalliga Südwest spielt oder ob es 2018/19 in der Hessenliga weiter geht. In beiden Fällen werden mit den Verantwortlichen in allen Bereichen Gespräche geführt und die weiteren Planungen gemeinsam gestaltet.
Alle Einsparungen der letzten Monate und alle künftigen Einsparungen sind notwendig, um den Verein am Leben zu halten und betriebswirtschaftlich seriös zu leiten.
III Vorstand
Seit seiner Berufung auf der Mitgliederversammlung 2017 arbeitete der Vorstand, bestehend aus VortsnadMeier, Jens Rose und Claus Wiegand, mit nur drei Mitgliedern. Die anstrengenden letzten Monate legten eine personelle Verstärkung des bisherigen Vorstands besonders im Bereich Marketing und Sponsoring nahe. Aus diesem Grund wurde Daniel Bettermann vom Aufsichtsrat in einer gemeinsamen Gremiensitzung am 6.1.2018 in den Vorstand berufen und bekleidet künftig das Ressort Marketing. Daniel Bettermann hat die Berufung angenommen und freut sich, den schon im Vorjahr eingeschlagenen Weg des Vereins auf diese Weise unterstützen und mitgestalten zu können.

Pressedienst KSV / M.Kittner

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