Christopher-Street-Day in Kassel: Rathaus zeigt Flagge

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Am Samstag, 28. August, wird in Kassel der Christopher-Street-Day gefeiert. Auch am Rathaus weht die Regenbogenflagge und ein Banner trägt die Botschaft: „Respekt für die Vielfalt von Lieben und Leben!“ „Niemand in Kassel sollte sich Sorgen machen müssen, wegen der eigenen geschlechtlichen Identität nicht respektiert zu werden oder nicht lieben zu können, wen sie wollen. Es gibt noch viel zu tun, bis es tatsächlich selbstverständlich wird, dass es mehr Geschlechter als Frauen und Männer gibt und viele Formen des Lebens und Liebens. Daran wollen wir als Stadt mitarbeiten“, so Ulrike Gote, Dezernentin für Chancengleichheit.

Die Stadt unterstützt bereits das Queere Jugendzentrum, das aus dem jahrelangen Engagement der Gruppe queer & young mit Unterstützung und jetzt in Trägerschaft des 1. Mädchenhauses Kassel 1992 e. V.. Das Jugendzentrum hat in diesem Jahr seine Räume in der Annastraße 9 bezogen. Willkommen sind alle queeren Jugendlichen aus der Stadt Kassel, die sich politisch engagieren, sich gegenseitig unterstützen und austauschen wollen, oder auch einfach nur Freizeit miteinander verbringen möchten.

Auch in der Fortbildung der Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit ist die Stadt engagiert. So gab es im Juni eine große online-Fachveranstaltung, die von der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern organisiert wurde.

Dass das Thema Queeres Leben in Kassel stärker an Bedeutung gewinnen soll, zeigt sich auch in einem inhaltlichen Neuzuschnitt: Seit August gibt es in der Stadt das Amt für Chancengleichheit. In dieser Stabsstelle wird die Arbeit des bisherigen Frauenbüros weitergeführt. Hier wurde auch bislang schon das Regenbogen Netzwerk Kassel koordiniert. Mit der neuen Bezeichnung wird noch deutlicher, dass in Kassel viele Facetten von Vielfalt gestärkt werden sollen.

Hintergrund:
Am Christopher Street Day demonstrieren Lesben, Schwule und Transgender für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Bezeichnung Christopher Street Day ist nur in Deutschland und der Schweiz gebräuchlich und erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten am 28. Juni 1969 gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker „Christopher Street“.

PM: Simone Scharnke

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