Das Potenzial von E-Health fördern

© NHR

Die Digitalisierung der Wirtschaft, des Schulsystems und auch der Gesundheitsbranche ist seit Jahren in aller Munde. Nicht nur Lobbyisten beschäftigen sich täglich mit diesem Thema, sondern auch Fachräte sowie die Bundesregierung. In der Medizinbranche geht die Digitalisierung sowie das Konzept von eHealth nur schleppend voran. Immer wieder kommt die Frage nach der Haftbarkeit auf, wenn Künstliche Intelligenzen am Werk sind. Zudem galt bis vor wenigen Monaten noch ein strenges Abraten von Video-Sprechstunden für behandelnde Ärzte. Doch mit einem Atemzug hat sich alles verändert. Von heute auf Morgen musste sich Deutschland an die neuen Methoden der Digitalisierung anpassen. Denn das Corona-virus stellte alle bisher bekannten Abläufe infrage.

Corona Pandemie als Antriebsrad

Die Corona-Pandemie hat zahlreiche schlimme Folgen mit sich gebracht. Doch die Pandemie hat auch eine gute Seite. Und zwar treibt sie die Digitalisierung sowie den Fortschritt von eHealth voran. In noch nie dagewesenem Tempo müssen sich Mediziner aller Fachgebiete nun umstellen. Das Nutzen von Telemedizin ist nun nicht mehr nur eine mögliche Option. Vielmehr fordert die Patienten mit Nachdruck nach der Umsetzung von Videosprechstunden sowie Gesundheits-Apps. Besonders viel Zuspruch erfährt die Krankschreibung ohne Vorstellung beim Arzt. Laut der Studie des Digitalverbands Bitkom sprechen sich mehr als 60 Prozent aller Befragten für Krankmeldungen per Videochat, App oder auch per Messenger aus. Dieser Wunsch ist berechtigt: Denn wer sich bereits krank und schlapp fühlt, sollte sich nicht noch lange Zeit im Wartezimmer aufhalten müssen. Eine potenzielle Gefahr der Ansteckung droht – nicht nur in Zeiten von Corona.

Wie zufrieden sind die Deutschen mit der Videosprechstunde?

Dem Wunsch der Patienten gehen die Mediziner nach. Hierbei wirkt vor allem die Entscheidung der PKV und der GKV maßgeblich ein: Denn seit 2020 werden telefonische sowie Videosprechstunden nun auch für die Ärzte ohne Deckelung vergütet. Aus diesem Beschluss geht ein immenser Anstieg der Videosprechstunden hervor. Besonders auffallend ist der rege Zuspruch, den die Ärzte erhalten. Die Patienten sind vollkommen zufrieden und nehmen das Angebot der Video-Sprechstunde dankend an. Viele befragte Mediziner geben an, deutlich mehr digitale Sprechstunden abzuhalten als noch vor der Pandemie. Hinzu kommt eine vermehrte Nachfrage nach diesem Angebot.
Im Internet boomen Suchworte wie „Videosprechstunde“ oder „EHealth“ gerade. Auch immer mehr Ärzte werden von ihren Patienten dazu aufgerufen, sich per Videochat zur Verfügung zu stellen. Zu groß ist die Angst, sich im Wartezimmer anzustecken.

Vorzüge der eHealth

EHealth hat in der Pandemie gezeigt, welch immenses Potenzial sie hat. Zahlreiche Vorteile gehen mit einer Realisierung der digitalisierten Medizin einher. Nicht nur für die Patienten hat dies einen immensen Vorteil, sondern auch für die Fachkräfte.
Denn es hat sich gezeigt, dass ein Ausgleich des Fachkräftemangels zunehmend möglich wäre. Sich steig wiederholende Aufgaben können auf die künstliche Intelligenz der eHealth übertragen werden. Somit hat Fachpersonal mehr Zeit, sich um wichtige Arbeiten zu kümmern. Zudem erspart die Digitalisierung zahlreiche Papier- und Dokumentenarbeit. Schnell und einfach speichern Sie Patientendaten und rufen digitalisierte Dokument ab. Zudem sinkt die Arbeit bei der Übergabe von Patientenakten an andere Mediziner.

Für die Patienten geht eHealth mit verringerten Wartezeiten einher, aber auch mit einer gesteigerten Versorgungsqualität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte löse zur Spamvermeidung diese Rechenaufgabe (in Zahlen): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.