Countdown zur zweiten Zählung des Insektensommer

NABU Hessen empfiehlt Naturfans das Üben mit dem Insektentrainer

Wetzlar – Wieso bringt der Marienkäfer Glück? Kann man auf dem grünen Heupferd reiten? Wie sehen die Raupen des Kleinen Fuchs aus? Wer mehr über heimische Insekten wissen will, kann sie mit dem NABU Insektentrainer kennenlernen. Ab sofort ist das neue E-Learning-Tool unter www.insektentrainer.de online. „Das Interesse an Insekten ist durch das alarmierende Insektensterben enorm gestiegen“, so der Landesvorsitzende des NABU Hessen Gerhard Eppler. „Mit unserem Insektentrainer kann jeder sein Wissen über diese wichtige Tiergruppe erweitern und bekommt Tipps wie er zu ihrem Schutz beitragen kann. Die vorgestellten Arten sind auch die, auf die bei unserer Zählaktion Insektensommer besonderes Augenmerk gelegt werden soll“, so Eppler.

Mit dem Trainer bereitet man sich optimal auf die nächste Insektenzählung vor. Diese findet vom 2. bis 11. August statt. Dabei stehen jetzt im Hochsommer die Arten Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Blaugrüne Mosaikjungfer, Grünes Heupferd, Kleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, Siebenpunktmarienkäfer und Streifenwanze im Fokus. Aber auch alle anderen Insekten, ob groß oder klein, laut oder leise, hüpfend oder krabbelnd dürfen gezählt und an den NABU unter www.insektensommer.de, auch mit Bildnachweis, gemeldet werden. „Der optimale Tag zum Zählen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe“, so Eppler.

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Wenn es soweit ist, kann man auch die NABU App „Insektenwelt“ für IOS und Android zu Hilfe nehmen. Sie enthält über 120 in Deutschland häufige vorkommende Arten.

Für den NABU Insektensommer wird zweimal im Jahr gezählt; im Früh- und im Hochsommer. Die zwei Zeiträume im Sommer sind durch die jeweiligen Lebenszyklen und Rhythmen der Tiere bestimmt. Viele Insekten durchleben zum Beispiel eine Metamorphose, manchmal sogar mit mehreren Stadien. Insekten lassen sich aber vor allem als ausgewachsene Tiere besonders gut finden und sind leichter zu sehen. Ganz unterschiedlich sind daher manche Arten eher früh im Sommer gut zu beobachten, manche eher im Hochsommer. Deshalb sind zwei verschiedene Zeiträume mit unterschiedlichen Kernarten ausgewiesen. 

Um mehr Menschen für die Bedürfnisse von Insekten zu sensibilisieren ruft der NABU seit 2018 zu der bundesweiten Insektenzählaktion auf. Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Damit die Vielfalt der Insekten überschaubar bleibt und vergleichbare Daten gesammelt werden können, hat der NABU acht Kernarten ausgewählt. Nach diesen acht Arten sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf jeden Fall suchen. Für die Zählung vom 2. bis zum 11. August sind das die folgenden Arten: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaikjungfer und Grünes Heupferd.

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die neue App „Insektenwelt“ für IOS und Android, die der NABU mit Unterstützung von dm entwickelt hat. Die App hat eine fotografische Erkennungsfunktion, mit der die Tiere automatisch erkannt werden können. Außerdem bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Wer will, kann seine Insektensommer Meldung auch direkt über die App abgeben. Sie ist kostenfrei unter www.NABU.de/apps erhältlich.

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, sie tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei und sind Nahrungsgrundlage für viele Singvogelarten. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

PM: NABU (HJ)

 

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