Perfekter Jahresabschluss: MT gewinnt in Berlin

Perfekter Jahresabschluss: MT gewinnt in Berlin

Perfekter Jahresabschluss: MT gewinnt in Berlin

Die MT setzt im letzten Spiel des Jahres nochmal ein echtes Ausrufezeichen und gewinnt das Auswärtsmatch in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga bei den Füchsen Berlin mit 29:28 (15:17). Der Spielverlauf in Stichworten: Gut in die Partie gekommen, bis zur Halbzeit mit zwei Toren und im Verlauf des zweiten Durchgangs mit bis zu drei Toren ins Hintertreffen geraten, dann den Spieß wieder umgedreht und fast mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer erzielt. Der “Buzzerbeater” hieß Gleb Kalarash. Der Kreisläufer und Julius Kühn waren in der mit 2.500 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle mit jeweils sechs Toren die besten Schützen im MT-Team. Für die Hauptstädter waren Hans Lindberg (7/2) und Lasse Andersson am erfolgreichsten. Mit diesem Sieg überwintern die Nordhessen auf dem siebten Tabellenplatz. Weiter geht es erst wieder nach der Europameisterschaft. Als erstes Pflichtspiel im neuen Jahr steht am 6. Februar das DHB-Pokalviertelfinale beim TBV Lemgo Lippe auf dem Programm.

2.500 Besucher waren aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen noch in der Berliner Max-Schmeling-Halle zugelassen und die waren auch gekommen. Um zunächst einen vertändelten ersten Angriff ihrer Füchse und im Gegenzug die Melsunger Führung durch Kai Häfner zu erleben.

Dass die Nordhessen hellwach und fokussiert waren, zeigten sie trotz des kassierten Ausgleichs durch Mijajlo Marsenic und Julius Kühns gescheiterten ersten Wurfversuchs, bei dem Berlins Keeper Dejan Milosavljev im Weg stand. Denn kurz darauf markierte Gleb Kalarash vom Kreis das 1:2, Silvio Heinevetter entzauberte den frei vor ihm auftauchenden Marsenic und dann stellten erneut Gleb Kalarash und Elvar Örn Jonsson auf 1:4 (5. Min.).

Drei Minuten später waren die Berliner aber wieder dran und übernahmen nach den Toren von Fabian Wiede und Hans Lindberg erstmalig das Zepter (6:5, 9. Min.). Vorangegangen waren jeweils Melsunger Ballverluste nach Fehlpässen. Was aber der MT nicht den Rhythmus raubte. Die Abwehr weiterhin gut auf den Beinen, der Angriff nun wieder etwas konzentrierter, wies sie den Kontrahenten über die Zwischenstände 6:7 (11.), 7:8 (13.), 8:9 (15.), 9:10 (17.) und 10:11(19.) wieder in die Schranken. Und das, obwohl Domagoj Pavlovic zwischenzeitlich eine Zeitstrafe absitzen musste und Julius Kühn noch eine Großchance im Gegenstoß vergab. Viel entscheidender war hingegen, dass es in der Offensive ansonsten kaum ruckelte und immer wieder durch flüssige Kombinationen Torgelegenheiten herausgespielt wurden.

Dass die Hausherren in der Schlussphase der ersten Halbzeit dann aber doch wieder Oberwasser bekamen, daran war die MT nicht ganz schuldlos. Statt weiterhin geduldig auf den Punkt hin zu spielen, wurde bisweilen einfach zu früh abgeschlossen, und zwar ohne den Ball im Netz zu versenken. Das eröffnete den Füchsen wiederum Gelegenheiten, die sie dankbar annahmen. Dabei taten sich vor allem Hans Lindberg, Lasse Andersson und Mijajlo Marsenic als Vollstrecker hervor.

Als es vier Minuten vor dem Pausenpfiff 16:12 für Berlin stand, hatte man gar den Eindruck, dass der Faden bei der MT nun erst einmal gerissen ist. Wie gut, dass sich bis zur Pause Julius Kühn und Domagoj Pavlovic jeweils durchsetzen konnten und sogar Silvio Heinevetter nach einer weiteren Klasse-Parade den Ball ins leere Berliner Tor segeln ließ. So war die MT vor dem Gang in die Kabinen mit dem 17:15 sogar wieder auf Tuchfühlung. Dazu hatte auch Roberto Garcia Parrondo mit einer taktischen Feinheit beigetragen. Sieben Sekunden vor Ablauf des ersten Durchgangs legte er die Grüne Karte, gab einen Spielzug vor, den dann die verdutzten Berliner so nicht erwartet hatten und sich von Domagoj Pavlovic überraschen lassen mussten.

In Halbzeit zwei dauerte es eine Weile, ehe der MT-Express wieder auf Touren kam. Berlin bestimmte noch eine Viertelstunde lang das Geschehen, hielt die MT stets mit zwei, drei Toren auf Distanz. Bis Julius Kühn und der eigentlich in der Abwehr spielende, aber kutz nach vorne geeilte Alexander Petersson mit ihren Treffern zum 24:22 und 24:23 wichtige Signal gaben. Das blieb natürlich auch Jaron Siewert nicht verborgen. Der Füchse-Coach unterbrach den Vorwärtsdrang der Nordhessen per Timeout.

Was aber nicht zum gewünschten Erfolg führte. Denn die MT, jetzt wieder ordentlich auf Betriebstemperatur, ließ dank Parrondo-Taktik “Sieben gegen Sechs” die Tore zum 24:24-Ausgleich (Gleb Kalarash) und zur 24:25-Führung (Yves Kunkel, 50. Min.) folgen. Die Schlussphase der Partie geriet dann zum offenen “shoot-out”, bei dem beide Duellanten genau abwechselnd jeweils noch vier Treffer landen konnten. Mit dem Finale Furioso zugunsten der MT.

Nachdem Hans Lindberg bei 58:46 gespielten Minuten zum 28:28 ausgeglichen hat, schließt Julius den Gegenangriff mit einem frühen Wurf ab, den Dejan Milosavljev gerade noch so parieren kann. Bei 59:38 Min. nimmt Jaron Siewert eine letzte Auszeit. Den folgenden Angriff macht MT-Keeper Silvio Heinevetter mit seiner insgesamt 13. Parade zunichte, spielt den Ball schnell nach vorn, dort geht es weiter an den am Kreis gut postierten Gleb Kalarash, der nach einer blitzartigen Drehung das Spielgerät im Berliner Kasten versenkt – Schlusspfiff – die Anzeigentafel steht auf 28:29 – die MT-Profis jubeln, die Füchse sind konsterniert.

Das nächste Spiel
So., 06.02.2022, 16:00 Uhr, DHB Pokal Viertelfinale:
TBV Lemgo Lippe – MT Melsungen, Phoenix Contact Arena Lemgo
(MK)

M.Kittner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte löse zur Spamvermeidung diese Rechenaufgabe (in Zahlen): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner