NABU Hessen: Mit Wasserstellen im Garten den tierischen Durst löschen

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Auf Sauberkeit bei Trink- und Badestellen für Vögel & Co. achten

Wetzlar – Auch diesen Sommer erwarten uns jede Menge heiße Tage und trockene Perioden. Die letzten Wochen gaben darauf bereits einen eindrucksvollen Vorgeschmack. Umso wichtiger ist es, jetzt auch an die tierischen Gartenbewohner zu denken und ihnen die heißen Tage erträglicher zu machen. „Vogeltränken, Gartenteiche und Wasserschalen helfen vielen Tieren bei anhaltend heißem und trockenem Wetter. Sauberes Wasser anzubieten, ist für Vögel im Sommer wichtiger als das Füttern. Wenn natürliche Wasserstellen, wie Pfützen und Gräben, austrocknen, sind die künstlichen Becken heiß begehrt. Damit keine Tiere ertrinken oder durch für sie gefährliche Krankheitserreger erkranken, gilt es, ein paar Dinge zu beachten“, rät Kathrin Kaltwaßer vom NABU Hessen.

Nur sauberes Wasser hilft den Vögeln im Garten

„Das oberste Gebot bei Vogeltränken, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ist Sauberkeit. Vor allem bei großer Hitze muss das Wasser täglich gewechselt werden“, sagt Kaltwaßer. Für die Reinigung von Tränken reicht eine Bürste und kochendes Wasser aus. Alternativ können zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. Nach 24 Stunden in der Sonne sind die meisten kritischen Krankheitserreger unschädlich. Außerdem wird durch die Reinigung und den Wasserwechsel verhindert, dass sich Stechmücken vermehren.

Auch der richtige Platz für eine Vogeltränke ist wichtig. Vögel sind beim Baden sehr abgelenkt. Damit sie nicht zu leichter Beute für anschleichende Katzen werden, sollte die Badestelle für sie gut einsehbar sein. Am besten eignen sich freihängende Vogeltränken aus frostfester Keramik. In nahe Büsche und Bäume können die Vögel sich bei Gefahr schnell flüchten. „Büsche, Bäume und Fassadengrün spenden im Gegensatz zu Schottergärten auch Schatten und bieten damit Singvögeln einen kühlen Rückzugsort für die Mittagssiesta“, erklärt die Biologin Kaltwaßer. Ideal sind Vogeltränken mit unterschiedlichen Tiefen zwischen 2,5 cm und 10 cm für verschiedene Arten. Ein rauer Boden bietet den Vögeln genügend Halt. Ein einfacher Blumentopf-Untersetzer ist ebenfalls geeignet.

Durstige Insekten vor dem Ertrinken schützen

Auch die Bienen, Wespen und Käfer benötigen dringend Wasser! Das Wasser wird nicht nur als Durstlöscher, sondern auch zum Bau der Nester benötigt. Eine einfache Methode um Insekten schnell, nützlich und vor allem einfach „unter die Flügel zu greifen“, ist das Aufstellen einer flachen Schale mit Steinen oder Moos als sichere Landefläche. Eine solche Insektentränke auf dem Balkon oder im Garten wird gern von Wild- und Honigbienen zum Wasserholen genutzt. Auch hier gilt, das Wasser täglich auszutauschen. Damit die Tiere in Teichen mit Steilufern, Regenwassertonnen und an Wasserstellen nicht ertrinken, sind Ausstiegshilfen unerlässlich. Regensammelgefäße mit steilen Wänden sollten sicher abgedeckt werden, auch um Steckmücken einzudämmen. Größere Wassertröge können mit einem Holzstock oder Brettchen als Rettungsfloß ausgestattet werden.Weitere Interessante Tipps und Infos bieten die NABU-Broschüren „Vögel im Garten“ und „Gartenlust“, die über den NABU Shop digital oder als Print bestellt werden können.

PM: NABU

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