DRACO von DWARFLAB: Das neue Smart-Teleskop für alle, die mehr vom Nachthimmel wollen

DRACO von DWARFLAB: Das neue Smart-Teleskop für alle, die mehr vom Nachthimmel wollen
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Werbung / Kooperation mit DWARFLAB

Mit 90 Millimetern Öffnung, gekühltem Sensor und Einzelbelichtungen von bis zu fünf Minuten will das neue DWARFLAB DRACO die Lücke zwischen Einsteigergerät und Profi-Ausrüstung schließen. Erste Testbilder zeigen, was das Gerät kann.

Wer heute mit Astrofotografie beginnen möchte, braucht keine Montierung, keine Kamera und keinen Laptop mehr. Smart-Teleskope bündeln alles in einem Gerät, gesteuert wird per Smartphone. Mit dem DRACO bringt der Hersteller DWARFLAB nun ein Modell auf den Markt, das deutlich größer ist als seine bisherigen Geräte DWARF Mini und DWARF 3 und das ausdrücklich auf lichtschwache Objekte wie Nebel und Galaxien zielt.

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Was das DRACO anders macht

Das Wichtigste vorweg: Die Öffnung des Teleskops beträgt 90 Millimeter. Beim DWARF 3 sind es 35 Millimeter, beim DWARF Mini 30. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht sammelt das Gerät, und desto schneller entsteht ein sauberes Bild. Dazu kommt ein sehr lichtstarkes Objektiv mit der Blendenzahl f/3.8 bei 340 Millimetern Brennweite.

Drei Neuerungen sind für Einsteiger besonders interessant:

  • Bis zu fünf Minuten pro Einzelbild. Das DRACO unterstützt Einzelbelichtungen von bis zu 300 Sekunden. Eine eingebaute Leitkamera korrigiert die Nachführung laufend, damit die Sterne auch bei langen Belichtungen rund bleiben. Ob die volle Zeit gelingt, hängt laut Hersteller unter anderem von Aufbau, Wind, Untergrund und Höhe des Objekts ab. Für Ziele sehr hoch am Himmel empfiehlt DWARFLAB den Äquatorial-Modus.
  • Drehbarer Sensor. Der Kamerachip dreht sich mechanisch mit und gleicht so die Bildfelddrehung aus, die bei einfachen Stativen sonst lange Belichtungen verhindert. Eine aufwendige Ausrichtung auf den Himmelspol ist dafür nicht nötig. Wer es genauer nehmen möchte, kann das DRACO natürlich auch im EQ-Modus betreiben. Dabei wird das Gerät auf den Himmelspol ausgerichtet, was die Nachführung zusätzlich stabilisiert. Dafür braucht es eine Polhöhenwiege, die auf das mitgelieferte Stativ gesetzt wird und mit der sich die geografische Breite des Standorts einstellen lässt. Die App führt durch die Einrichtung. DWARFLAB empfiehlt den EQ-Modus besonders für Ziele, die sehr hoch am Himmel stehen.
  • Gekühlter Sensor. Die aktive Kühlung hält das Bildrauschen niedrig und verhindert zusätzlich, dass die Frontlinse beschlägt.
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Der 50-Megapixel-Sensor fasst bei Deep-Sky-Aufnahmen jeweils vier Pixel zusammen, um mehr Licht einzufangen, und liefert Bilder mit rund 12 Megapixeln. Eine zweite Weitwinkelkamera ist für Milchstraßenaufnahmen eingebaut. Gesteuert wird über die DWARFLAB App, Fortgeschrittene können im Pro Mode eigene Einstellungen wählen und die Daten als FITS-Datei exportieren, um sie am Rechner weiterzuverarbeiten.

Auch die Bildkorrektur nimmt das Gerät dem Nutzer ab. Das DRACO bringt Kalibrierdaten für Flat- und Bias-Korrektur bereits mit und nimmt die nötigen Dark-Frames während der Aufnahme selbst auf. Beim Live-Stacking, also dem automatischen Übereinanderlegen der Einzelbilder, werden diese Korrekturen direkt angewendet. Sie verringern thermisches Rauschen, Randabdunkelung, Staubschatten und Ausleserauschen, ohne dass man dafür eigene Kalibrierbilder aufnehmen muss.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Die wichtigsten Daten im Überblick

