Frührente aufgrund von Diabetes: Mehr Männer als Frauen betroffen

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Quelle:Foto: Techniker Krankenkasse

Frankfurt am Main, 21. Januar 2014. In Hessen mussten im Jahr 2012 insgesamt 180 Menschen frühzeitig wegen Diabetes in den Ruhestand gehen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mitteilt, waren über die Hälfte davon (109) Männer. Auch bundesweit gibt es große Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern: 2012 gingen dort 690 Frauen und 1.336 Männer wegen der im Volksmund genannten Zuckerkrankheit in Frührente. Jeder dritte Hesse, der aufgrund von Diabetes die Arbeit frühzeitig aufgeben musste, war zwischen 50 und 60 Jahren alt. 17 Personen waren sogar unter 45 Jahren alt.

Nur 40 der 180 hessischen Frührentner leiden unter Typ-1-Diabetes, der meist genetische Ursachen hat. Alle anderen hatten Diagnosen, beispielsweise Typ-2-Diabetes, die zum größten Teil auf ungesunden Lebenswandel – Übergewicht und mangelnde Bewegung – basieren. „Besonders Herren im sogenannten besten Alter zwischen 45 und 60 Jahren achten viel zu wenig auf sich“, erklärt Simone Gleixner, Ernährungsexpertin bei der TK in Hessen. Krankenhausstatistiken zeigen: Jedes Jahr müssen rund 3.000 Hessen aus dieser Altersgruppe wegen Diabetes in Kliniken stationär behandelt werden. Davon sind zwei Drittel Männer.

Auch die TK-Studien „Iss was, Deutschland!“ und „Beweg dich, Deutschland!“ zeigen: Während bei den Männern vier von zehn sich weniger als eine halbe Stunde am Tag bewegen, sind es bei den Damen nur drei von zehn. Beim Essen sagt jeder zweite Mann: „Hauptsache es schmeckt“ und nur jeder dritte achtet darauf, dass es auch gesund ist. Bei Frauen ist es umgekehrt.

„Eine Gewichtsabnahme ist für Übergewichtige der dringlichste Schritt, um hohen Blutzucker in den Griff zu bekommen“, rät Ernährungswissenschaftlerin Gleixner. „Normalgewichtige Diabetiker sollten alles daran setzen, ihr Gewicht zu halten und durch Sport zusätzliche Kalorien zu verbrauchen.“ Der positive Effekt des Sports wirkt nicht nur während des Trainings, sondern auch Stunden später fällt es dem Körper noch leichter, den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. “ Wer die Ernährung umstellt und sich regelmäßig bewegt, kann so die Medikation verringern. Wer noch nicht erkrankt ist, kann auf diese Weise dem Diabetes vorbeugen“, sagt auch der Fuldaer Diabetologe Dr. Jörg Simon.

Quelle: Julia Abb Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

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