Grüne Vielfalt und herbstliche Begegnungen im Botanischen Garten

Grüne Vielfalt und herbstliche Begegnungen im Botanischen Garten
© NHR

Am 4. Oktober wurde der Botanische Garten am Park Schönfeld zum Treffpunkt für Pflanzenfreunde, Familien und Liebhaber besonderer Gartenkultur. Die Herbstpflanzenbörse lockte bei schönem Wetter zahlreiche Besucher in die historische Gartenanlage. Zwischen vielfältigen Pflanzen, alten Tomatensorten, Kunsthandwerk und fachlichem Austausch entstand eine entspannte und zugleich lebendige Atmosphäre.

Das Umwelt und Gartenamt der Stadt Kassel hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Mehr als 40 Aussteller präsentierten ein vielseitiges Angebot. Regionale Gärtnereien, Baumschulen, Vereine und private Pflanzenfreunde brachten dabei nicht nur bekannte Gartenpflanzen mit, sondern auch seltenere und traditionelle Sorten, die vielerorts kaum noch zu finden sind.

Ein Marktplatz zum Tauschen, Weitergeben und Entdecken

Besonders positiv fiel der Marktplatz der Pflanzenbörse auf, der von der Stadt Kassel organisiert wurde. Hier konnten Besucher Pflanzen abgeben, für die im eigenen Garten oder Zuhause kein Platz mehr war. Andere Pflanzenfreunde fanden dort wiederum neue grüne Schätze und konnten diese gegen eine Spende für den Botanischen Garten mitnehmen.

Gerade diese unkomplizierte Form des Weitergebens machte den besonderen Reiz des Marktplatzes aus. Pflanzen erhielten ein neues Zuhause, während sich rund um die Tische Gespräche über Sorten, Pflege und Gartenerfahrungen entwickelten. Nachhaltigkeit wurde hier nicht theoretisch vermittelt, sondern ganz selbstverständlich gelebt.

Auch alte und ungewöhnliche Pflanzensorten gehörten zu den Entdeckungen des Tages. Besonders die Vielfalt alter Tomatensorten zeigte, wie groß das Spektrum jenseits des üblichen Angebots sein kann. Für viele Besucher bot die Pflanzenbörse damit die Gelegenheit, nicht nur etwas für den eigenen Garten mitzunehmen, sondern auch neues Wissen und Inspiration.

Gartenkultur trifft Kunsthandwerk

Neben Pflanzen und Saatgut bereicherten kunsthandwerkliche Angebote das Bild der Veranstaltung. Liebevoll gefertigte Arbeiten und regionale Produkte ergänzten die botanische Vielfalt und machten den Rundgang zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.

Auch der benachbarte Werkhof am Park Schönfeld öffnete im Rahmen seines Herbstmarktes seine Türen. Dort konnten Besucher handgefertigte Produkte entdecken und zugleich einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung gewinnen.

Bei sonnigem Herbstwetter zeigte sich der Botanische Garten von seiner besonders einladenden Seite. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, zwischen den Ständen zu verweilen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die besondere Atmosphäre rund um die historischen Anlagen zu genießen.

So verband die Herbstpflanzenbörse am 4. Oktober Gartenkultur, Nachhaltigkeit, Kunsthandwerk und Begegnung auf angenehme Weise. Vor allem der Marktplatz machte deutlich, wie einfach ein nachhaltiger Umgang mit Pflanzen sein kann: Was an einem Ort keinen Platz mehr findet, kann an anderer Stelle weiterwachsen und einem neuen Besitzer Freude bereiten.

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Yasmin Schwarze

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