Missglückter Halbfinal-Auftakt: Huskies verlieren Spiel 1 gegen Bietigheim
Wieder war es der Sudden Death, der die Kassel Huskies am heutigen Donnerstag ereilte. Im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen die Bietigheim Steelers mussten sich die Kassel Huskies mit 3:4 n.V. (2:0 / 0:0 / 1:3 / 0:1) geschlagen geben. Dabei hatten die Nordhessen die Partie rund 40 Minuten im Griff, ehe die Gäste aus dem Ellental im Schlussdrittel zurückkamen und das Spiel schließlich drehten.
Starker Start der Huskies
Die Partie begann aus Kasseler Sicht alles andere als komfortabel. Früh in Unterzahl gefordert, musste sich insbesondere Philipp Maurer direkt mehrfach auszeichnen. Cole Fonstad tauchte gleich zweimal gefährlich vor ihm auf, doch der Huskies-Schlussmann blieb jeweils Sieger (2.).
Erst nach einigen Minuten fanden die Nordhessen besser ins Spiel. Hoelscher setzte den ersten gefährlichen Abschluss (5.), während Bietigheim insgesamt etwas flüssiger wirkte. Auch im Powerplay fehlte Kassel zunächst die Effizienz: Valenti kam zwar zu zwei guten Abschlüssen (10.), scheiterte jedoch ebenso wie Garlent, der im Slot frei zum Direktabschluss kam (12.).
Dann aber der Dosenöffner: Keck fing eine Bogenlampe an der Bietigheimer blauen Linie ab, zog allein auf Schmidt zu und verlud diesen im zweiten Versuch zum 1:0 (13.).
Und die Huskies legten direkt nach: Kurz darauf ließ Schmidt einen Puck unkontrolliert zur Seite prallen, Hoelscher reagierte am schnellsten und stellte auf 2:0 (17.).
Chancen auf beiden Seiten im zweiten Drittel
Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams kamen hellwach aus der Kabine. Keck versuchte es aus spitzem Winkel, wurde jedoch von Bastian Eckl geblockt (25.).
Wenig später sorgte eine Szene für Aufsehen: Nach einem grenzwertigen Foul an Bartuli musste McNeely nach Videostudium der Schiedsrichter mit einer Spieldauerstrafe vom Eis (27.). Die fünfminütige Überzahl brachte den Huskies jedoch nichts Zählbares ein.
Stattdessen hatten die Gäste ihre Möglichkeiten: Eckl verfehlte zunächst knapp (31.) und scheiterte wenig später nach einem Durchbruch über links an Maurer (34.). Im direkten Gegenzug kam Rutkowski frei zum Abschluss, fand jedoch ebenfalls seinen Meister in Schmidt (34.).
In der Schlussphase des Drittels war Maurer erneut gefragt und entschärfte unter anderem eine Direktabnahme von Fonstad im Powerplay stark (38.). Auch Weidner setzte nach überstandener Unterzahl noch einmal ein offensives Zeichen, ohne jedoch zu treffen (40.).
Dramatisches Schlussdrittel
Mit der oft trügerischen Zwei-Tore-Führung gingen die Huskies in den Schlussabschnitt – und so kam es, wie es häufig kommt.
Hochreither zog von der blauen Linie ab, Jiránek hielt die Kelle hinein – nur noch 2:1 (43.).
Bietigheim erhöhte den Druck. Preibisch verpasste zunächst den Ausgleich knapp. Dann der Bruch: Maurer ließ einen harmlosen Rebound unglücklich zur Seite prallen, wo Reisnecker keine Mühe hatte, ins leere Tor zum 2:2 (47.) einzuschieben.
Alles wieder auf Anfang.
Weidner trifft – Kemp antwortet
Die Huskies suchten nun nach Struktur, wirkten zunehmend verunsichert. Doch dann setzte der Kapitän ein Zeichen:
Mit einer Energieleistung leitete Jake Weidner einen Angriff selbst ein und war am Ende einer schönen Kombination der Vollstrecker zum 3:2 (50.).
Doch die Antwort der Gäste folgte postwendend: Kemp versuchte es mit einem Bauerntrick, traf – etwas glücklich – den Schläger von Bode Wilde, und von dort trudelte die Scheibe zum 3:3 (50.) über die Linie.
Bis zur Schlusssirene fielen keine weiteren Treffer – Overtime.
Entscheidung im Sudden Death
In der Verlängerung war es schließlich Brett Kemp, der im Powerplay den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielte.
Damit sichern sich die Bietigheim Steelers nicht nur die Serienführung, sondern auch das Heimrecht der Best-of-Seven-Serie im Ellental.
Tore:
1:0 Keck (Garlent – 13. Min.)
2:0 Hoelscher (Braun – 17. Min.)
2:1 Jiranek (Hochreither, Kemp – 43. Min.)
2:2 Reisnecker (Dronia, Ludin – 47. Min.)
3:2 Weidner (Valenti, Braun – 50. Min.)
3:3 Kemp (Dostie – 50. Min.)
3:4 Kemp (GWG – PP – Dugan, Fonstad – 74. Min.)
PM: EC Kassel Huskies Fotos © Dirk Krug









