Fliegerbombe in Kassel erfolgreich entschärft – Eine Nacht voller Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt
Am Donnerstagnachmittag, dem 14. November, wurde bei gezielten Bodenuntersuchungen vor dem Kasseler Auestadion eine Fliegerbombe englischer Bauart entdeckt. Der rund 250 Kilogramm schwere Sprengkörper lag etwa drei Meter tief im Boden. Ein Sicherheitsradius von rund fünfhundert Metern wurde eingerichtet und etwa zweitausendfünfhundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Großaufgebot an Einsatzkräften im Stadtgebiet
Mehr als zweihundertfünfzig hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte waren im Einsatz. Dazu gehörten die Stadtpolizei, die Landespolizei, die KVG, die Städtischen Werke, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter, der Arbeiter Samariter Bund sowie die Bergwacht. Am späten Abend waren auch Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras unterwegs, um sicherzustellen, dass der gesamte Bereich geräumt war.
Oberbürgermeister Sven Schoeller bedankte sich in der Nacht bei allen beteiligten Organisationen und lobte die hohe Professionalität und das besonnene Verhalten der Bevölkerung.
Betreuungsstelle in der Documenta Halle mit warmer Versorgung und Unfallhilfsstelle
Für Menschen ohne Ausweichmöglichkeiten wurde die Documenta Halle zur Betreuungsstelle. Dort versammelten sich am späten Abend rund fünfhundert Personen. Die Halle wurde in kurzer Zeit ausgestattet. Es gab warme Mahlzeiten, Obst und Getränke. Es gab viele Sitzmöglichkeiten und eine Unfallhilfsstelle, die von den Helfern vor Ort eingerichtet wurde.
Unsere Reporterin, die selbst von der Evakuierung betroffen war, berichtet von einer ruhigen und respektvollen Atmosphäre. Überall waren Helferinnen und Helfer sichtbar. Sie verteilten Essen, reichten Decken, gaben Auskünfte und halfen älteren Menschen beim Sitzen oder Laufen. Die Stimmung war geprägt von gegenseitiger Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft.
Die erlösende Nachricht kam um 0 Uhr 47
Während draußen die Spezialisten an der Bombe arbeiteten, warteten die Menschen in der Halle geduldig. Um 0 Uhr 47 kam die erlösende Durchsage. Die Bombe wurde erfolgreich entschärft und alle Evakuierten konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.
In der Halle machte sich spürbare Erleichterung breit. Menschen klatschten, einige jubelten, andere atmeten tief durch. Die Freude war überall zu sehen und viele bedankten sich persönlich bei den Einsatzkräften für die Betreuung während dieser langen Stunden.
Anschließend wurden die Menschen durch bereitgestellte Busse und Bahnen sicher zurück in ihre Wohngebiete gebracht. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich auf dem Weg nochmals bei den Helfern zu bedanken.
Ein Abend, der zeigt, wie gut Kassel zusammensteht
Die zahlreichen Einsatzkräfte arbeiteten hochmotiviert, freundlich und aufmerksam. Viele waren erst kurze Zeit zuvor alarmiert worden und kamen direkt aus ihrem vorherigen Dienst oder ihrer Freizeit zum Einsatzort. Das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen funktionierte reibungslos und war von beeindruckender Teamarbeit geprägt.
Die Betroffenen danken der Stadt Kassel und allen Helfern für die schnelle Organisation, die professionelle Betreuung und die beruhigende Präsenz in einer außergewöhnlichen Situation.
PM © NHR









