Toller Auftakt in die Vorbereitung: Huskies schlagen Regensburg mit 6:3

Nach fast sechs Monaten Sommerpause sind die Kassel Huskies zurück auf dem Eis. Am Sonntag stand das erste Testspiel gegen den EV Regensburg an. Cheftrainer Uli Egen musste dabei verletzungsbedingt auf Kapitän Manuel Klinge (Pferdekuss) und Petr Sikora (Schädelprellung) verzichten. Die erste Angriffsreihe war somit gesprengt, Michael Christ stürmte zusammen mit dem Duo Berendt-Böhm.

Motiviert bis in die Haarspitzen übernahm der Gastgeber sofort das Kommando und erspielte sich zahlreiche Tormöglichkeiten. Rückkehrer Tobias Schwab scheiterte zwar nach einer Minute aus kurzer Distanz an EVR-Tormann Cinibulk, konnte kurz darauf aber doppelt jubeln: In der fünften Spielminute spielte Alex Heinrich in Überzahl einen traumhaften No-look-Pass mit der Rückhand auf Schwab, der aus der rechten Halbposition zur Führung traf. Und nur gut zwei Minuten später legte Schwab nach und erhöhte aus ähnlicher Position auf 2:0. Sven Valenti hatte zuvor einen Schuss angetäuscht und fand dann seinen völlig freien Mitspieler. Vom Gast aus Bayern war bis dato wenig zu sehen. Erst als er in Spielminute zwölf in Überzahl geriet – Michi Christ saß in der Kühlbox – strich ein harter Flachschuss des Ex-Nationalspielers Martin Ancicka nur knapp an Benjamin Finkenraths Gehäuse vorbei. Auf der anderen Seite verpasste Kyle Doyle bei zwei schnellen Breaks, auf 3:0 zu erhöhen. Selbiges gelang dann aber Artjom Kostyrev wenig später. Nach schöner Kombination über Schwab und Heinrich traf „Archie“ zur beruhigenden Führung.

Im weiteren Verlauf des ersten Drittels kamen aber die Gäste besser ins Spiel und erzielten kurz nach Kostyrevs Tor in Person von Waldemar Detterer den 3:1-Anschlusstreffer. Da Benjamin Finkenrath mit Bravour zwei weitere Regensburger Alleingänge entschärfte und auch bei doppelter Unterzahl die Übersicht behielt, ging es mit diesem Ergebnis in die erste Pause. Nach eineinhalb Minuten im Mittelabschnitt stürmte Kyle Doyle bereits zum dritten Mal an diesem Abend allein auf das EVR-Gehäuse zu. Nachdem die Alleingänge zuvor noch erfolglos blieben, blieb der Mann mit der Rückennummer 88 diesmal eiskalt und ließ Cinibulk mit einem Heber „unters Dach“ keine Chance. Fortan schalteten die Schlittenhunde einen Gang zurück. Der EV Regensburg trat überlegener auf, konnten sich allerdings kaum zwingende Torchancen herausspielen. Nur der Zufall verhalf dem Gast zu Torgefahr: Ein harmloser tiefgespielter Puck sprang aufgrund eines Bandenfehlers in den Torraum und überraschte den hinter sein Gehäuse fahrenden Finkenrath. Glücklicherweise blieb diese kuriose Szene aber auch wirkungslos, denn Finkenrath war beim folgenden Torschuss wieder zur Stelle.

Der neue Huskies-Schlussmann machte bis dato einen souveränen und sicheren Eindruck, verschuldete in der 30. Spielminute aber den zweiten Gegentreffer, als er einen harmlosen Schuss prallen ließ. Daniel Huber verwertete den Rebound zum 4:2. Es hätten bis zur zweiten Pause durchaus noch mehr Treffer fallen können, allerdings gingen beide Mannschaften mit ihren Möglichkeiten zu leichtfertig um. Die Donaustädter vergaben zwei Zwei-auf-Eins-Konter, Kyle Doyle konnte einen Penalty nicht verwandeln und Ales Kreuzer scheiterte am Pfosten. Negativer Höhepunkt des Abschnitts sollte ein Check von Jan Pantkowski sein, der aufgrund seiner Attacke gegen den Kopf von Waldemar Detterer eine Matchstrafe kassierte. Zu Beginn des letzten Drittels zeigte Kyle Doyle sein „Frühaufsteher-Gen“. Bereits zu Beginn des Mitteldrittels war er buchstäblich hellwach und traf, nun benötigte er nur 40 Sekunden, um erneut jubeln zu dürfen. Maßgeblichen Anteil

an diesem Tor hatte allerdings sein Nebenmann Mark Soares, der dem Regensburger Abwehrspieler den Puck „klaute“ und mustergültig für Doyle servierte.

In der Folge wurden bei den Huskies allmählich die Beine schwer. Dem EVR gelang es nun leichter, die neutrale Zone zu überbrücken, allerdings schlugen die Bayern daraus kaum Kapital, weil sie beim Torabschluss zu harmlos blieben. Erst Martin Piecha konnte siebeneinhalb Minuten vor Schluss mit einem tollen Solo Ergebniskosmetik betreiben. Den Schlusspunkt unter einen gelungenen Testspielauftakt vor 3.069 Zuschauern setzte aber Artjom Kostyrev, der in Überzahl über den rechten Flügel durchbrach, nach innen zog und per Rückhand das 6:3 markierte.

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