Frisch gewappnet gegen Frühjahrsmüdigkeit

Knappschaftsexperte gibt Tipps gegen Abgeschlagenheit

Jahreszeitwechsel, Wetterumschwung, Zeitumstellung: all das dämpft bei etlichen Menschen vorübergehend das Wohlbefinden. „Bei vielen schaltet der Organismus nicht problemlos auf die helle und warme Jahreszeit um“, berichtet Dr. med. Torsten Leonhard von der Krankenkasse KNAPP-SCHAFT. Das Erwachen der Natur geht mit Abgeschlagenheit, erhöhtem Schlafbedürfnis, Schwindel, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen einher. Das Wort von der Frühjahrsmüdigkeit macht die Runde.

Auch wenn die Frühjahrsmüdigkeit keine Krankheit im klassischen Sinne ist, reagieren Betroffene oft mit erheblichen Befindlichkeitsstörungen. Umfragen zufolge fühlen sich immerhin rund 54 Prozent der Männer und bis zu 60 Prozent der Frauen müde und schlapp. „Die Umstellung auf Sommerzeit ist dann noch eine zusätzliche Belastung für den strapazierten Biorhythmus“, ergänzt Gesundheitsexperte Leonhard.

Akkus laden sich nur langsam auf

Wetter und Wohlbefinden stehen in Wechselwirkung. Der Körper gewöhnt sich nur langsam an steigende Temperaturen und die helleren, längeren Tage. Dr. Leonhard: „Viele kennen das aus dem Urlaub. Wer jetzt in den Osterferien in warme Gefilde aufbricht, braucht auch Akklimatisierungs-zeit.“

Hierzulande ist nach den Wintermonaten die Konzentration des Schafhor-mons Melatonin im Blut hoch und baut sich nur langsam ab. Wenig Licht und Sonne sowie der Aufenthalt in geheizten, klimatisierten Räumen und zumeist trockenen Wohnungen während der dunklen Jahreszeit haben die Immunkräfte geschwächt, erläutert Knappschaftsexperte Leonhard.

Viele haben in diesen Tagen mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen. Durch die veränderten Tages- und Nachtzeiten fällt zudem der Schlaf oft deutlich kürzer aus. Gerade ältere Menschen benötigen für die Umstellung mitunter bis zu zwei Monaten Zeit. „Die Akkus laden sich nur langsam wieder auf.“

Fünf Tipps von Dr. Leonhard gegen Frühjahrsmüdigkeit:

  1. Auf die Zeitumstellung und wärmere Jahreszeit kann man sich vorbe-reiten. Einige gehen vorübergehend früher zu Bett, um der inneren Uhr auf die Sprünge zu helfen. Gegen Trägheit im Büro hilft oft schon ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause.
  2. Ein fitter Körper ist weniger wetterfühlig und verkraftet den Klima-wechsel generell besser. Verschaffen Sie sich Bewegung und fri-sche Luft, etwa durch Radfahren oder Joggen.

  3. Saunabesuche und Kaltwasseranwendungen fördern die Durchblu-tung und regen den Kreislauf an. Das stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem.

  4. Achten Sie in der Übergangsphase auf ausreichend Schlaf und Flüssigkeit. Ernähren Sie sich vitaminreich.

  5. Treffen Sie sich mit Freunden und starten Freizeitunternehmungen. Das bringt neuen Schwung.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (JH)

NHR

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