MT macht in der Schlussphase alles klar!

MT macht in der Schlussphase alles klar!
MT macht in der Schlussphase alles klar
 
Die MT Melsungen hat sich am 28. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga gegen GWD Minden mächtig strecken müssen. In der Schlussphase machten die Nordhessen den 32:28 (15:16)-Heimsieg perfekt.
 
Drei Tage nach dem Spektakel im Europapokal fiel der Erfolg der MT Melsungen am Freitagabend unter die Kategorie Arbeitssieg. Die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo belohnte sich für eine kämpferische Leistung und bezwang GWD Minden 32:28 (15:15). Die Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, in den letzten zehn Minuten setzte sich die MT dann entscheidend ab.
 
Die zwei gewonnenen Punkte können als kleines Willkommensgeschenk für Jesper Larsson gesehen werden. Der Schwede startet am nächsten Dienstag als neuer Sportvorstand beim nordhessischen Handball-Bundesligisten.
 
Aber nun zum Spiel in der Rothenbach-Halle: Was für ein Auftakt für die Gastgeber, speziell deren Defensivabteilung. Satte fünf Minuten hielt der Riegel vor Kristof Palasics, der anstelle von Nebojsa Simic begann und das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigte. Kein Durchkommen für GWD gegen Adrian Sipos, Arnar Freyr Arnarsson und Co. In der gleichen Zeit leisteten sich Florian Drosten per Siebenmeter und aus dem Feld, Reynir Thor Stefansson und Dimitri Ignatow im Gegenstoß keine Fehler – 4:0, ein echter Traumstart.
 
Der allerdings keine Fortsetzung fand. Im Gegenteil schlichen sich schnell Flüchtigkeitsfehler im Aufbau ein. Obwohl Vorliceks vermeintliches Tor auf Intervention von Palasics nach Videobeweis als Wurf ans Außennetz entlarvt und wieder annulliert wurde, verkürzte der Linkshänder erst auf 5:4 (10.), dann sorgte Morten Hempels Doppelschlag zum 6:7 (15.) für die erste Gästeführung, die Kranzmann sogar auf 7:9 (17.) ausbaute. Spiel gedreht, Minden obenauf.
 
Parrondo reagierte, brachte mit Amine Darmoul, Vlad Kulesh, David Mandic und Ruben Marchan frisches Personal. Mit Erfolg: Mandic sorgte für das 9:9 (20.), Marchan für das 11:10 (23.) und Kulesh für das 13:11 (25.). Auch Darmoul legte zum 14:13 (27.) einen ins Netz. Nur dass die Ostwestfalen inzwischen gemerkt hatten, dass trotz des bärenstarken Palasics im Tor genug Lücken im rot-weißen Deckungsverbund klafften, um abermals für die Wende zu sorgen und durch Daniel Astrups Treffer sogar eine Führung mit in die Pause zu nehmen. Eine kalte Dusche für Melsungen nach dieser doch so starken Anfangsphase.
 
GWD blieb auch nach Wiederbeginn zunächst vorn. Weil Hempel nach wie vor nicht in den Griff zu bekommen war und Tibor Ivanisevic, schon im ersten Durchgang für Malte Semisch gekommen, zweimal glänzend reagierte. Dennoch kein Vergleich mit Palasics, der sogar dreimal zur Stelle war und damit kurzzeitig doch wieder die MT in Vorlage brachte, weil Drosten von der Linie und Olle Forsell Schefvert trafen. Die Deckungsreihen arbeiteten jeweils hervorragend. Erst als Strafen die Reihen lichteten, war Platz und das Spiel ausgeglichen: 23:23 (46.).
 
Es blieb auf des Messers Schneide bis zum Start der Crunchtime. Aber mit Beginn der letzten zehn Minuten legte die MT einen Gang höher ein. Starke Szenen wie Ignatows Steal und Darmouls Zweikampfstärke forderten Szenenapplaus von den Rängen, der Tunesier hämmerte noch einen fulminant unter die Latte und Arnarsson schloss den vorentscheidenden 5:0-Lauf der Nordhessen zum 30:25 (55.) ab. Von dem es sich hintenraus gut leben ließ. Dass Balenciaga schließlich sogar mit links zum 32:27 (59.) abschloss, setzte dem am Ende klaren Sieg das Krönchen auf.
 
Stimmen
Roberto Garcia Parrondo: Wir hatten in den letzten zwei Wochen jetzt vier Spiele, haben heute noch einmal über 60 Minuten gekämpft und alles gegeben. Es war knapp, aber wir wissen, dass die letzten Minuten immer die wichtigsten sind. Glückwunsch an alle meine Spieler. Wir haben jetzt erst mal ein paar Tage frei.
Aaron Ziercke: Glückwunsch an Roberto und sein Team. Wir haben über 50 Minuten ein gutes Spiel gemacht und viel von dem ungesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Nur den Start haben wir verbaselt und uns später einen 0:5-Lauf geleistet. Das waren zwei Phasen, die richtig wehgetan haben. Wir haben der MT einen riesigen Kampf geliefert, stehen jetzt aber mit leeren Händen da und dürfen und trotzdem davon nicht umwerfen lassen.
 
Info: MT   Fotos: © M.Kittner

Manfred Kittner

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