100 Kunstwerke: Charlotte Salomon (156)

Die Ausstellung befindet sich im Museum Friedericianum, der Besucher betritt einen fast dunklen Raum, einen Raum der den Besucher durch seine ernste und nachdenkliche Atmosphäre gefangen nimmt. Die gemalten Objekte, Bilder und Zeichnungen sind in lange Tische und Wandplatten integriert und werden von hinten beleuchtet. Diese indirekte Beleuchtung verstärkt die Wirkung der Arbeitender Künstlerin und taucht den Raum in ein diffuses Licht.

Die deutsch -jüdische Künstlerin und gebürtige Berlinerin Charlotte Salomon wurde 1943 im Alter von 26 Jahren in Ausschwitz ermordet, sie war im fünften Monat schwanger. 1939 war sie an die Französische Riviera geflohen, wo sie bei ihrer Großeltern lebte. Als ihre Großmutter versuchte, sich das Leben zu nehmen, erfuhr Salomon von der Geschichte mehrerer Selbstmorde unter den Frauen der Familie, auch ihre Mutter hatte sich selbst getötet.

Um nicht von diesen traumatischen Wissen überwältigt zu werden, entschied sich die Künstlerin zu einem exzentrischen Unterfangen: in den Jahren 1941 und 1942 schuf sie 1.325 Gouachen wobei sie nur mit Primärfarben arbeitete, 769 von ihnen wählte sie aus und fügte sie zu einem Werk zusammen.

© 2012 NHR Text: I.Jacob Fotograf: KH.Jacob

GEO: 51.313658,9.497519

 

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