MT blamiert sich in Balingen

13-Tore-Niederlage – MT blamiert sich in Balingen

Dass die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga jederzeit für Überraschungen gut ist, war selbst in der noch jungen Saison bereits mehrfach zu sehen. Den vorläufigen Sensationshöhepunkt hat nun jedoch das Spiel HBW Balingen-Weilstetten gegen die MT Melsungen geliefert. Der Aufsteiger gewann nicht einfach nur überraschend gegen die wesentlich stärker eingeschätzten Nordhessen, sondern schickte diese gleich mit einer äußerst deftigen 36:23 (16:12)-Abreibung auf die Heimreise. Beste Schützen vor 2.193 Zuschauern in der Balinger Sparkassen Arena waren Kai Häfner, der gegen seinen frühen Verein acht mal traf und auf der anderen Seite Vladan Lipovina, Marcel Niemeyer und Filip Taleski mit jeweils sechs Toren für den HBW. Diese Vorstellung wird, so kündigte es MT-Manager Axel Geerken nach dem Schlusspfiff an, Konsequenzen haben.

Während die Gastgeber, die quasi schon beim 22:16 nach 37 Minuten auf der Siegerstraße waren, ihr Glück kaum fassen konnten, herrschte auf Seiten der MT nach dem Abpfiff kollektive Fassungs- und Ratlosigkeit. “Es gibt im Laufe einer Profikarriere natürlich auch Niederlagen, die einem besonders schwer im Magen liegen. Das heutige Spiel aber übertrifft allerdings alles, was ich bisher an extremen Ergebnissen erlebt habe. Mir fehlen die Worte. Diese Vorstellung war absolut inakzeptabel”, so Axel Geerken in einer ersten Reaktion. Der MT-Vorstand weiter: “Wir werden darüber nachdenken, welche Konsequenzen dieser Auftritt haben muss und ab morgen früh mit der Aufarbeitung beginnen. Es wird jetzt einiges zu hinterfragen sein. Ich halte jedoch nichts davon, in der starken Erregung aller Beteiligten direkt nach dem Abpfiff vorschnell Entscheidungen zu fällen”.

Heiko Grimm: Dieses Ergebnis ist nicht zu entschuldigen und auch nicht zu erklären. Wir haben heute zwei Mannschaften auf dem Feld gesehen, eine mit Willen und Leidenschaft und eine andere, die alles über sich hat ergehen lassen. Das war nur peinlich. Man kann ja alles vorbereiten und besprechen, wenn dann aber die Umsetzung mangelhaft ist, nützt das alles nichts.

Julius Kühn: Das war heute desolat, ja katastrophal und für alle Beteiligten peinlich. Dafür kann man sich nur schämen. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal eine solch schlechte Vorstellung erlebt zu haben. Es war ein Versagen auf ganzer Linie.

Das nächste Spiel:

Do., 12.09.2019, 19:00 Uhr: MT Melsungen – SC Magdeburg, Rothenbach-Halle Kassel
(MK)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte löse zur Spamvermeidung diese Rechenaufgabe (in Zahlen): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.