Für Sie getestet: Kerzen aus Bienenwachs

Bienenwachskerzen

Gerade in der Herbst- und Winterzeit kommen wieder verstärkt Kerzen zum Gebrauch, um es sich zu Hause gemütlich zu machen und Licht in die dunklere Jahreszeiten zu bringen. Normale Kerzen auf Paraffin sind uns allen wohlbekannt, eine Besonderheit stellen aber die Kerzen aus 100% Bienenwachs dar. Nicht nur die große Auswahl an Kerzenformen sondern auch die rückstandsfreie Verbrennung machen die Bienenwachskerzen individuell und spannend.

Freundlicherweise hat uns ein kleiner Handwerksbetrieb aus dem Fichtelgebirge mit dem Namen Bienenschwarm Tietz e.K. www.bienenschwarm.de eine Auswahl von diesen Kerzen für einen Test zur Verfügung gestellt. Bienenwachs ist eines der vielen Produkte, das die Bienen selber herstellen. Sie benötigen es, um ihre Waben zu bauen, in die sie ihre Brut, und ihre Nahrung Blütenpollen und den Honig ablegen. Bienenwachs wird von den jungen Bienen durch Wachsdrüsen im Hinterleib als winzige Plättchen „ausgeschwitzt“ und durch Kneten in den Mundwerkzeugen weiter verarbeitet.

Schon immer wurde Bienenwachs für Kerzen verwendet, besonders in den Fürsten- und Königshäusern, auch früher war das Bienenwachs ein begehrter, kostbarer Stoff. Entsprechend angesehen war die Stellung der Imker in alter Zeit. Durch die Erdölförderung wurde das Bienenwachs durch Paraffin verdrängt, doch erfreut sich das Bienenwachs als natürlicher Brennstoff ohne Erdölrückstandsprodukte wieder wachsender Beliebtheit.

Die von uns getesteten Kerzen sind aus 100% Bienenwachs, d.h. ein reiner Naturstoff, ohne irgendwelche Zusätze. Sie duften, und haben eine schöne goldgelbe Farbe und verbrennen rückstandsfrei. Bienenwachskerzen können getaucht, gepresst, geknetet, gegossen und gerollt hergestellt werden. Aus den Wabenplatten, die man den Bienen zur „Bauhilfe“ anbietet, kann man Kerzen rollen, dazu wir in die Platte einfach ein Docht eingerollt, man erhält eine Kerze mit sechseckiger Wabenstruktur. Diese Methode ist sehr beliebt zum selber machen.

In Formen gießt man heißes, flüssiges Wachs, um attraktive Objektkerzen wie Tannenbaum, Zapfen, Pyramiden, Teelichter und andere zu erhalten. Nach dem Erkalten wird die fertige Kerze entformt und die Form wieder begossen. Durch Kneten erhält man wunderschöne Marmorierungen, besonders, wenn dies in Handarbeit geschieht, wie bei den Exemplaren in unserem Test. Die Flamme bringt die ganze Kerze zum Leuchten.

Alle getesteten Bienenwachskerzen haben eine stetige und gleichmäßige Flamme und einen angenehmen, natürlichen Geruch. Massive Kerzen überzeugen durch eine lange Brenndauer. Nach dem Auspusten oder Abbrennen sollte man den nachglühenden Docht entweder mit angefeuchteten Fingern oder durch einen Dochtlöscher vollends löschen, um das Nachqualmen zu verhindern. Wir haben das eben gerade nicht gemacht, die Folge, war, dass die Rauchmelder in unserer Testredaktion Alarm geschlagen haben.

BienenschwarmWir vergeben für die Produkte der Firma Bienenschwarm 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Die von der Nordhessen – Rundschau getesteten Bienenwachskerzen können über den Onlineshop des Handwerksbetriebes Bienenschwarm bezogen werden.
www.bienenschwarm.de

 

© NHR 2013 Text:L Müller  (LM)  Fotograf: H.Jacob (JH)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte löse zur Spamvermeidung diese Rechenaufgabe (in Zahlen): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.