Prof. Mojib Latif erhält den Kasseler Bürgerpreis Glas der Vernunft
Kassel, 28. September 2025. Heute fand im Staatstheater Kassel die feierliche Verleihung des Kasseler Bürgerpreises Glas der Vernunft statt. In diesem Jahr wurde der international bekannte Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif ausgezeichnet.
Kassels Oberbürgermeister Dr. Sven Schöller hielt in der Veranstaltung ein Grußwort, in dem er die Bedeutung wissenschaftlicher Klarheit und verantwortungsvoller Orientierung betonte. In seiner Rede verband er Geistreiches mit Ironie und Pointiertem, um zu verdeutlichen, wie wichtig eine sachliche Debatte für die Zukunft unserer Stadt und Gesellschaft ist.
Der Preis wird seit 1991 jährlich vergeben und erinnert an die friedliche Überwindung politischer und ideologischer Grenzen im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung. Gestiftet wurde er von Bürgerinnen und Bürgern der Region; Träger ist die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises Glas der Vernunft. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert, begleitet von einer symbolträchtigen Skulptur des Kasseler Künstlers Karl Oskar Blase.
Mit Prof. Latif wird ein Wissenschaftler geehrt, der sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement für Klimaschutz einsetzt und komplexe Zusammenhänge zwischen Ozeanen und Atmosphäre in verständlicher Sprache vermittelt. In der Laudatio würdigte sein ehemaliger Praktikant Prof. Thomas Jung dessen herausragende wissenschaftliche Arbeit und zugleich seine Fähigkeit, Forschungsergebnisse allgemeinverständlich zu vermitteln. Er hob hervor, dass Naturgesetze nicht verhandelbar seien.
Wir hatten heute die Möglichkeit, den Mitbegründer des Preises, Hans-Jörg Melchior, zu interviewen. Er berichtete, dass ihm von Anfang an klar war, dass ein solcher Bürgerpreis nicht von Institutionen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft getragen werden sollte. Melchior sieht in der Auszeichnung ein dauerhaftes Zeichen für Werte wie Vernunft, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein – und er betonte, dass diese Werte heute dringender nötig seien denn je.
Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß bei unserem Videobeitrag.
© NHR