Sonderausstellung verlängert

Galgen, Rad und Scheiterhaufen

Einblicke in Orte des Grauens

Eine Ausstellung des Neanderthal-Museums Mettmann in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur

 

Die Sonderausstellung wird wegen großer Nachfrage bis zum 29. Juli 2012 verlängert!

 Galgen, Rad, Scheiterhaufen – drei Wörter, die unsere Vorstellungen von der Grausamkeit mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Justiz anregen. Was aber wissen wir heute tatsächlich von jenen Richtstätten? Und was wissen wir von den Prozessen, den Verurteilten oder den Vollstreckern?

Wovon heute nur noch Flur- und Straßennamen zeugen – „Im Galgenfeld“,

„Auf dem Richtsberg“ etc. -, das will die Ausstellung genauer unter die Lupe nehmen. Sie thematisiert die einstige topografische Lage von Richtstätten und gewährt mittels zahlreicher Exponate, darunter seinerzeit typische Strafutensilien (Fesseln, Schandmasken etc.) sowie Hinrichtungsbauten und -waffen (Galgen, Richtschwerter etc.), Einblicke in ein düsteres Kapitel des europäischen Rechtswesens.

Gezeigt werden außerdem archäologisch untersuchte Skelettreste, die Auskunft über die Straf- und Rechtspraxis früherer Zeiten geben und Einzelschicksale beleuchten.

Mit dabei sind auch das mutmaßliche Skelett des bekannten Räuberhauptmannes „Schinderhannes“ und seines Kompagnons, des „Schwarzen Jonas“.

 

Von den frühesten Hinweisen auf Todesstrafe und Hinrichtungsstätten – etwa am Beispiel des im Moor gefundenen „Tollund-Mannes“ (um 350 v. Chr.) –

über solche in Früher Neuzeit schlägt die Ausstellung einen chronologischen Bogen bis in die Moderne. Obwohl mit der Aufklärung das Recht, über das Leben eines Menschen zu richten, zunehmend in Frage gestellt wurde, war die Todesstrafe erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zumindest in Europa, größtenteils abgeschafft. Dass sie in vielen Ländern der Welt jedoch noch immer legal ist, greift die Ausstellung ebenfalls auf.

 

Ein regionaler Bezug zu Hessen und Kassel wird durch weitere Exponate und Kartenmaterial hergestellt. Zahlreichen Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge,

Führungen und Stadt-Spaziergänge – unter anderem zu hiesigen „Orten des Grauens“ -begleiten die Ausstellung.

 Die Begleitpublikation kostet 14,90 Euro.

Museum für Sepulkralkultur | Weinbergstraße 25-27 | 34117 Kassel

T. 0561 91893-0 | F. 0561 91893-10

info@sepulkralmuseum.de | www.sepulkralmuseum.de

 

Vom 15. Juni bis 15. September 2012 erweiterte  Öffnungszeiten

Dienstag10 -17 Uhr, Mittwoch 10.00 – 20.00 Uhr, Donnerstag 10.00 – 17.00 Uhr

Freitag und Samstag 10.00 – 20.00 Uhr, Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

 

Jeden Mittwoch findet um 18.00 Uhr eine öffentliche Führung statt. Es gelten die regulären Eintrittspreise, eine Führungsgebühr wird nicht erhoben.

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Das Begleitprogramm Mai / Juni finden Sie auch auf unserer Homepage.

Mittwoch, 30. Mai 2012 | 19.00 Uhr

Vortrag von Ingrid Pee

Die „Hexen“ von Besse – Das Gerichtsverfahren

in Gudensberg gegen die „Hirtenbarbara“ 1662/63

Im Blickpunkt des Vortrages steht der 1662/63 geführte Prozess gegen die „Hirtenbarbara“ aus Besse. Es handelt sich um einen der letzten Hexenprozesse Nordhessens, in dem Todesurteile verhängt wurden. Beleuchtet wird außerdem die historische Situation direkt nach dem Dreißigjährigen Krieg in Besse sowie die Rolle des Protestantismus. Welches Spannungsfeld von Kirche und Staat bezüglich der Hexenverfolgungen bestand, wird unter anderem ebenfalls am Beispiel des Prozesses gegen die „Hirtenbarbara“ unter die Lupe genommen.

Eintritt (inklusive Museumsbesuch): 9.00 Euro

Anmeldungen werden erbeten telefonisch unter 0561-91893-0 oder über unsere Homepage.

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Sonntag, 3. Juni 2012 | 11.00 Uhr

Frühschoppen im Museum für Sepulkralkultur

„Ach, wie steh‘ me hier bedrippelt“

Kasseläner Grab-Poeme von und mit Werner Guth

Werner Guth ist Germanist, Historiker, Heimat-, Familien- und Namenforscher sowie Autor mehrerer Sach- und Mundartbücher. Er trägt im Rahmen des Frühschoppens im Museum für Sepulkralkultur seine „Kasseläner Grab-Poeme“ in nordhessischer Mundart vor. Für den Zusammenhalt von Leib und Seele sorgen „Frühschoppen un Kännchen“ sowie nordhessische Snacks!

Eintritt (inklusive Museumsbesuch): 9,50 Euro, ermäßigt: 8,00 Euro

Anmeldungen werden erbeten telefonisch unter 0561-91893-0 oder über unsere Homepage.

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