Durch Resonanz entsteht ein anderer Raum

Anne Gathmann Portraet Foto Elva Olafsdottir

In der Elisabethkirche Kassel zeigt die Künstlerin Anne Gathmann vom 25. Mai bis 23. September ihre Installation „Statik der Resonanz“, die sie exklusiv für den Kirchenraum am Friedrichsplatz entworfen hat. Das Band aus mehr als viertausend Aluminiumelementen durchmisst in Form einer Kurve das ganze Kirchenschiff.

Ein Fest voll Kunst, Klang und Resonanz: Vernissage am 25. Mai

Am 25. Juni um 15 Uhr wird die Ausstellung durch den Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen eröffnet. Dr. Hanne Loreck, Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft/Gender Studies an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, stimmt auf das Werk von Anne Gathmann ein. Musikalisch wird die Vernissage von Emmanuel Le Divellec an der Bosch-Bornefeld-Orgel gestaltet. Mit einer Aufführung von „Schleusen (sonor)“, einer Komposition für sechs Signalgeneratoren von Ursula Bogner, unter Leitung von Jan Jelinek und Tim Tetzner (Berlin) erweist sich Resonanz auch als hörbare Spurensuche. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Bei Wein und Gebäck zum Abschluss dürfte es ein Leichtes sein, in gute Gespräche zu geraten.

Eine Einladung

Die Installation „Statik der Resonanz“ ist eine Einladung, den äußeren Raum zu verinnerlichen und damit einen neuen inneren Ort zu erkunden. Aus tausenden Elementen, „die sich in ihren Kräften und in der Gravitationskraft einfinden“, entsteht die Kurve. Durch sie „entwickelt und öffnet der Raum sich nach oben, wodurch der physikalische Raum sich in einen geistigen verwandelt.“ schreibt der Baseler Kunstkritiker Aurel Schmidt zur Installation in der Elisabethkirche.

Resonanz

Bild Installation Querformat Statik-der Resonanz Presse Foto: Stephanie-Kloss

Für die Künstlerin ist der Luftraum oberhalb Gemeinde ein großer, offener, unbesetzter Raum. Gerade in seiner Leere habe er eine wichtige Funktion: Er kann Resonanzraum sein für Stimmen, für Klang aber auch für Stille, „für alles, was dort bewegt, gehalten und geteilt wird“, sagt Anne Gathmann. Die Kurve im Raum der Elisabethkirche greift das Motiv der Faltung auf, welches die Architektur der Kirche prägt. Die Falte und die Resonanz haben für die Künstlerin gemeinsam, dass sie etwas bergen und aktivieren können. Die Kurve im Raum der Elisabethkirche greift diese Motive auf und verweist auf das Nichtsichtbare und Außersprachliche.

Täglich geöffnet, regelmäßige und individuelle Führungen

Bis zum 23. September wird die Elisabethkirche dann täglich für Besichtigungen geöffnet sein, sonntags von 12 bis 20 Uhr, die anderen Tage von 11 bis 20 Uhr. Öffentliche Führungen finden donnerstags (19:30 Uhr), samstags (17:00 Uhr) und sonntags (15:30 Uhr) statt. Individuelle Führungen können über Telefon 0561 7004 170 gebucht werden.

Fast jeden Sonntag Vortrag mit Publikumsgespräch

Wie reagiert der Kirchenraum auf die Installation „Statik der Resonanz“? Zu was bewegt die geschwungene Linie die Betrachterinnen und Betrachter? Das sind nur einige der Fragen, die Stoff für die sonntäglichen Vorträge bieten. Neben documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff (06.08.) kommen namhafte Theologen und Kunstdenker zu Wort: Bazon Brock, Thomas Sternberg, Reinhard Hoeps, Dieter Mersch, Rayan Abdullah und viele andere. Das Vortragsprogramm startet am 28. Mai mit einem Gespräch zwischen der Künstlerin Anne Gathmann und Christoph Baumanns, Projektleiter der Ausstellung

„Auf eine halbe Stunde Musik“

Zur Ruhe kommen – dem ist die halbe Stunde Musik gewidmet, die jeweils donnerstags ab 19 Uhr live in der Elisabethkirche erklingt. Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel bringen Stücke zur Aufführung, von denen einige speziell für den Kirchraum mit der Installation „Statik der Resonanz“ ausgewählt werden.

Quelle: Bistum Fulda│Nordhessen/Kassel im Auftrag der Bischöflichen Pressestelle Fulda (JH)

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