Märchen, Musik und Kinderlachen: Fröhliches Familienfest rund um die Matthäuskirche in Niederzwehren
Kassel Niederzwehren. Märchen erzählen von Fantasie, Gemeinschaft und davon, die Welt für einen Moment mit anderen Augen zu betrachten. Genau diese besondere Atmosphäre war am Sonntag rund um die Matthäuskirche in Niederzwehren zu spüren. Im Rahmen der 15. Niederzwehrener Märchentage verwandelte sich das Gelände an der Kirche in einen lebendigen Treffpunkt für Kinder, Eltern und Besucher aus dem Stadtteil.
Schon beim Betreten des Geländes fiel das farbenfrohe Zirkuszelt ins Auge. Rundherum gab es zahlreiche Spiel und Mitmachangebote für Kinder. Es wurde ausprobiert, gelacht, gestaltet und miteinander gespielt. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Bei Bratwurst und Getränken konnten die Besucher zusammensitzen, miteinander ins Gespräch kommen und das Familienfest genießen.
Die Nordhessen Rundschau war vor Ort und sprach mit Pfarrer Dietrich Hering von der Evangelischen Kirchengemeinde Niederzwehren sowie mit Barbara König, die sich seit vielen Jahren für die Kirchengemeinde und die Niederzwehrener Märchentage engagiert. Beide berichten im Videobeitrag über die Märchentage, die Bedeutung des Festes für Niederzwehren und über das große Engagement der zahlreichen Beteiligten.
Einer der besonders schönen Momente unseres Besuchs erwartete uns am Stand des AWO Horts Märchenviertel. Dort zeigte uns die neunjährige Emma gemeinsam mit einem Erzieher des Horts, wie Siebdruck funktioniert. Emma beließ es dabei nicht bei einer theoretischen Erklärung, sondern führte vor der Kamera anschaulich vor, wie mit Sieb, Motiv und Farbe ein Druck entsteht. Mit großer Freude erklärte sie die einzelnen Arbeitsschritte und führte den Druck selbst durch.
Gerade solche Begegnungen machten das Familienfest besonders. Kinder waren hier nicht einfach nur Besucher, sondern konnten selbst gestalten, ausprobieren und anderen zeigen, was sie gelernt hatten.
Für reichlich musikalische Stimmung sorgte außerdem Herr Müller mit seiner Gitarre. Mit Musik, Humor und viel Nähe zum jungen Publikum trug er wesentlich zu der fröhlichen Atmosphäre auf dem Gelände bei. Kinder und Erwachsene hörten zu, machten mit und genossen einen Nachmittag, an dem Begegnung und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt standen.
Auch die Matthäuskirche selbst wurde an diesem Tag zur Bühne. Bereits am Mittag begann dort der Gottesdienst zum Märchenmusical „König der Löwen“. Die Geschichte um Simba, Freundschaft, Verlust, Liebe und das Erwachsenwerden wurde mit Musik verbunden und bildete einen besonderen Auftakt für den Familientag. Das Musical der Kinder und der Gottesdienst ergänzten das Familienfest auf ganz eigene Weise und sorgten dafür, dass sich Musik, Märchen, Kirche und gemeinsames Erleben an diesem Tag miteinander verbanden.
Die Niederzwehrener Märchentage finden in diesem Jahr vom 18. bis zum 27. September 2026 statt und werden von zahlreichen Vereinen, Schulen, Kindertagesstätten, Kirchengemeinden sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen mitgetragen. Die Veranstaltungsreihe erinnert zugleich an die besondere Märchentradition Niederzwehrens und an Dorothea Viehmann, die den Brüdern Grimm zahlreiche Geschichten überlieferte.
Und nach diesem fröhlichen Sonntag ist noch lange nicht Schluss. Bis zum 27. September wartet in Niederzwehren noch ein abwechslungsreiches Programm mit Lesungen, Erzählveranstaltungen, musikalischen Abenden, Angeboten für Senioren, einem Märchenmalwettbewerb, Poetry Slam, Schnitzeljagd und weiteren Veranstaltungen auf die Besucher. Den Abschluss der diesjährigen Märchentage bildet ein musikalischer Abend in der Matthäuskirche.
Die 15. Niederzwehrener Märchentage zeigen damit einmal mehr, dass Märchen keineswegs nur Geschichten aus vergangenen Zeiten sind. Sie können Menschen zusammenbringen, Kinder neugierig machen und einen ganzen Stadtteil für einige Tage in einen Ort voller Musik, Fantasie und Begegnungen verwandeln.
Und vielleicht war genau das am Sonntag rund um die Matthäuskirche am deutlichsten zu erleben: viele Menschen, viele Ideen und vor allem jede Menge fröhliche Kinder.
Leider hatten wir bei den Aufnahmen vor Ort technische Tonprobleme. Wir bitten daher, die stellenweise nicht optimale Tonqualität zu entschuldigen. Trotzdem möchten wir Ihnen diesen Beitrag keinesfalls vorenthalten. Besonders die Kinder hatten so viel Freude an den Aufnahmen und an ihren Aktionen, dass wir diese schönen und authentischen Momente unbedingt mit Ihnen teilen möchten.
© NHR