Trauerbeflaggung am Rathaus: Gedenken an Anschläge in Hanau

Der rechtsextremistische Anschlag in Hanau jährt sich am kommenden Freitag zum ersten Mal. Am 19. Februar 2020 hatte ein 42-jähriger Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend tötete er seine Mutter und schließlich sich selbst. Die Tat wurde als Terrorakt aus rassistischen Motiven eingestuft. Als Zeichen der Anteilnahme und der Erinnerung sind die Fahnen vor dem Rathaus in Kassel wie in ganz Hessen mit Trauerbeflaggung gehisst.
Zu sehen sind die Bundes- und die Landesflagge mit Trauerflor. Zudem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Kassel dazu aufgerufen, am Freitag, 19. Februar, um 10 Uhr ihre Arbeit ruhen zu lassen und bei einer Schweigeminute der Opfer des Anschlages zu gedenken.

Oberbürgermeister Christian Geselle hatte in Namen der Stadt Kassel allen Hanauer Bürgerinnen und Bürgern direkt nach der Tat die tief empfundene Anteilnahme und Solidarität der Stadt übermittelt. Auch vor einem Jahr wurde die Trauerbeflaggung am Rathaus gehisst. Angesichts des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke am 2. Juni 2019 durch einen mutmaßlich rechtsextremistischen Täter und der Ermordung des Mitbürgers Halit Yozgat am 6. April 2006 durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) war die Betroffenheit in Kassel besonders groß. Die Beflaggung soll auch ein Zeichen dafür sein, dass Staat und Gesellschaft konsequent gegen Rassismus, Hass und Gewalt vorgehen werden.

PM: Constanze Wüstefeld

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