Merkmal DRACO
Öffnung / Brennweite 90 mm / 340 mm (f/3.8)
Sensor 50 Megapixel, aktiv gekühlt, ±90° drehbar
Weitwinkelkamera zusätzlich eingebaut, 50 Megapixel, 23,3 mm Kleinbild-Äquivalent, für Milchstraße, Sternspuren und Landschaften
Längste Einzelbelichtung 300 Sekunden
Betriebsarten Nebel und Galaxien: Pixel zusammengefasst (2×2). Sonne, Mond und Planeten: feine Originalpixel mit Bildausschnitt um das Objekt. Bildgröße jeweils ca. 12 Megapixel
Gewicht ca. 5,5 Kilogramm
Akku bis zu 5 Stunden
Speicher 128 Gigabyte intern
Zubehör Stativ und Aufbewahrungskoffer im Lieferumfang
Varianten Standard: Hα+OIII-Filter und Sonnenfilter im Gerät integriert. SHO: zwei Dualband-Filter (Hα+OIII und SII+OIII) integriert, Sonnenfilter liegt extern im Lieferumfang bei

Alle Angaben stammen vom Hersteller 

Testbilder aus der Vorserie

Das DWARFLAB-Testteam hat drei Aufnahmen aus einem Vorserien-Gerät zur Verfügung gestellt. Sie entstanden unter dunklem Himmel der Klasse Bortle 3 mit einem Dualband-Filter für Hα und OIII. Die gestapelten Rohdaten wurden anschließend von der Redaktion in AstroWizard bearbeitet, mit den kostenlosen Programmen StarNet zur Sternentfernung und GraXpert zur Rauschminderung

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 1: Orionnebel M 42, bearbeitete Fassung]

   
Datum 22.10.2026
Objekt Orionnebel (M 42)
Filter HO-Dualband (H-alpha / OIII)
Belichtung 36 Einzelbilder à 300 Sekunden
Gain 120
Gesamtbelichtungszeit 3 Stunden
Himmel Bortle 3, heller Mond während der Aufnahme
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 2: Schleiernebel, bearbeitete Fassung

   
Datum 18.10.2026
Objekt Schleiernebel (Veil Nebula)
Filter HO-Dualband (H-alpha / OIII), kein SII-Datensatz
Belichtung 31 Einzelbilder à 300 Sekunden
Gain 120
Gesamtbelichtungszeit 9.300 Sekunden, rund 2,5 Stunden
Himmel Bortle 3
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Die Dualband-Aufnahme wurde in AstroWizard im Look der Hubble-Palette umgesetzt. Es handelt sich nicht um einen echten SHO-Datensatz.

Schon dieses Bild zeigt, dass das DRACO hochwertige Daten liefert. Die Gaswolken sind fein gegliedert, im Zentrum heben sich die Strukturen um den jungen Sternhaufen klar ab, und die dunklen Staubbänder bleiben sauber getrennt. Möglich machen das die größere Öffnung und die längere Brennweite. Bei 340 Millimetern Brennweite fällt jedes Detail auf mehr Pixel, die Auflösung ist also höher. Feine Strukturen, die bei kleineren Geräten im Bild untergehen, werden dadurch sichtbar.

 3: Herznebel IC 1805, bearbeitete Fassung

   
Datum 16.10.2026
Objekt Herznebel (IC 1805)
Filter HO-Dualband (H-alpha / OIII)
Belichtung 36 Einzelbilder à 300 Sekunden
Gesamtbelichtungszeit 3 Stunden
Himmel Bortle 3

 

Diese Materialien stammen aus den laufenden DRACO-Tests und stellen nicht die endgültige Leistung des Serienprodukts dar. Die Aufnahmen wurden von DWARFLAB zur Verfügung gestellt und sind keine eigenen Fotos der Redaktion.

Für Einsteiger: Muss man das alles verstehen?

Nein. Die Zahlen oben sind für die Praxis weniger wichtig, als sie wirken. Im Alltag funktioniert das DRACO wie seine kleineren Geschwister: aufstellen, einschalten, per App ein Objekt auswählen, warten. Das Gerät richtet sich selbst aus, folgt dem Himmel und sammelt Bild um Bild. Am Ende steht ein fertig gestapeltes Foto auf dem Smartphone. Wer tiefer einsteigen will, kann das später tun, etwa mit kostenloser Software wie in unseren Testbildern.

Für Besitzer von DWARF Mini oder DWARF 3: Lohnt der Umstieg?

Auf jeden Fall, sobald der Wunsch nach mehr Details wächst. DWARF Mini und DWARF 3 sind leicht, günstig und perfekt für den Einstieg. Ihre kleine Öffnung stößt aber an Grenzen, sobald es um schwache Nebel, lange Belichtungen und feine Strukturen geht. Genau hier spielt das DRACO seine Stärken aus: deutlich mehr Licht, Einzelbilder von bis zu fünf Minuten, ein gekühlter Sensor und eine Nachführung, die auch bei langen Belichtungen für runde Sterne sorgt. Wer mit seinem DWARF 3 schon Nebel aufgenommen hat, wird den Sprung bei Detailtreue und Bildrauschen sofort sehen.

