Die Sommer werden wärmer – 10 Tipps gegen Hitze

Die Sommer werden wärmer – 10 Tipps gegen Hitze
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Die Sommer werden immer wärmer. Aus den Wetteraufzeichnungen geht hervor, dass die durchschnittlichen gegenwärtigen Sommer bis zum Jahre 1990 noch als extreme Hitzesommer geführt wurden. Da der Temperaturanstieg langsam voranschritt, fiel es allerdings nicht jedem Menschen sofort auf.

Die heißen Sommer bringen neben der zum Teil unerträglichen Hitze auch Dürre und Wassermangel mit sich. Je mehr Wasser aus dem Boden verdunstet, desto stärker heizt sich der Erdboden auf und steigert dadurch die Situation. Für viele Menschen kann die Hitze zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Deshalb sollte jeder einzelne versuchen, sich in angemessener Form zu schützen. Nachfolgend gibt es einige Tipps zur Abkühlung.

Tipp 1: Richtig lüften

Besonders wichtig ist es, die Wohnung richtig zu lüften. Die beste Zeit dazu ist nachts. Aber auch der frühe Morgen oder am späten Abend kann gelüftet werden. Im Idealfall lassen sich mehrere Fenster in der Wohnung gleichzeitig vollständig öffnen. Dadurch gelangt die aufgeheizte Raumluft nach außen und von draußen kommt kühlere Luft in die Wohnung. Am Tag sollten die Fenster geschlossen bleiben, damit nicht noch mehr Hitze ins Innere des Gebäudes gelangt.

Tipp 2: Für Luftbewegung sorgen

Es bringt auch eine gewisse Abkühlung, wenn die Luft in den Räumen etwas in Bewegung versetzt wird. Das gelingt am besten mit einem Ventilator. Folgende Ausführungen stehen zur Verfügung:

  • Tischventilator
  • Standventilator
  • Deckenventilator

Ein Tischventilator kann direkt auf dem Schreibtisch aufgestellt werden. Allerdings verursachen diese kleineren Geräte etwas Lärm. Ein solcher Ventilator sollte immer so aufgestellt werden, dass der erzeugte Luftstrom nicht frontal ins Gesicht führt. Das wird auf Dauer unangenehm.

Ein Standventilator ist etwas größer als ein Tischventilator. Deshalb kann er bei einer geringeren Drehzahl eine größere Menge Luft bewegen. Dadurch ist er etwas leiser. Ein solcher Ventilator sollte so aufgestellt werden, dass er nicht in den Nacken- oder Kopfbereich bläst.

Fast geräuschlos läuft ein Deckenventilator. Deshalb eignet sich ein solches Gerät auch hervorragend für das Schlafzimmer. Im Gegensatz zu den anderen Ventilatoren bewegt er die Luft nicht horizontal, sondern vertikal. Dadurch fühlt es sich niemals unangenehm an.

Tipp 3: Fenster in südlicher und westlicher Richtung abdunkeln

Die größte Hitze tritt ab den Mittagstunden auf. Zu der Zeit steht die Sonne im Süden und bewegt sich im Laufe des Nachmittags in Richtung Westen. Deshalb ist es sinnvoll, die Fenster in diesen beiden Himmelsrichtungen abzudunkeln. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Außenjalousien
  • Vorhänge
  • Rollos

Außenjalousien anzubringen, ist immer ein großer Aufwand und zugleich mit hohen Kosten verbunden. Vorhänge vor den Fenstern bieten nicht immer einen perfekten Schutz. Rollos anbringen, erweist sich als schnellste und beste Methode. Mittlerweile gibt es Rollos, die einfach mit einer Federstange in den Fensterflügel geklemmt werden. Zudem gibt es bei den Materialien Ausführungen, die mit wärmedämmenden Stoffen versehen sind.

Tipp 4: Verdunstungskälte nutzen

Um etwas Abkühlung in einem Raum zu bekommen, kann die natürliche Verdunstung genutzt werden. Dazu wird ein Handtuch oder etwas Ähnliches mit kaltem Wasser getränkt und auf einem Wäscheständer aufgehängt. Durch die hohe Raumtemperatur verdunstet das Wasser und kühlt dabei die Luft ein wenig herunter. Auf diese Weise wird eine Abkühlung ohne Energieverbrauch erzielt.

