Science Fiction oder Wirklichkeit?
Wie ein begabter Potsdamer Wissenschaftler das Unsichtbare sichtbar macht
Potsdam. Wie ist unsere Welt im Inneren aufgebaut? Und wie vermittelt man Konzepte, die sich unserer Anschauung entziehen? Genau diesen Fragen ist der begabte Potsdamer Wissenschaftler David Gabriel Deventer im Bereich der Teilchenphysik nachgegangen. Während die moderne Teilchenphysik meist auf abstrakte Tabellen und mathematische Energieniveaus angewiesen ist, hat der Wissenschaftler den Schritt in eine neue Dimension gewagt. In mehr als zweijähriger Entwicklungsarbeit ist es ihm gelungen, ein subatomares Teilchenmodell zu entwickeln, das Quarks und andere Elementarteilchen erstmals als anschauliche und physisch darstellbare Objekte begreifbar machen soll.
Die Brücke zum Standardmodell der Teilchenphysik schließen
Das bis heute bekannte Bohrsche Atommodell mit Protonen, Neutronen und Elektronen ist bereits mehr als 110 Jahre alt. In der modernen Teilchenphysik, etwa bei Experimenten am CERN, werden seit Jahrzehnten noch weitaus kleinere Elementarteilchen nachgewiesen. Diese zeigen sich in der Forschung jedoch lediglich für kurze Zeit als flüchtige Energieereignisse. Eine intuitive und greifbare Vorstellung davon, wie diese Teilchen aufgebaut sind und wie sie zusammenwirken, fehlt bislang.
Hier setzt der Wissenschaftler an. „Mein Ziel ist es, dieses schwer begreifbare wissenschaftliche Thema auf eine allgemeinverständliche Ebene herunterzubrechen“, erklärt David Gabriel Deventer. Der studierte Lehrer und Naturwissenschaftler möchte mit seinem Modell nicht nur eine makroskopische Anschauung ermöglichen. Sein Ansatz soll zudem Aussagen über mögliche und unmögliche Zusammensetzungen bislang unbekannter (Anti-)Materie-Teilchen erlauben.
Vom Klassenzimmer in die Wissenschaft
Dass sein Modell auch praktisch eingesetzt werden kann, hat es bereits im Unterricht gezeigt. Im Sommer 2026 wurde es als Unterrichtsmaterial in einem Physik-Leistungskurs der Oberstufe erprobt. Ob der innere Aufbau von Atomkernen, die Erklärung des Beta-Zerfalls, die dreidimensionale Darstellung eines Bose-Einstein-Kondensats, der Aufbau von Neutronensternen oder die Visualisierung kosmischer Strahlung: Der Ansatz des Wissenschaftlers soll komplexe astrophysikalische und chemische Prozesse greifbar und leichter verständlich machen.
Mit dem subatomaren Teilchenmodell lassen sich beispielsweise Protonen und Neutronen sowie Atome wie Wasserstoff und Helium darstellen. Auch Antimaterie wie Antiwasserstoff und Antihelium, Mesonen in kosmischer Strahlung und Baryonen können mithilfe des Modells anschaulich abgebildet werden.
Auf der Suche nach einem wissenschaftlichen Dialog
Aktuell arbeitet der Wissenschaftler an einem Buchprojekt, das die Themen Chemie, Physik und Astrophysik unter dem neuen Modell vereinen soll. Bei aller Begeisterung für seine Entwicklung bleibt er wissenschaftlich zurückhaltend. Er sucht gezielt den Austausch mit der Fachwelt, um seine Erkenntnisse einer fundierten Überprüfung unterziehen zu lassen.
Aus diesem Grund wählte der Wissenschaftler den Weg an die Öffentlichkeit. Er hofft auf einen fachlichen Diskurs und darauf, sein subatomares Teilchenmodell im Austausch mit anderen Fachleuten weiterzuentwickeln und als didaktisches Material zu optimieren.
Kontakt und wissenschaftlicher Austausch
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie weitere fachlich Interessierte, die mehr über das Modell erfahren möchten oder Interesse an einem wissenschaftlichen Austausch beziehungsweise einer möglichen Zusammenarbeit haben, können ihre Anfrage an die Redaktion der Nordhessen Rundschau richten: redaktion(a)nordhessen-rundschau.de