Dazu kommt: Die Bedienung über die DWARFLAB App bleibt vertraut. Alles, was man mit dem DWARF Mini oder dem DWARF 3 gelernt hat, lässt sich direkt auf das DRACO übertragen. Der Umstieg bedeutet also keinen Neuanfang, sondern den nächsten Schritt. Und das kleine Gerät muss nicht in der Schublade verschwinden: Als leichter Reisebegleiter für den Rucksack bleibt es eine sinnvolle Ergänzung, während das DRACO zu Hause die anspruchsvollen Motive übernimmt.

Auch für Planeten, Mond und Sonne

Aufgenommen mit dem DWARF Draco unter Bortle-Klasse 9 Himmel und mit Planetary System Stacker getsackt.

Das DRACO ist nicht nur ein Nebeljäger. Bei hellen Objekten wie Jupiter, Saturn, Mond und Sonne schaltet es auf eine andere Betriebsart um. Wichtig ist dabei die Richtung: Bei Nebeln und Galaxien fasst das Gerät jeweils vier Pixel zu einem zusammen, damit mehr Licht pro Pixel ankommt. Bei Sonne, Mond und Planeten ist es genau umgekehrt. Hier gibt es genug Licht, deshalb nutzt das DRACO die native 1×1-Pixelauslesung. Das bedeutet: Es verwendet die ursprünglichen kleinen Pixel des Sensors, ohne sie zusammenzufassen. Dabei schneidet es automatisch den Bereich um das Objekt aus, damit kein unnötiges Schwarz im Bild bleibt. Das fertige Bild hat nach Angaben von DWARFLAB trotzdem etwa 12 Megapixel. Die vollen 50 Megapixel werden also nicht als Bildgröße ausgegeben, sie stecken in der feineren Abtastung.

Aufgenommen mit dem DWARF Draco unter Bortle-Klasse 9 Himmel und mit Planetary System Stacker getsackt.

Diese Materialien stammen aus den laufenden DRACO-Tests und stellen nicht die endgültige Leistung des Serienprodukts dar. Die Aufnahmen wurden von DWARFLAB zur Verfügung gestellt und sind keine eigenen Fotos der Redaktion.

Der Vorteil: Weil die Pixel nicht zusammengefasst werden, wird jedes Detail feiner abgetastet. Eine Planetenscheibe erscheint dadurch auf deutlich mehr Pixeln und damit größer und detailreicher im Bild. Der Hersteller nennt als Ziele Mondkrater, Sonnenflecken, die Ringe des Saturn und Strukturen in der Jupiteratmosphäre, etwa den Großen Roten Fleck. Zum Vergleich: Beim kleineren DWARF 3 erscheinen Jupiter und Saturn laut Herstellerhilfe meist nur als helle Punkte oder sehr kleine Scheibchen. Das DRACO bringt mit seinen 90 Millimetern Öffnung und der langen Brennweite hier eine andere Klasse an Bildern in Reichweite. Auch für die Sonne ist das Gerät vorbereitet: Die Standardversion hat einen Sonnenfilter bereits eingebaut. Sonnenbeobachtung ist nur über den vorgesehenen Ablauf in der App und mit Filter erlaubt.

 

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Welche Variante?

Bei der Standardversion sind der Hα+OIII-Filter und der Sonnenfilter fest im Gerät integriert und lassen sich per App umschalten. Die SHO-Version bringt zusätzlich einen integrierten SII+OIII-Filter mit und richtet sich an alle, die Nebel in den bekannten Falschfarben der Hubble-Palette aufnehmen möchten. Bei ihr liegt der Sonnenfilter extern im Lieferumfang und wird für Sonnenaufnahmen von Hand vor das Teleskop gesetzt. Für den Einstieg reicht die Standardversion.

Fazit

Das DRACO ist ein benutzerfreundliches Smart-Teleskop, das Einsteiger und ambitionierte Astrofotografen gleichermaßen anspricht. Wer neu in der Astrofotografie ist, wählt in der App ein Objekt aus, und das Gerät übernimmt Ausrichtung, Nachführung, Kalibrierung und Stacking. Wer mehr Kontrolle möchte, findet sie im Pro Mode, im EQ-Modus und im FITS-Export für die eigene Bildbearbeitung. Dazu kommen Nebel, Galaxien, Mond, Sonne und Planeten sowie Milchstraßenaufnahmen mit der Weitwinkelkamera. Die Testbilder aus der Vorserie machen neugierig darauf, was das Serienmodell leisten wird.

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