Kunst oder Schrott?

Auto2Die Ausstellung „Schlafende Automobile“ in Kassel wird in rund einer Woche, am 1. Mai 2013, für drei Monate ihre Pforten öffnen. 40 Oldtimer der weltberühmten „Sammlung Schlumpf“, die das französische Automobilmuseum „Cité de l’Automobile“ in Mulhouse zur Verfügung stellt, wurden heute der Presse vorgestellt und sorgen schon jetzt für Aufregung. Denn sie befinden sich teilweise in Zuständen, die manch einer als Schrott bezeichnen würde.

„Sie stellt anschaulich auch die Ästhetik des Vergänglichen dar“, so der Schirmherr Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, über die Ausstellung. „Und damit zugleich die Frage, ob die hier gezeigten Fahrzeuge automobiles Kulturgut, Kunstobjekte oder eigentlich nur Schrott sind.“

Eingestaubt, manche zerdellt und verrostet, andere unfertig restauriert – so werden sie bis zum 31. Juli 2013 in der Halle 19 des Kasseler Unternehmensparks präsentiert. Die Veranstalter Heinz Jordan und Dietrich Krahn möchten gemeinsam mit Richard Keller, dem Chefkonservator des Mulhouser Museums, mit der einzigartigen Ausstellung zur Diskussion anregen: Sollte man diese Zeugen einer teils abenteuerlichen automobilen Vergangenheit restaurieren? Oder huldigt man sie im Rahmen der Ausstellung als Kunst und schickt sie dann zurück in ihren Schlaf?

Die historische Technik und die Gestaltung der Automobile faszinieren nicht nur Oldtimer-Enthusiasten. Auch Designer, Geschichtswissenschaftler oder Werkstoffkundler interessieren sich für Oldtimer. In KasseAuto1l ist nun zu erleben, dass historische Automobile auch ohne Politur eine magische Anziehungskraft ausüben können. In Podiumsdiskussionen, die innerhalb der Ausstellung geplant sind, werden während der drei Ausstellungsmonate diverse Spezialisten über die Thematik debattieren.

Auch Firmenveranstaltungen und Events mit Catering sind in der illustren Runde historischer Automobile in Halle 19 buchbar. Ab Mittwoch, den 1. Mai 2013, um 10 Uhr kann sich jeder Interessierte selbst ein Bild machen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre ist frei. Auf Nachfrage finden Führungen durch die Ausstellung statt.

Quelle: Renate Freiling Kommunikation

 

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