MT gegen Berlin – Trotz großem Kampf keine Punkte zum Heimabschluss

MT gegen Berlin – Trotz großem Kampf keine Punkte zum Heimabschluss

Die MT Melsungen hat ihr letztes Heimspiel der Saison gegen die Füchse Berlin mit 32:35 (15:16) verloren. Dabei aber keinesfalls enttäuscht, denn es waren nur Kleinigkeiten, die beide Mannschaften trennten. Vor allem die Berliner Zuverlässigkeit im Abschluss gab letztlich den Ausschlag. Vor 1.000 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle, die erstmals nach acht Monaten wieder richtige Handballstimmung unters Hallendach zauberten und dabei auch die verbalen Störfeuer vor der Partie wegignorierten, entwickelte sich über viel Kampf am Anfang ein gutklassiges Handballspiel. Tobias Reichmann war beim sehr emotionalen Abschied von Felix Danner und Lasse Mikkelsen mit sieben Toren bester MT-Schütze, für Berlin war Jacob Holm neunmal erfolgreich.

Wie schon im Spiel vor Wochenfrist musste Domagoj Pavlovic nach dem Aufwärmen passen. Für ihn startete erneut Ole Pregler an Stelle von Lasse Mikkelsen, der sein letztes Heimspiel für die Nordhessen also auf der Bank begann. In der Anfangsaufstellung dafür dabei: Felix Danner, der ebenfalls seinen Abschied aus der Rothenbach-Halle gab. Im Tor setzte „Cheftrainer Arjan Haenen, der wieder den noch in seiner isländischen Heimat weilenden Gudmundur Gudmundsson vertrat, auf Emotionen und ließ Silvio Heinevetter gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen beginnen. Den ersten Jubel in der Halle löste aber Julius Kühn aus, als er schon nach wenigen Sekunden zum 1:0 traf. Auch die zwei anderen Asse stachen: Heinevetter parierte gegen Jacob Holm glänzend und Danner erhöhte auf 2:0 (3.).

Im Spiel selbst war, insbesondere von Melsunger Seite, gleich Feuer drin. Die Abwehr bissig und beweglich, Heinevetter dahinter hochmotiviert. Einzig Holm vermochte ihn in seinem zweiten Versuch zum 2:1 zu überwinden, dann rollte wieder der MT-Express. Auffällig dabei: Ole Pregler steuerte gut und seine Wechselspiele mit Julius Kühn verschafften dem Rückraum-Kanonier Räume. Als Kühn zum dritten Mal traf, war das schon zum 6:2 (10.), denn die Hauptstädter bekamen nur schwer Zugriff. Wenn, dann allzu oft nur per Foulspiel – was nach knapp acht Minuten bereits zu einer doppelten Unterzahl geführt hatte und den Melsunger Führungsausbau begünstigte.

Überhaupt war die Stimmung auf dem Parkett ausgesprochen hitzig. Als Felix Danner nach drei Berliner Toren in Folge zum 7:5 getroffen hatte und zurückeilte, geriet er kurz mit Lasse Andersson aneinander. Die Strafe gegen Danner war bereits angezeigt, da mischte sich Mijajlo Marsenic ein. Flugs war die Rudelbildung da und es bedurfte einiger ordnender Hände, um das Knäuel wieder zu entwirren. Als Folge dieser Aktion ging auch Marsenic mit runter, und das bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zum zweiten Male (14.). Feiner Handball wurde jedoch nebenbei auch gespielt: nach herrlicher Ballstaffette im Rückraum über Pregler, Häfner und Kühn kam der Ball zum an den Kreis eingelaufenen Tobias Reichmann: 10:7 (18.).

 

Stimmen zum Spiel

Arjan Haenen: Glückwunsch an Jaron und Berlin zum Sieg. Das war heute ein sehr emotionales Spiel nach der Frage im Vorfeld, ob wir das letzte Spiel nochmal vor Zuschauern spielen können. Das hat geklappt und unsere Fans waren heute absolut super. Für uns war natürlich bitter,, dass Felix schon nach 20 Minuten raus musste und auch Finn nicht mehr zur Verfügung stand. Dadurch fehlte uns der Innenblock. Gleichwohl haben Arnar und Marino ihre Sache ganz gut gemacht. Überhaupt haben heute alle gut gekämpft.

Jaron Siewert: Ich möchte gar nicht so viel über das Spiel und das Ergebnis reden. Ich möchte mich vielmehr bei den Fans hier bedanken. Es war durch das, was im Vorfeld war, ein sehr emotionales Spiel. Das hat man besonders in den ersten 20 Minuten gemerkt, die sehr hart geführt wurden. Aber wir sind zu jeder Zeit sehr fair behandelt worden von den Melsunger Fans. Und dafür möchte ich mich bedanken.

 

Zuschauer: 1.000 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Das nächste und gleichzeitig letzte Saisonspiel:
So., 27.06.21, 15:30 Uhr, TVB Stuttgart – MT Melsungen, Porsche Arena Stuttgart


Emotionale Abschiede für Lasse MIkkelsen und Felix Danner

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurden Lasse Mikkelsen nach vier Jahren im MT-Dress und Felix Danner nach 12 Jahren für die Rotweißen von den Clubverantwortlichen und den Fans teils hochemotional verabschiedet.

Auf einer eigens aufgebauten kleinen Bühne direkt auf dem Spielfeld nahmen die scheidenden MT-Cracks zunächst die mit zahlreichen Anekdoten angereicherten Grußbotschaften ihrer Mitspieler von der Videowand entgegen. Danach richteten Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke und Vorstand Axel Geerken direkt an sie sehr individuelle und gefühlvolle Dankesworte. Es schlossen sich nahtlos die Vertreterinnen und Vertreter der vier MT-Fanclubs „Bartenwetzer“, „Trommler“, „Supporter“ und „Alheimer Fanstammtisch“ mit kurzen, aber nicht minder emotionalen Grüßen an. Nicht fehlen durften natürlich auch die passenden Abschiedsgeschenke – vom gerahmten Trikot bis zur nordhessischen Spezialität reichte die Palette.

Info: MT Pressedienst   Fotos: M.Kittner

 

 

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