Spielen im Freien – warum Bewegung für Kinder wichtig ist

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Spielen im Freien – warum Bewegung für Kinder wichtig ist

Für eine gesunde Entwicklung benötigen Kinder regelmäßig Bewegung im Freien. Beim Spielen auf dem Spielplatz sollte vor allem auf Sicherheit geachtet werden. Dabei ist es wichtig, Kinder frühzeitig auf mögliche Gefahrenquellen im Spielbereich aufmerksam zu machen.

 

Worauf sollte bei Gartenspielgeräten geachtet werden?

Auch wenn viele Kinderspielplätze inzwischen wieder geöffnet haben, wird oft der private Bereich wie der eigene Garten als Spielmöglichkeit für Kinder genutzt. Damit der Nachwuchs die Zeit im Freien wirklich genießen kann, sollte der Außenbereich kindersicher sein. Außerdem müssen einige Regeln beachtet werden. Bereits beim Buddeln im Sandkasten sind gesundheitliche Risiken durch Verschmutzungen wie etwa durch Tierkot nicht auszuschließen. Deshalb sollte der Sandkasten bei Nichtbenutzung abgedeckt werden. Um zu verhindern, dass Kleintiere von unten in den Sand graben, sollte der Sandkasten auf einem festen Untergrund stehen oder über einen Boden verfügen. Eine freie Fläche zum Spielen ist für Kinder wichtig, damit sie genügend Bewegung haben und sich entfalten können. Der Spielplatz im Garten sollte nicht mit zu vielen Gartenspielgeräten vollgestellt sein. Als Spielgeräte genügen meist eine Kinderschaukel und eine Rutsche, um den Bewegungsdrang und die Entwicklung der Kinder zu fördern. Dabei sind einige sicherheitsrelevante Dinge zu beachten. Bei einer Kinderschaukel ist beispielsweise nicht nur die zur Verfügung stehende Stellfläche im Außenbereich zu berücksichtigen, sondern es muss auch darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz zum Schaukeln, Anschubsen und Abspringen zur Verfügung steht. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, sollten Sicherheitsmatten als Fallschutz in Erwägung gezogen werden. Außerdem spielen Faktoren wie Qualität, Material und Verarbeitung der Schaukel ebenfalls eine Rolle. Spielgeräte für den Garten sollten leicht aufzubauen und durch entsprechende Anbaumodule zu erweitern sein. Hochwertige Kinderschaukeln bestehen meist aus Holz oder Holzelementen. Da es sich bei Holz um ein Naturprodukt handelt, ist nicht auszuschließen, dass sich das Volumen abhängig von den Witterungsbedingungen oder bei Trocknung verändern kann.

Der richtige Umgang mit Kinderschaukel und Rutsche

Bevor eine Kinderschaukel, Rutsche oder ein Spielturm zum ersten Mal benutzt wird, sollten die Kinder lernen, mit ihren Spielgeräten richtig umzugehen. Eine kurze Einweisung durch die Eltern, bei der die einzelnen Geräte sowie deren Handhabung erklärt wird, ist deshalb sinnvoll. Die Kinder sollten wissen, dass sie sich beim Schaukeln mit beiden Händen festhalten müssen, damit sie nicht das Gleichgewicht verlieren. Auch die Kinderrutsche sollte nur benutzt werden, wenn die Rutschfläche frei ist und sich kein anderes Kind mehr auf der Rutsche befindet. Spielgeräte wie sie beispielsweise bei Fatmoose zu finden sind, können in unterschiedlichen Varianten aufgestellt werden. Wenn im Garten Spielgeräte stehen, sollte darauf geachtet werden, dass diese fest im Boden verankert sind. Außerdem sollten Kinderschaukeln, Rutschen und Spieltürme in regelmäßigen Abständen auf Verschleiß hin untersucht werden. Lediglich bei hochwertigen Spielgeräten aus Holz ist von einer hohen Qualität auszugehen. Um die Haltbarkeit des Holzes zu verlängern, sollte das Material mit wasserabweisender Imprägnierung vor Fäulnis geschützt werden. Es empfiehlt sich, bei Spieltürmen aus Holz darauf zu achten, dass Sicherheitshaltegriffe vorhanden sind und die Brüstung massiv gestaltet ist. Damit die Kinder im Garten sicher spielen können, sollten Gartenausrüstung, Werkzeuge oder Gartenleitern niemals herumstehen. Diese Gegenstände verführen zum spontanen Klettern und können zum Sicherheitsrisiko für spielende Kinder werden.

Gefahrenbewusstsein entwickelt sich im Laufe der Jahre

Kindern ein Gefahrenbewusstsein beizubringen, ist nicht so einfach und zu einem gewissen Grad hängt das Ganze mit dem Alter zusammen. Bei Säuglingen und Kleinkindern bis 4 Jahren ist es beispielsweise gar nicht erst möglich, die Kinder für Gefahren zu sensibilisieren, da diese schlichtweg noch nicht über ein Bewusstsein für Gefahren verfügen. Ein solches setzt erst ab 4 Jahren ein und das Erkennen von akuten Gefahren ist im Normalfall erst ab 5 Jahren möglich. Ab diesem Alter sollten Eltern also anfangen, ihren Kindern näherzubringen, wo Risiken liegen und wie sie diese vermeiden können. Ein vorausschauendes und vorbeugendes Gefahrenbewusstsein werden Kinder jedoch trotz aller Mühen voraussichtlich erst im Alter von 8 bis 10 Jahren entwickeln. Eine gründliche Aufsicht bleibt somit erforderlich.

Spielen im Freien birgt nicht das größte Risiko

Obwohl viele Eltern annehmen, dass gerade das Spielen im Freien ein großes Risiko birgt, liegen die Gefahrenquellen oftmals woanders. Erstzunehmende Risiken wären beispielsweise Verbrühungen in der Küche, Stürze aus Fenstern, Vergiftungen durch Haushaltsmittel und herabhängende Tischdecken mit gefährlichen Gegenständen. Hinzukommt die Gefahr eines Ertrinkens bei Badewannen, Planschbecken und Pools. Der Haushalt ist also nicht weniger gefährlich als die Welt draußen.

 

 

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