Überzeugenden 7:2-Sieg der Huskies gegen Königsborner JEC

Zum Auftakt der Endrunde in der Oberliga-West trafen am gestrigen Freitag die Kassel Huskies und der Königsborner JEC aufeinander. In der ersten Partie des neuen Abschnitts mussten die Nordhessen auf ihren grippekranken Kapitän Manuel Klinge verzichten. In seiner Abwesenheit übernahm Urgestein Sven Valenti die Aufgaben des Mannschaftsführers. Unterstützt wurde er dabei – wie immer – durch Stéphane Robitaille, sowie Michael Christ, der wiedergenesen mit dem „A“ auf der Brust auflaufen durfte.

3.426 Zuschauer inklusive 20 Auswärtsbummler aus Unna hatten um 19:30 Uhr den Weg in die Eissporthalle gefunden und sahen einen guten Beginn der Huskies. Der durch den Ausfall von Manuel Klinge in die erste Formation gerückte Marc Roedger hatte nach nur 45 Sekunden auch die erste Chance der Partie, doch Sebastian May parierte glänzend. Und auch in der Folgezeit sollte May zum härtesten Widersacher der Huskies avancieren. Während sich seine Vorderleute immer wieder von den wie entfesselnd spielenden Nordhessen düpieren ließen, leistete Mey tapfere Gegenwehr. In der 7. Spielminute war dann allerdings auch er geschlagen. „Archie“ Kostyrev hatte sich hinter Meys Tor die Scheibe erkämpft, den besser postierten Vorel gefunden, der mit einem sehenswerten Pass durch den Torraum den einschussbereiten Koziol anspielte, welcher nunmehr keine Probleme hatte, zur 1:0-Führung einzunetzen. Bis zu dieser Szene war von Königsborn wenig Positives zu berichten, doch was nun folgte setzte einem schlechten Start in die Partie die Krone auf. Sikoras scharfen Querpass netzte – wenn auch ungewollt – Königsborns Michal Bezouska höchstpersönlich zum 2:0 ein.

Erst gegen Mitte des ersten Drittels fand Unna besser in die Partie. Doch sowohl für Igor Alexandrovs Handgelenksschuss, als auch für Jakub Krätzers Solo war entweder in der gut stehenden Defensive, oder aber spätestens bei Martin Fous Endstation. Doch dieses kurze Aufkommen von größeren Chancen der Königsborner wussten die Huskies ihrerseits durch Tore zu beantworten. Neu-Husky Marek Vorel durfte in eigener Überzahl in der 18. Spielminute unbedrängt sein Visier einstellen und traf zielgenau durch die sich ihm bietenden Lücken in die Maschen. Kurz vor Drittelende erhöhte Petr Sikora dann sogar noch auf 4:0. Der Tscheche hatte einen feinen Pass von Valenti über die Stockhand von Mey gelupft und damit seiner Mannschaft einen komfortablen Vorsprung beschert.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels mussten die Huskies mehrere Male in Unterzahl ran. Und während die Nordhessen die Unterzahlsituationen eins und zwei noch erfolgreich überstehen konnten, war es in der 26. Minute dann passiert. Jakub Krätzer hatte aus der Halbposition abgezogen und sein Schuss fand unter Fous Schoner den Weg ins Netz. Doch mehr als der Anschlusstreffer sollte den Westfalen nicht gelingen. Quasi im Gegenzug stellten die Huskies den alten vier-Tore-Vorsprung wieder her. Im Powerplay nutzte Stéphane Robitaille den sich vor dem Torhüter positionierenden Michi Christ als Sichtschutz und drosch den Puck über die Fanghand des nichtsahnenden Sebastian Mey in die Maschen. Und als ob das noch nicht genug der Schmach gewesen wäre, erhöhte Michi Christ in der 34. Spielminute noch auf 6:1. Der Kasseler profitierte dabei von einem sehenswerten Solo seines Reihenkollegen Petr Sikora. Trotz bester Möglichkeiten für die Huskies retteten die Mannen aus Königsborn das 1:6 in die Drittelpause.

Auch im Schlussabschnitt präsentierten sich die Huskies als das in der Spielanlage reifere Team. Die Nordhessen ließen Puck aber vor allem Gegner nun vermehrt laufen und zeigten den heimischen Fans schöne Kombinationen. Gerade die neugeformte zweite Reihe und die in den letzten Spielen wenig erfolgreiche Überzahlformation der Huskies wusste zu gefallen. Petr Sikoras Treffer zum 7:1 fiel im Passgewusel der Huskies fast beiläufig. Längst hatten die Königsborner sich mit der Niederlage abgefunden. Den endgültigen Beweis dafür, dass die Huskies sich heute Abend nur selbst schlagen konnten lieferten Marek Vorel und Sven Valenti in der 58. Minute. Der Angreifer hatte nach einer Passstafette seinen eigenen Verteidiger über den Haufen gefahren und dem Königsborner Sebastian Pigache einen Sololauf auf dem Silbertablett serviert, den dieser zum 2:7 zu nutzen wusste.

Am Ende des Abends standen neben dem überzeugenden 7:2-Sieg der Huskies auch – und wohl viel wichtiger – die ersten drei Punkte der Endrunde zu Buche. Am kommenden Freitag erwarten die Huskies die Löwen Frankfurt zum Hessenderby in der Eissporthalle.