Tornados im Bereich des Möglichen, Entwicklung aber sehr unsicher

München, 04.06.2019 – Nach einem turbulenten Montag mit kräftigen Gewittern, die vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands Chaos auf den Straßen und lokale Überschwemmungen verursacht haben, entspannt sich die Lage heute etwas. Doch schon in der Nacht auf Mittwoch rollen neue Unwetter an. Auch die Entwicklung von Tornados ist im Bereich des Möglichen. Gleichzeitig bleibt es verbreitet heiß mit bis zu 36 Grad morgen. Damit ist die Waldbrandgefahr in der Osthälfte weiterhin groß.  

© NHR 2019

Unwetter im Westen, …

„Bis Donnerstag bleibt das Wetter unbeständig und vielerorts nicht ganz ungefährlich“, sagt Hartmut Mühlbauer, Meteorologe bei wetter.com. „Bereits heute Nacht erwischt es erneut den Westen und Nordwesten. Schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen werden vor allem in der Eifel, im Ruhrgebiet und rund um Bremen für eine unruhige Nacht sorgen. Auch im weiteren Verlauf des Mittwochs ist die Lage brenzlig und könnte in der Nacht auf Donnerstag ihren Höhepunkt erreichen. Dass sogar einzelne Tornados auftreten, ist nicht ganz auszuschließen. Denn kommt es neben dem Aufeinandertreffen von schwüler und kalter Luft auch zu unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen am Boden und in der Höhe, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Tornados. Solche Windscherungen können bei diesen aktuellen Schwergewittern entstehen. Allerdings ist die Entwicklung noch sehr unsicher. Tornados entstehen sehr kurzfristig und lassen sich deshalb nur schwer vorhersagen.“

Am Mittwochnachmittag zieht von Westen eine neue Gewitterfront auf, die sich in der Nacht auf Donnerstag rasch in die Mitte Deutschlands ausbreitet und immenses Unwetterpotenzial birgt. Am Donnerstag verlagert sich alles in Richtung Ostdeutschland und in den Südosten Bayerns. Dann geht den Gewittern vorübergehend die Puste aus und die Unwettergefahr ist damit vorerst gebannt.

… andauernde Waldbrandgefahr im Osten.

„Morgen werden wir Höchstwerte von rund 36 Grad erreichen. Das Waldbrandrisiko für den ohnehin schon durch Hitze und Trockenheit gebeutelten Osten bleibt dadurch weiterhin hoch. Dass die Gewitterfront samt kräftiger Schauer am Donnerstag auch über die Osthälfte zieht, könnte die Lage etwas entspannen“, so Mühlbauer. 

Im weiteren Verlauf der Woche kühlt es landesweit ab und das Pfingstwochenende bringt eine kurze Verschnaufpause in Sachen Hitze und Unwetter. Nächste Woche kommt der Hochsommer aber wieder zurück.

Weitere Infos gibt es in der 3-Tage-Vorhersage.

PM: wetter.com  (HJ)

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