Tipp 5: Reichlich Wasser trinken

Bei starker Hitze schwitzt der Mensch sehr viel Flüssigkeit aus. Dieser natürliche Vorgang dient dazu, die Körpertemperatur abzusenken. Könnte man nicht schwitzen, würde die Körpertemperatur sehr schnell auf ein ungesundes und gefährliches Maß ansteigen. Dadurch verliert der Körper aber auch sehr viel Flüssigkeit. Diese muss wieder zugeführt werden. Ist der Körper ausgetrocknet, kann er nicht mehr schwitzen. Das kann zu einer großen gesundheitlichen Gefahr werden. Es macht jedoch keinen Sinn, ausschließlich sehr kaltes Wasser zu trinken. Das Getränk muss nicht unbedingt aus dem Kühlschrank kommen. Um kalte Getränke wieder aufzuwärmen, muss der menschliche Körper wiederum Wärme produzieren.

Tipp 6: Nicht kalt duschen

An einem heißen Sommertag tut eine kalte Dusche zwar sehr gut, aber die Abkühlung hält nicht lange vor. Durch die starke Abkühlung wird der Körper entsprechend gereizt. Daher reagiert er mit einer verstärkten Aufwärmung. Die kalte Dusche bringt deshalb nur eine sehr kurzzeitige Abkühlung.

Kurz darauf fühlt es sich wärmer an als vor der Dusche. Das gleiche Phänomen tritt bei einem kalten Bad auf. Grundsätzlich macht es keinen Sinn, den Körper übermäßig stark abzukühlen. Die Wassertemperatur beim Duschen sollte mindestens so hoch sein wie die Körpertemperatur. Dann entsteht ein Gefühl der Frische.

Tipp 7: Leichte Kleidung tragen

Sobald es sehr heiß wird, lassen sich die meisten Menschen dazu hinreißen, möglichst wenig Kleidung zu tragen. Je weniger Kleidung getragen wird, desto geringer ist die Wärme. Allerdings stimmt diese Aussage nicht immer.

Wer eine lockere und luftige Kleidung trägt, tut seinem Körper etwas Gutes. Die Sonnenstrahlen treffen dann nicht mehr direkt auf die Haut. Dadurch heizt sie sich nicht mehr so stark auf. Gleichzeitig wird ein unangenehmer Sonnenbrand vermieden. Eine lockere Kleidung beschattet die Haut. Zudem entsteht bei jeder Bewegung ein leichter Luftzug, der eine geringe zusätzliche Abkühlung bringt.

Tipp 8: Kein Sport in der größten Hitze

Wer nicht gerade ein gut durchtrainierter Profisportler ist, sollte auf sportlichen Aktivitäten in der größten Hitze des Tages verzichten. Um trotzdem nicht aus der Übung zu kommen, kann der Sport sehr früh morgens oder am späten Abend erfolgen.

Zu diesen Tageszeiten ist es meistens nicht mehr ganz so warm. Jeder, der sich an heißen Tagen sportlich betätigt, riskiert gesundheitliche Probleme. Das sollte natürlich unbedingt vermieden werden.

Tipp 9: Auf schwere Kost verzichten

Im Sommer verbraucht der menschliche Körper weniger Kalorien als im Winter. Dieses Phänomen sollte bei der Wahl der Speisen Berücksichtigung finden. An heißen Tagen bekommt einem ein Salat oder ein leichtes Fischgericht besser als ein Schweinebraten. Je schwerer die Kost ist, desto stärker muss der Körper arbeiten, um alles zu verdauen. Dabei erzeugt er selbst sehr viel Wärme.

Das bedeutet, dass Menschen, die sich an einem warmen Sommertag mit schwerer Kost ernähren, stark schwitzen werden. Es gibt mittlerweile viele interessante, leicht verdauliche Speisen. Es muss daher nicht immer nur ein Obst- oder Gemüsesalat sein.

 

Tipp 10: Die Klimaanlage nicht zu kalt einstellen

Viele Menschen nutzen nicht nur im Auto, sondern auch in ihrer Wohnung eine Klimaanlage. Die Temperatur sollte jedoch nicht zu niedrig eingestellt werden.

Beim Einstieg in ein gut gekühltes Auto entsteht zunächst ein angenehmes Gefühl, aber zu große Temperaturunterschiede sind für den menschlichen Körper belastend. Deshalb ist es empfehlenswert, nur moderat zu kühlen.

 

 

 

Heiko Jacob

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