4:5 – Huskies wachen in Ravensburg zu spät auf

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison trafen die Kassel Huskies auf die Ravensburg Towerstars. Während bei den Schlittenhunden – mit Ausnahme des langzeitverletzten Kapitäns Manuel Klinge – alle Mann an Bord waren, traten die heimischen Towerstars ersatzgeschwächt an.

Huskies-Chefcoach Rico Rossi nahm im Sturm Veränderungen vor und schickte mit Stefan Della Rovere, Adriano Carciola und Thomas Merl eine neuformierte Reihe aufs Eis. Alex Lambacher rückte daher zu Lukas Koziol und Toni Ritter, Patrick Klöpper stürmte zwischen Michael Christ und David Kuchejda.

Zwar verbuchten die Huskies durch Wisniewski und Carciola die ersten gefährlichen Torschüsse, den ersten Treffer erzielten allerdings die Gastgeber. Robin Just markierte per Rückhand das 1:0 in der 4. Spielminute.

In der Folge bekleckerten sich beide Defensivreihen nicht sonderlich mit Ruhm. Auf Kasseler Seite scheiterten Pimm und Koziol in Unterzahl sowie McGrath und erneut Carciola am sicheren Langmann. Zudem verfehlte Wisniewski zwei Mal aus ausichtsreichen Positionen das Tor. Auf der Gegenseite verhinderte Pantkowski gegen Aushilfsverteidiger Mayer, Sturm und Kruminsch zunächst schlimmeres, musste in der 17. Minute den Puck allerdings zum zweiten Mal aus dem Netz holen: Ihre vierte Überzahlsituation nutzten die Ravensburger durch Pfaffenguts satte Direktabnahme aus dem linken Bullykreis zum 2:0.

Vor Drittelende kamen die Schlittenhunde aber wieder zurück. Merl netzte per Drehschuss zum verdienten 2:1-Anschlusstreffer ein.

Zu Beginn des zweiten Drittels verhinderte Langmann mit zwei Fanghandsaves gegen Carciola und Merl zunächst den Ausgleich. Im Anschluss gaben jedoch die Gastgeber wieder den Ton an. Ex-Husky Proft verfehlte in der 24. Spielminute noch das lange Eck, Zucker machte es drei Minuten später besser. In Überzahl fälschte er einen gezielten Sturm-Schlagschuss unhaltbar zum
3:1 ab. Zwar prüften McGrath und Meilleur in den Minuten 29 und 30 aus zentraler Position Towerstars-Schlussmann Jonas Langmann, in der Folge gelang es den Huskies aber nicht, sich noch mehr Tormöglichkeiten zu erspielen. Stattdessen mussten sie knapp drei Minuten vor Drittelende den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Einen Kruminsch-Schlenzer ließ Pantkowski zum 4:1 passieren. Da Meilleur wenige Sekunden vor Schluss aus kurzer Distanz erneut an Langmann scheiterte, startete Kassel mit der Hypothek von drei Toren Rückstand in die letzten zwanzig Minuten.

Die Huskies sahen zu dem Zeitpunkt bereits wie der sichere Verlierer aus, ein Doppelschlag brachte sie jedoch unverhofft zurück ins Spiel. Nach gut einer Minute drückte Adriano Carciola den Puck aus kurzer Distanz zum 4:2 über die Linie, gut zwei Minuten später ließ Jens Meilleur mit einer schnellen Bewegung Gegenspieler und Torhüter Langmann aussteigen und verkürzte per Rückhand auf 4:3.

Nun waren die Nordhessen dran am Ausgleich, jedoch hatte Langmann mit starken Paraden gegen Carciola (44.) und Della Rovere (46.) etwas dagegen. Knapp zehn Minuten vor der Sirene schwächte sich das Auswärtsteam zum wiederholten Male selbst. Kuchejda wanderte wegen Bandenchecks in die Kühlbox, Vincenz Mayer nutzte dies und besorgte in Überzahl aus kurzer Distanz das 5:3.

Dennoch schlugen die Huskies erneut zurück. Nach McGraths Scheibengewinn im Angriffsdrittel vollstreckte erneut Meilleur zum 5:4. Anschließend waren es Wisniewski und wiederum Meilleur, die an den Schonern Langmanns scheiterten und den in der Luft liegenden Ausgleich verpassten.

Letztendlich kam die Aufholjagd der Schlittenhunde aber zu spät. Meilleur, Reiss und Pimm prüften nochmals Langmann, ein Torerfolg gelang jedoch nicht meht, obwohl Markus Keller – der nach dem zweiten Drittel für Mirko Pantkowski zum Einsatz kam – zwei Minuten vor Schluss sein Gehäuse zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers verließ.

( Huskies Medienteam / M.Kittner)



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