Begeisterung am Schülerforschungszentrum Nordhessen: Ein Rückblick

Begeisterung am Schülerforschungszentrum Nordhessen: Ein Rückblick
© NHR

Am Schülerforschungszentrum Nordhessen (SFN) fand ein Event statt, das sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei den Besuchern für Begeisterung sorgte. Drei Tage lang hatten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern die Gelegenheit, sich über die neuesten Forschungsprojekte der Jungforschenden zu informieren und sich davon inspirieren zu lassen.

In allen MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gab es zahlreiche spannende Entdeckungen zu machen. Die Vielfalt der vorgestellten Projekte beeindruckte ebenso wie die zahlreichen Vorträge und Workshops zu unterschiedlichsten Themen.

Astronomie

Der Astronomische Arbeitskreis Kassel bot Beobachtungen der Sonne im visuellen Bereich sowie im H-alpha-Bereich an. H-alpha-Sonnenfilter ermöglichen die Beobachtung der Sonne in einem sehr schmalen Spektrum des sichtbaren Lichts. Indem sie alle anderen Wellenlängen ausblenden, verändern sie das Erscheinungsbild der Sonne und machen Details wie Fackeln und Protuberanzen sichtbar.

© NHR

RAMOTS-Teleskopvorstellung der Astro Teleskop Teen Truppe

Wir sind eine astronomische Jugendgruppe vom Bodensee und haben in den letzten Jahren dieses beeindruckende Teleskop gebaut. Ursprünglich als einfaches Jugendprojekt gedacht, hat es sich im Laufe der Zeit deutlich weiterentwickelt. Unser großes Teleskop, das wir „Ramots“ nennen, verfügt über einen 16-Zoll-Spiegel und eine Brennweite von 4,80 Metern. Mit diesem Teleskop sind wir in der Lage, verschiedene Objekte zu verfolgen, wie die Internationale Raumstation (ISS) oder Flugzeuge.

© NHR

Einschmelzen von Mineralien: Metalle trennen bei 1.250 Grad

In einem spannenden Experiment haben wir Mineralien bei etwa 1.250 Grad Celsius eingeschmolzen. Dieser Prozess ermöglicht es, die verschiedenen Metalle, die in den Mineralien enthalten sind, voneinander zu trennen. Während des Einschmelzens trennen sich die Metalle aufgrund ihrer unterschiedlichen Schmelzpunkte und Dichte. Gold, Silber, Zink und Eisen oder Blei lassen sich durch diesen Prozess voneinander isolieren. Interessanterweise schmilzt Eisen bei dieser Temperatur nicht vollständig und wird daher am Ende des Prozesses ausgeschieden. Dieser Schritt ist entscheidend, um reines Eisen von den anderen Metallen zu trennen, die bereits geschmolzen sind. Das Einschmelzen bei hohen Temperaturen bietet somit eine effektive Methode zur Metallgewinnung und -reinigung, indem es die physikalischen Eigenschaften der Metalle nutzt.

© NHR

Die Sprache der Sterne: Einblick in den Aufbau der Sonne

In einem fesselnden Workshop mit dem Titel „Die Sprache der Sterne“ erhielten die Teilnehmer wertvolle Einblicke in den Aufbau der Sonne und die Prozesse der Kernfusion. Mit einem Handspektrometer und verschiedenen Versuchsaufbauten konnten sie die Spektren des Sonnenlichts und anderer Lichtquellen analysieren. Ein Vorlesungsexperiment zeigte das thermische Spektrum einer Glühlampe sowie die Linienspektren verschiedener Dampflampen. Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der charakteristischen Linien, die die unterschiedlichen Elemente kennzeichnen. Durch die Nutzung des Handspektrometers konnten die Teilnehmer die Theorie in die Praxis umsetzen und die faszinierende Welt der Astronomie und der Spektralanalyse hautnah erleben.

© NHR

Das Rasterelektronenmikroskop: Ein Blick in die Welt der winzigen Strukturen

Das Rasterelektronenmikroskop (REM) ist ein leistungsstarkes Werkzeug in der modernen Mikroskopie, das es ermöglicht, winzige Strukturen in beeindruckender Detailgenauigkeit zu visualisieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mikroskopen verwendet das REM Elektronen anstelle von Licht, um die Oberflächen von Proben abzubilden. Diese fortschrittliche Technologie hat sowohl die Wissenschaft als auch die Industrie revolutioniert, indem sie Einblicke in die Welt der kleinsten Strukturen ermöglicht.

© NHR

Die Welt der Robotik: Einsatzbereiche und Vielfalt

Die Robotik ist ein interdisziplinäres Feld, das sich mit der Konstruktion, Programmierung und Anwendung von Robotern beschäftigt. Roboter sind automatisierte Maschinen, die in der Lage sind, bestimmte Aufgaben selbstständig oder halbautonom zu erledigen. Die Einsatzmöglichkeiten und die Arten von Robotern sind vielfältig und reichen von der Medizin über den Haushalt bis hin zur Industrie und Astronomie.

Medizin

In der Medizin kommen Roboter beispielsweise bei chirurgischen Eingriffen zum Einsatz. Chirurgische Roboter, wie das Da-Vinci-System, ermöglichen präzise und minimalinvasive Operationen. Sie verbessern die Genauigkeit und verringern die Erholungszeit für Patienten. Auch in der Rehabilitationsmedizin werden Roboter verwendet, um Patienten bei der Wiedererlangung ihrer Mobilität zu unterstützen.

Haushalt

Im Haushalt haben Roboter ebenfalls Einzug gehalten. Staubsaugerroboter, wie der Roomba, erleichtern die Hausarbeit, indem sie autonom den Boden reinigen. Es gibt auch Rasenmähroboter und Fensterputzroboter, die diese mühsamen Aufgaben übernehmen. Solche Roboter sind darauf ausgelegt, den Alltag zu erleichtern und Zeit zu sparen.

Industrie

In der Industrie sind Roboter seit langem unverzichtbar. Industrieroboter werden in der Fertigung eingesetzt, um Montage, Schweißen, Lackieren und viele andere Aufgaben zu übernehmen. Sie arbeiten effizient, präzise und können rund um die Uhr betrieben werden. Die Automobilindustrie ist ein prominentes Beispiel für den umfangreichen Einsatz von Industrierobotern.

© NHR

Astronomie

Auch in der Astronomie spielen Roboter eine wichtige Rolle. Rover wie der Mars-Rover Perseverance erkunden die Oberfläche des Mars und sammeln wertvolle Daten. Diese Roboter sind mit wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und können in Umgebungen operieren, die für Menschen unzugänglich oder zu gefährlich sind. Sie helfen dabei, unser Wissen über das Universum zu erweitern.

Die Robotik ist ein dynamisches und sich ständig weiterentwickelndes Feld, das in vielen Bereichen unseres Lebens Anwendung findet. Von der Verbesserung medizinischer Verfahren über die Erleichterung der Hausarbeit bis hin zur Unterstützung in industriellen Prozessen und der Erforschung des Weltraums – Roboter sind aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken.

Ein Highlight war die MINT-Lounge auf der Dachterrasse des SFN, die als entspannter Treffpunkt für den Austausch zwischen den Veranstaltungen diente. Viele nutzten die Gelegenheit, in diesem angenehmen Ambiente ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch Schulklassen waren zahlreich vertreten und konnten nach vorheriger Anmeldung das vielfältige Programm des Kongresses genießen.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie viel Begeisterung und Engagement im Bereich der MINT-Fächer bei den jungen Forscherinnen und Forschern steckt.

© NHR

NHR

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner