100 Kunstwerke: Natascha Sadr Haghighian (154)

Ein steiler Hang verbindet die hochgelegene Schöne Aussicht mit der Karlsaue. Dieser Hang mit einem Denkmal für die im ersten und zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten wurde aus Schutt und Trümmern des zweiten Weltkrieges errichtet. Zu dem Denkmal gehört eine große Treppenanlage die uns nach oben oder nach unten führt. Betritt man die Treppe so hört man plötzlich mannigfache Töne aus dem benachbarten Gebüsch.

Zunächst glaubt man Personen befänden sich in den Büschen und würden die Geräusche verursachen. Die eigenartigen Töne klingen nach Tierstimmen und von Menschen nachgeahmten Tierlauten Link: Audiodatei. Während man die Treppe nach oben steigt stellt man aber fest das sich die Geräusche wiederholen. Oben angekommen steht man plötzlich vor einem dOCUMENTA Informationsschild des Künstlers und ist überrascht einen bis dahin unbekannten Trampelpfad zu entdecken.

Um den Pfad zu betreten ist es erforderlich auf einer bereitgestellten Leiter nach unten zu klettern. Ab dieser Stelle schlängelt sich der steile Pfad nach unten. Natascha Sadr Haghighian hat diesen alternativen Pfad angelegt und den Schutt der Vergangenheit freigelegt. Der vorgetäuschte Pfad wird aber durch die Benutzung somit zu einem realen Pfad, dennoch ist er auch unwirklich, seine Funktion besteht darin zu untersuchen wie unser Bewusstsein die Wahrnehmung von Wirklichkeit verändert. Diese Alternative zu dem Denkmal in unmittelbarer Nähe, der Pfad mit den geheimnisvollen Klängen kann die Vorstellung erzeugen das eine andere Wahrnehmung der Wirklichkeit möglich ist.

© 2012 NHR Text: I.Jacob Fotograf: KH.Jacob

GEO: = 51.310533,9.496374

 

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