Queer-feministische Kunst- und Diskursreihe

Queer-feministische Kunst- und Diskursreihe
Butler, butch, beyonce - Eleonora Herder (c) privat.jpg

Thema: Elternschaft

Mit: Eleonora Herder (Frankfurter Theaterkollektiv andpartnersincrime)

Moderation: Laura N. Junghanns, Künstlerische Leitung: Dirk Baumann

Donnerstag, 19. Januar, 19.30 Uhr, TiF-Foyer

 

In der queer-feministischen Reihe „Butler, Butch, Beyoncé“ am Staatstheater Kassel geht es am Donnerstag, 19. Januar, um das Thema Elternschaft. Welche Formen von Elternschaft gibt es, kann oder sollte es geben? Welche Rollenbilder, welche Erwartungen verknüpfen sich vor allem mit dem Begriff der Mutter? Im Gespräch mit der Regisseurin, Autorin und Kuratorin Eleonora Herder vom Frankfurter Theaterkollektiv andpartnersincrime lädt die Kunst- und Diskursreihe diesmal dazu ein, Rollenbilder zu befragen und anhand Theater und Bildender Kunst zu untersuchen, welchen kritischen Blick Künstler:innen auf Mütter, Väter und Eltern werfen. Wie steht es um die Bedingungen gerade von und für Mütter im Kunstbetrieb? Und welche Vision können wir entwerfen?

Eleonora L. Herder, die in dieser am Staatstheater Kassel auch die theatrale Recherche „Leere Stadt“ inszenieren wird (Premiere am 19. Mai) arbeitet als Regisseurin, Autorin und Kuratorin in Deutschland und Spanien. Seit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2021 forscht Herder institutionskritisch zum Verhältnis von Sorgearbeit und Kunst. Teil dieser Forschungsreihe waren bisher die Publikation “Art as Labour. Über Kunst, Mutterschaft und Institutionskritik” und das performative Symposium “Akademie der radikal Sorgetragenden”, in denen sie sich u.a. mit dem Spannungsfeld von Müttern und Eltern in der Kunst auseinandersetzte.

In ihren Arbeiten dokumentiert und analysiert Herder das Wissen von Bewegungen und urbanen Kämpfen, um es durch die Performance zu multiplizieren. Auf Basis von Recherchen, intensiver Feldforschung und qualitativen Interviews entstehen multimediale Bühnenstücke, Audio- und Videowalks und Installationen. Viele Arbeiten verlassen bewusst den Bühnenraum und erkunden auf ortsspezifische Weise das Spannungsfeld, das performative Setzungen in kunstfernen Räumen erzeugen.

Unter ihrem Label andpartnersincrime wurden zuletzt Arbeiten am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Main („Auto-nomie“, „Nach dem Ende der Versammlung“, 2020), bei ZeitRaumExit Mannheim („Art as Labor“,2021) und dem LOFFT-DAS THEATER Leipzig („Alles zieht vorbei“, 2022) realisiert. 2022 war „Das Parlament“ eine der von der Jury ausgewählten Produktionen beim bundesweiten Festival Politik im Freien Theater. 
Von 2018 bis 2020 war Herder Kuratorin des Performancfestivals Implantieren. 2020 gründete sie gemeinsam mit mehreren lokalen Initiativen die ada_kantine, ein Restaurant für wohnungslose Menschen. Gemeinsam mit den Nutzer:innen dieser Kantine wurden seitdem mehrere künstlerische Projekte erarbeitet. 

Moderiert wird der Abend von Laura N. Junghanns, die künstlerische Leitung hat Dramaturg Dirk Baumann. Beginn ist um 19.30 Uhr im TiF-Foyer, Karten für 3 Euro gibt’s an der Theaterkasse und online unter www.staatstheater-kassel.de

PM: Juliane Clobes 

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