125 Jahre KVG – Moderne Mobilität für Kassel

125 Jahre KVG – Moderne Mobilität für Kassel
Bildunterschrift zum Foto (Foto: KVG AG / Andreas Fischer): „125 Jahre – 125 Köpfe und Geschichten“: Unter diesem Motto steht das Jubiläumsjahr der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG). 1897 wurde die Große Casseler Straßenbahngesellschaft, die „Urmutter“ der späteren KVG, gegründet mit dem Ziel, den seit 1877 in Kassel bestehenden Nahverkehr zu elektrifizieren. Die Jubiläumsbahn schickten Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sowie die KVG-Vorstände Dr. Michael Maxelon und Dr. Olaf Hornfeck (2., 3.,4. v. li) heute gemeinsam mit Gästen auf die Reise.

Motto des Jubiläums: „125 Jahre – 125 Köpfe und Geschichten“

 Kassel, 26. April 2022. Ab heute fährt die „Jubiläumstram“ durch das Schienennetz in Kassel und Umgebung. Damit beginnt das Festjahr zum 125. Geburtstag der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG). Oberbürgermeister Geselle und die KVG-Vorstände Dr. Maxelon und Dr. Hornfeck schickten heute gemeinsam mit Gästen und Medienvertretern in der Wendeschleife Druseltal die Straßenbahn auf ihre Reise durch das Jubiläumsjahr.

 In seiner Ansprache wies Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel und KVG-Aufsichtsratsvorsitzender, auf die Bedeutung der KVG hin: „Ihre Busse und Bahnen prägen seit 125 Jahren das Stadtbild Kassels und der Region.“ Die KVG könne auf eine stolze Geschichte zurückblicken, denn sie halte die Menschen im Großraum Kassel seit dem Jahr 1897 mobil.

Bildunterschrift zum Foto (Foto: KVG AG / Andreas Fischer):
„125 Jahre – 125 Köpfe und Geschichten“: Unter diesem Motto steht das Jubiläumsjahr der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG). 1897 wurde die Große Casseler Straßenbahngesellschaft, die „Urmutter“ der späteren KVG, gegründet mit dem Ziel, den seit 1877 in Kassel bestehenden Nahverkehr zu elektrifizieren. Die Jubiläumsbahn schickten Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sowie die KVG-Vorstände Dr. Michael Maxelon und Dr. Olaf Hornfeck (2., 3.,4. v. li) heute gemeinsam mit Gästen auf die Reise.

„Die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs ist seitdem weiter gewachsen und ist heute eine tragende Säule für das Gelingen der Verkehrswende“, betonte Geselle. „Die Menschen werden durch die moderne KVG-Flotte sicher und verlässlich zum Arbeitsplatz, in die Bildungsreinrichtungen, zum Einkaufen und zu ihren Freizeitaktivitäten befördert. Dafür danke ich den vielen Generationen an Mitarbeitenden unseres kommunalen Verkehrsunternehmens, die dies ermöglicht haben und weiter ermöglichen werden.“

Heute sorgen mehr als 800 Beschäftigte, darunter fast 400 im Fahrdienst, dafür, dass täglich weit über 120.000 Fahrgäste auf den 24 Straßenbahn- und Buslinien der KVG an ihr Ziel gelangen. Durch ihre Beteiligung an der RegioTram Gesellschaft mbH (RTG) ist die KVG darüber hinaus für den Betrieb auf den drei RegioTram-Linien in der nordhessischen Region und der Stadt Kassel zuständig, in ihrem Betriebshof Sandershäuser Straße gewährleistet sie die Einsatzbereitschaft der 28 RegioTram-Züge.

„125 Jahre KVG steht für eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Mobilitätsangebotes. Für mich ist die KVG daher nicht 125 Jahre alt, sondern 125 Jahre jung“, ergänzte KVG-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Maxelon. „Angefangen mit der Einführung der Straßenbahn, zunächst per Dampf- und Pferdeantrieb, aber bereits im Jahr 1898 elektrisch, über die Integration der RegioTram bis hin zum neuen app-basierten On-Demand-Verkehr, baut die KVG ihr Angebot stetig aus, für unsere Fahrgäste, für Kassel und für unsere KVG.“

Den Ball griff Maxelons Vorstandskollege Dr. Olaf Hornfeck auf: „Mit unseren Mobilitätsangeboten gehören wir zu den Menschen in Kassel und der Region. Wir sind Teil ihres Lebens. Unsere Busse und Bahnen bringen Kinder und Jugendliche zu Kindergärten und Schulen, Berufstätige zu ihrem Arbeitsplatz, Kunden zu Geschäften, Ausflügler zu ihren Freizeitzielen. Als moderner Mobilitätsdienstleister arbeiten wir daran die Wünsche und Bedarfe unserer Nutzer heute und in Zukunft optimal zu bedienen.“

Bei aller faszinierenden Technik, den Streckenausbauten und Erweiterungen der Fahrzeugflotte: Die KVG ist Lebensqualität. Sie schafft Verbindung zwischen Menschen, sorgt für Handel, Wandel und Beweglichkeit. Vor diesem Hintergrund stellt die KVG ihr Jubiläumsjahr auch unter das Motto: „125 Jahre – 125 Köpfe und Geschichten.“

„Lebendige Geschichte erzählt sich am besten über persönliche Erlebnisse“, erläuterte Maxelon. „Ob sehr außergewöhnliche Fundsachen, die persönliche Berufung oder die Liebe des Lebens, bei einer Fahrt mit Bus oder Bahn kann man vieles finden.“ Auf der eigens konzipierten Website unter: www.kvg.de, die ab heute freigeschaltet wird, sind solche Geschichten veröffentlicht, auch gibt es hier ein Gewinnspiel mit Preisen aus Kassel und der Region.

Die Historie des Kasseler Nahverkehrs und der KVG bis zur Gegenwart greift eine Wanderausstellung auf, deren erster Teil ab Mitte Mai im Kundenzentrum der KVG in der Mauerstraße zu sehen sein wird. Über die genauen Termine und Orte, wo die verschiedenen Themenblöcke ausgestellt werden, informiert die KVG frühzeitig. Auch ist im Herbst ein Tag der offenen Tür geplant, zu dem Kasseler und Kasseläner herzlich eingeladen sind.

An dem Pressetermin in der Wendeschleife Druseltal nahmen neben weiteren Gästen auch Ulrich Fröhberg, Autor des Buches „Die Kasseler Straßenbahn“, der 17-jährige KVG-Fan Darian Bach, die beiden KVG-Fahrerinnen Melanie Loetzerich und Eileen Prieg sowie NVV-Geschäftsführer Steffen Müller teil.

 

Kurzer historische Abriss der KVG:

In Kassel war die „Wiege“ des deutschen Nahverkehrs. Hier fuhr schon 1877 die erste deutsche dampfbetriebene Straßenbahn und verkehrte zwischen Königsplatz und Wilhelmshöhe, der heutigen Straßenbahnlinie 1. Kassel war damit auch europaweit ganz vorn: Nur Paris und Kopenhagen konnten damals mit einem solch revolutionär neuen Verkehrsmittel aufwarten!

Die Kasseler Bürger waren begeistert und es galt, was heute gilt: Nachfrage schafft Angebot. Das Liniennetz sollte erweitert, die Verkehrsmittel moderner, schneller werden. So wurde 1897 die „Urmutter“ der späteren KVG gegründet: Die „Große Casseler Straßenbahn Actiengesellschaft“. Sie entstand mit dem Ziel, den Nahverkehr zu elektrifizieren, was in rekordverdächtigen anderthalb Jahren gelang.

Auch in den folgenden Jahrzehnten schrieben die KVG und damit Kassel mehrfach Nahverkehrsgeschichte. Zu nennen sind hier insbesondere aus der jüngeren Geschichte:

 

  • Das Niederflurprinzip im ÖPNV mit „tiefergelegten“ Straßenbahnen und dem Kasseler Sonderbord für Haltestellen bereits zu Beginn der 1990-er Jahre
  • Die Verknüpfung von Straßenbahn und Eisenbahn auf einer Schiene, die in Nordhessen mit der Kooperation von KVG AG und HLB GmbH und schließlich der Eröffnung der Strecke nach Baunatal schon Mitte der 1990-er Jahre begann, im Lossetal fortgesetzt und mit dem RegioTram-System vollendet wurde
  • Der Betrieb von Bahnen mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen ab 2007
  • Die Klimaneutralstellung des gesamten Bus- und damit des kompletten Linienverkehres einschließlich Subunternehmer im Jahr 2010
  • Der Betrieb der Schienenfahrzeuge mit regional erzeugtem sauberem Strom aus Windkraft seit 2019.

 

Jetzt bereitet die KVG die größte Fahrzeugbeschaffung ihrer Geschichte vor: Bis zu 40 neue Straßenbahnen im Wert von rund 130 Mio. Euro sollen gekauft werden. Ihre Busflotte steht vor dem Techniksprung: Zunächst zwölf vollelektrische Busse sollen im kommenden Jahr in den Dienst gestellt werden. Und auch ihr Angebot erweitert sich: Mit einem On Demand-Verkehr mit E-Kleinbussen diversifiziert die KVG ihr klassisches ÖPNV-Portfolio hin zu individuelleren Mobilitätslösungen.

PM: KVG

 

 

 

NHR

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