200 m Forschungs- und Klimamessmast wurde aufwändig abgebaut.

200 m Forschungs- und Klimamessmast wurde aufwändig abgebaut.

Am Rödeser Berg zwischen Niederelsungen und Nothfelden wurde bei idealen Wetterbedingungen ein 200 Meter hoher Forschungs- und Klimamessmast abgebaut. Schwindelfreie Spezialkräfte schraubten abschnittsweise Bauteile des Turms ab, um diese dann am Helikopterseil zu befestigen. Nachdem der Heli die ca. 2 Meter langen Stahlabschnitte an einer verkehrstechnisch gut gelegenen Weide deponiert hatte, ging es zurück zum Turm, wo der nächste Abschnitt vorbereitet wurde. Nach rund 1,5 Tagen war vom Mast am Rödeser Berg nichts mehr zu sehen.

Wertvolle Erkenntnisse und Daten für die Lidar- und Klimaforschung lieferte der Windmessmast dem Fraunhofer IEE vom Rödeser Berg bei Kassel.
Der Messmast ist zentraler Teil des kürzlich gestarteten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „ROSE – Remote Sensing Test Center“. Ziel ist es, ein Forschungslabor für die Entwicklung von Kalibrierverfahren für neue Lidar-Windmesstechnik und innovative Messdienstleistungen zu etablieren, sowie umfangreiche meteorologische Daten zu erfassen und in einer Datenbank über ein Webportal interessierten Nutzern zur Verfügung zu stellen. Wichtig für die Planung von Windparks.
In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Einzelteile wieder aufgebaut werden.

200 m Forschungs- und Klimamessmast zieht um vom Rödeser Berg bei Kassel ins »Remote Sensing Test Center« nach Mecklenburg-Vorpommern.
Das Fraunhofer IEE und das Messinstitut WIND-consult wollen mit dem Test Center eine hochmoderne Infrastruktur für die Erprobung, Kalibrierung und Klassifizierung von Lidar-Messtechnik sowie für die Klimaforschung errichten und betreiben. Als aktiver Projektpartner mit an Bord ist die Lidar-Entwicklungsfirma Air Profile, die ihre innovativen Lidar-Prototypen hier evaluieren will. Ebenfalls möchte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) den Messmast nutzen, um ihr hochaufgelöstes bistatisches Lidar-System in großen Messhöhen zu testen. Der Deutsche Wetterdienst DWD ist insbesondere an den Messdaten aus höheren Luftschichten interessiert, um diese in seine Wettermodelle einfließen zu lassen. Das Test Center wird künftig allen Interessenten aus der Lidar-Entwicklung und -anwendung, sowie der Klimaforschung und Wetterdatennutzung als Projekt- und Dienstleistungspartner zur Verfügung stehen.

Mit modernen Messverfahren und Sensoren lassen sich viele meteorologische Größen wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Wolkenhöhe, Sichtweite, Windgeschwindigkeit und -richtung, etc. schnell und kontinuierlich erfassen. Luftströmungen in verschiedenen Höhen können beispielsweise mit der sogenannten Lidar-Technik indirekt mit Laserstrahlen, die ein am Boden stehendes Gerät aussendet, ermittelt werden. Bei indirekten Messverfahren sind unter Umständen Korrekturalgorithmen oder -mechanismen erforderlich, um die gleiche Genauigkeit zu erreichen wie bei direkten Messverfahren.
M.Kittner                                                       © Fotos: M.Kittner

M.Kittner

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