Future Space Award: Drei Schülerideen für die Zukunft mit 6.000 Euro ausgezeichnet

Future Space Award: Drei Schülerideen für die Zukunft mit 6.000 Euro ausgezeichnet
© NHR

Von plastikfreien Meeren über den Schutz unserer Wälder bis zur intelligenten Energiespeicherung: Bei der Verleihung des ersten Future Space Awards wurden drei innovative Ideen junger Menschen mit insgesamt 6.000 Euro ausgezeichnet.

Kassel, 1. November 2026. Wie können wir die Herausforderungen unserer Zukunft lösen? Mit dieser Frage haben sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen beim erstmals ausgeschriebenen Future Space Award beschäftigt. Der Preis richtet sich an Schülerinnen und Schüler hessischer Schulen der Klassenstufen 6 bis 13, die allein oder im Team Lösungen für eine bessere Welt einreichen konnten, etwa eine Erfindung, eine neue Lernmethode oder eine innovative Technologie. Am 1. November wurden die drei überzeugendsten Projekte von 13 bis 15 Uhr im Future Space in der Wilhelmsstraße 2 in Kassel ausgezeichnet.

Die Jury hatte nach eigener Aussage keine einfache Aufgabe, denn es erreichten sie viele kreative, mutige und überraschend weit entwickelte Ideen. Bewertet wurde, wie relevant das beschriebene Problem ist, wie originell und nachvollziehbar die vorgeschlagene Lösung erscheint und wie intensiv sich die Teilnehmenden mit ihrer Idee auseinandergesetzt haben.

Den ersten Platz und 3.000 Euro Preisgeld erhielt Merle Louise Jacob vom Team EnzymSquad mit der Idee „Eco-Cruise“, einem Müllfresser-Segelschiff. Das möglichst umweltfreundlich betriebene Schiff soll Plastik aus dem Meer aufnehmen, an Bord untersuchen und weiterverarbeiten. Spezielle Enzyme sollen den Kunststoff PET in seine Grundbausteine zerlegen, damit er in einen Recyclingkreislauf zurückgeführt werden kann, statt später verbrannt zu werden. Feriengäste finanzieren das Schiff durch ihre Reise und werden selbst zu Mitforschenden: Sie sammeln Plastik, untersuchen Mikroplastik und erhalten Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit. Die Jury hob die Kombination aus Meeresschutz, Forschung, Bildung und Finanzierungsmodell hervor. Beeindruckt zeigte sie sich außerdem davon, dass bereits Kontakt zur Universität Leipzig aufgenommen wurde, um mehr über das Enzym PHL7 und mögliche Experimente zu erfahren. Offene Fragen sieht die Jury unter anderem beim Betrieb eines Labors auf einem Schiff und bei der Sortierung des Materials, da nicht jeder Kunststoff mit demselben Enzym verarbeitet werden kann.

Der zweite Platz und 2.000 Euro gingen an Emil Moritz Künz und Cort Holz für „TreeGuard“. Ihre solarbetriebene Drohne soll neu aufgeforstete Waldflächen überwachen und Jungbäume gezielt schützen. Mithilfe von Sensoren soll sie Trockenheit, Schädlingsbefall und Wildtiere erkennen, einzelne Bäume mit Regenwasser versorgen und auffällige Problembäume an das zuständige Forstamt melden. Die Jury überzeugte, dass das Projekt Überwachung, Bewässerung, Wildschutz und Datenerfassung sinnvoll verbindet und so Wasser und Arbeitszeit sparen könnte.

Den dritten Platz und 1.000 Euro sicherte sich Ben Leonard Garbitz mit „Energiespace“. Sein Konzept verbindet zwei Zukunftsfragen: die Speicherung erneuerbarer Energie und die Schaffung von möglichst bezahlbarem Wohnraum. Überschüssige Energie soll genutzt werden, um schwere Betonblöcke im Inneren eines Gebäudes anzuheben. Die gespeicherte Lageenergie wird später wieder in Strom umgewandelt. Die äußeren Bereiche des Gebäudes sollen als Wohnungen, Büros oder Gemeinschaftsräume dienen. Laut Jury enthält die Arbeit eigene Berechnungen, befasst sich mit Wirkungsgrad, Abwärme und bestehenden Gravitationsspeichern und benennt auch offene Fragen. Manche Annahmen müssten noch genauer geprüft werden.

Über die Preisträger entschied eine Jury aus Rico Janusch und Felix Kreyer vom Future Space, Nina Ilmer (OSW) und Sabine Stuhlmann, stellvertretende Landesvorsitzende des MNU Hessen. Für ein Rahmenprogramm sorgte der Chemie-Zirkus von Dr. Martin Holfeld vom MNU Hessen. Die Veranstalter dankten für die vielen eingereichten Anträge, Ideen und Vorträge.

Die Idee zum Award geht auf das Jahr 2024 zurück. Damals hatten Manfred Engel vom MNU und Lukasz Gadowski von Team Global die Idee eines Preises im Sinne von Klaus-Peter Haupt. Gadowski ist Gesellschafter, Mitinitiator und Hauptsponsor des Future Space und war früher selbst Schüler von Haupt. Umgesetzt wurde der Award nun im Jahr 2026.

© NHR

NHR

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner