Unwettergefahren: KVG musste heute Morgen Bus- und Bahnbetrieb einstellen

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Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeiter geht vor

Kassel, 8. Februar 2021. Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeiter geht vor. Deshalb hat die KVG entschieden, dass die Busse und Straßenbahnen am heutigen Montagmorgen, 8. Februar, vorerst in den Betriebshöfen bleiben. Auch die RegioTrams können aufgrund des Winterunwetters nicht fahren.  

Trotz Dauerschneefällen seit etwa Samstagmittag, starken Schneeverwehungen und zunehmendem Frost ist es der KVG gelungen, den Betrieb auf ihren acht Straßenbahn- und 16 Buslinien im Stadtgebiet Kassel und dem näheren Umland weitestgehend aufrecht zu halten. Bis auf wenige Ausnahmen, die vor allem starke Steigungsstrecken wie etwa im Druseltal, am Bergpark, zur Hessenschanze oder nach Vellmar betrafen, konnten Busse und Straßenbahnen trotz des Unwetters fahren.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen, sei es im Fahrdienst, der Betriebsleitstelle oder in den Abteilungen Infrastruktur haben sehr gekämpft, wofür wir ihnen herzlich danken“, sagt KVG-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Maxelon. „Jetzt aber ist ein weiterer Betrieb nicht mehr zu verantworten, denn die Sicherheit von Menschen hat höchste Priorität.“

In Sondereinsätzen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVG, unterstützt von beauftragten Firmen, zum Beispiel am gestrigen Sonntag über Stunden hinweg immer wieder Weichen und Schienenrillen von verdichtetem Schnee und Eis befreit. Mit Glycerinsprühanlagen ausgestattete Straßenbahnen fuhren im Linienverkehr, um das Vereisen von Oberleitungen zu verhindern.

Als Fahrdrähte zu vereisen begannen, wurde eine mit einer Raureifleiste ausgestattete Straßenbahn eingesetzt. Liegengebliebene Busse wurden abgeschleppt, alte Hochflurbahnen, Baujahr 1986, fuhren im Streckennetz, weil sie aufgrund ihrer Bauart eher in der Lage sind, Strecken freizufahren. Mit eigenen Winterdienstfahrzeugen räumten KVG-Mitarbeiter in den Betriebshöfe Schnee, damit Busse und Bahnen überhaupt ausrücken konnten.

Am Samstag, 6. Februar, musste nur der Busbetrieb ab kurz vor 23 Uhr bis Betriebsschluss am frühen Morgen aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Am Sonntag, 7. Februar, hieß es ab etwa 18 Uhr bei den Straßenbahnen: Nichts geht mehr. Weil sich die Situation in der gestrigen Nacht aber weiter deutlich verschlechtert hat, hat die KVG entschieden, ihre Busse und Bahnen heute Morgen nicht in den Linienverkehr zu schicken.

Das Risiko für Busse besteht vor allem in glatten Straßen und Schneeverwehungen. Kommt ein Bus mit seien 28 oder 12 Tonnen Gewicht, je nach Größe, ins Rutschen, ist er kaum zu stoppen. Der Straßenbahnbetrieb war vor allem betroffen, weil verdichteter Schnee und starker Frost Weichen zugesetzt hat, wogegen auch die elektrischen Weichenheizungen nichts mehr ausrichten können. Hinzu kam, dass Schnee und Eis die Rillen der Schienen zunehmend verstopften, wodurch die Gefahr von Entgleisungen steigt.

Eine Prognose, wann der Kasseler ÖPNV wieder anrollen kann, ist derzeit nicht möglich. Abgewartet werden muss, wann die Schneefälle nachlassen und die Stadtreiniger Kassel die Straßen wieder freiräumen können. Sobald sich Besserung abzeichnet, wird die KVG mit eigenen Mitarbeitern und der Unterstützung anderer Firmen erneut beginnen, Schienen und Weichen sicher funktionsfähig zu machen und auch wieder ihre Spezialbahnen sowie die Hochflurbahnen einsetzen.

Die KVG bedankt sich herzlich auch bei ihren Fahrgästen für ihre Geduld und das entgegengebrachte Verständnis und wird über die Medien, ihre Homepage www.kvg.de und die elektronischen Fahrplananzeiger weiter informieren.

Weiter bieten die NVV-App Informationen über die aktuellen Fahrpläne, und Fahrgäste können hier auch einen Fahrschein kaufen. Das NVV Servicetelefon ist gebührenfrei unter Tel.: 0800-939-0800 erreichbar.

PM: KVG

 

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