Vortrag zu Künstlicher Intelligenz im Alltag beim „Donnerstag für Neugierige“ im Future Space

Vortrag zu Künstlicher Intelligenz im Alltag beim „Donnerstag für Neugierige“ im Future Space

Olga Koch vom KI Hub Kassel informierte im Future Space über Anwendungsbereiche, Risiken und Regeln für den Umgang mit KI.

Im Future Space in Kassel fand am Donnerstag, 8. Oktober, im Rahmen der Reihe „Donnerstag für Neugierige“ ein Vortrag zum Thema „KI im Alltag“ statt. Der Titel lautete „Künstliche Intelligenz: Helfer, Hype oder heimlicher Mitbewohner?“. Behandelt wurde, wie KI den Alltag bereits verändert und welche Grundkenntnisse dazu sinnvoll sind.

Referentin war Olga Koch, Initiatorin und Gründerin des KI Hub Kassel. Sie ist Geschäftsführerin der EduScoutOne GmbH, Hochschuldozentin, stellvertretende Institutsleiterin und stellvertretende Vorsitzende der SGAEE. Ihre Arbeit verbindet Hochschullehre, Bildungsmanagement und Projektarbeit rund um KI.

Einstieg und Alltagsbeispiele

Zu Beginn fragte Koch das Publikum im Future Space per Handzeichen, wer bereits Familienangehörigen erklären musste, was ChatGPT ist. Anschließend nannte sie Beispiele, in denen KI bereits im Alltag zum Einsatz kommt: Die Handykamera erkennt Gesichter, die Navigation sagt Staus voraus, Spamfilter sortieren Betrugsmails aus, und Streamingdienste schlagen Filme vor.

In einer zweiten Runde tauschten sich die Teilnehmenden zwei Minuten lang mit ihren Sitznachbarn aus. Leitfragen waren, wo KI bereits geholfen hat und wo sie als störend empfunden wurde.

Eingaben formulieren

Im praktischen Teil ging es um die Formulierung von Eingaben. Am Beispiel der Anfrage „Schreib mir was zum Geburtstag“ wurde gemeinsam mit dem Publikum gezeigt, wie sich eine ungenaue Anfrage präzisieren lässt. Je genauer die Anfrage, desto brauchbarer sind in der Regel die Ergebnisse.

Drei Regeln für die Nutzung

Für den Umgang mit KI nannte Koch drei Regeln:

  • Keine sensiblen Daten eingeben, etwa Passwörter, Konto- oder Gesundheitsdaten.
  • Fakten prüfen und wichtige Informationen mit einer zweiten Quelle abgleichen.
  • Ergebnisse als Entwurf verstehen, sie lesen, bei Bedarf ändern und selbst entscheiden.

Bei der Runde „Mythos oder Fakt?“ ordnete das Publikum Aussagen ein. Dass KI versteht, was sie sagt, wurde als Mythos eingestuft. Als Fakt galten die Aussagen, dass sich KI sehr überzeugend irren kann und dass Eingaben gespeichert werden können.

Risiken und Gegenmaßnahmen

Abschließend fasste Koch vier Risikobereiche zusammen. Erfundene Fakten lassen sich durch eine zweite Quelle prüfen. Bei Betrugsanrufen und Deepfakes wird empfohlen, aufzulegen und selbst zurückzurufen. Beim Datenschutz sollten keine sensiblen Daten eingegeben werden. Bei Vorurteilen in den Ergebnissen und der Gefahr der Abhängigkeit gilt es, kritisch zu bleiben und die Bewertung selbst vorzunehmen.

Zum KI Hub Kassel

Der KI Hub Kassel ist eine Community für praktische KI in der Region. Er bietet Workshops, Build Sessions und ein Netzwerk für Anwenderinnen und Anwender sowie Schulungen und Softwareentwicklung für Unternehmen. Das Team besteht aus Personen aus Wissenschaft, Bildung und Praxis. Informationen finden sich unter kikassel.com

NHR

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