Noemi Somalvico erhält den Förderpreis Komische Literatur 2023 zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

Noemi Somalvico erhält den Förderpreis Komische Literatur 2023 zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor
Preisträger Noemi Somalvico (Copyright: Tim Rod)

Die schweizerische Autorin Noemi Somalvico, Jahrgang 1994, erhält im Jahr 2023 den Förderpreis Komische Literatur. Dies gab Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle jetzt bekannt.
Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wird auf Vorschlag von Verla-gen gemeinsam von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel verliehen. Der Preis geht jährlich an Autorinnen und Autoren, die sich noch in einer relativ frühen Phase ihres literarischen Schaffens befinden und auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten.

Gut 40 Verlage hatten Vorschläge für den Preis eingereicht. Wie schon im Vorjahr konnte sich der in Dresden und Berlin ansässige Verlag Voland & Quist mit seiner Autorin durchsetzen. Noemi Somalvico veröffentlichte Lyrik und Erzählprosa und brachte 2022 bei Voland & Quist ihren Debütroman „Ist hier das Jenseits, fragt Schwein“ heraus. Der Stiftungsrat zeigte sich in seiner Eigenschaft als Jury schwer beeindruckt von Werk und Talent der Autorin.

Der Förderpreis wird am 6. Mai 2023 im Kasseler Rathaus gemeinsam mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben, der, wie bereits gemeldet, für das Jahr 2023 Gerhard Henschel zugesprochen wurde. Die Preisverleihung eröffnet das Kasseler Komik-Kolloquium, das bis zum 12. Mai ein dichtes Programm zur Literatur und Wissenschaft des Komischen bietet.
Die Kasseler Sparkasse unterstützt auch diesmal großzügig den Förderpreis.

Begründung

Der Stiftungsrat begründet seine Entscheidung für Noemi Somalvico wie folgt:
„Noemi Somalvico begeistert mit ihren Erzählungen und Gedichten und besonders mit ihrem fulminanten Debütroman „Ist hier das Jenseits, fragt Schwein“. Der Roman er-neuert, durchsetzt vom Fantastischen und Absurden, originell die Tradition der Fabel. Gewitzt wird ohne Menschen scharfgestellt, was Menschen heute umtreibt – ihre all-täglichen Vorstellungen, Passionen und Sehnsüchte. Das Komische ist künstlerisch beeindruckend gestaltet und wird von einer poetischen Sprache getragen, in der jeder Satz funkelt. Dabei ist der Ton durchweg zugleich ernst und heiter, weil Humor und Melancholie hier nicht zu trennen sind.“

Noemi Somalvico, 1994 in Solothurn geboren, studierte Literarisches Schreiben in Biel und ging danach allerlei Beschäftigungen nach, arbeitete für den Film, in Schulen, an Empfängen. Ihre Erzählungen und Gedichte wurden in Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, im Dunkeln performt und im Radio vorgelesen. Ihr erster Roman „Ist hier das Jenseits, fragt Schwein“ erschien 2022 im Verlag Voland & Quist.

Der Förderpreis Komische Literatur

zum „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ wurde bislang folgenden Personen verliehen: Frank Schulz (1999), Jochen Schmidt (2004), Tilman Rammstedt (2005), Jess Jochimsen (2006/2007), Philipp Tingler (2008), Michael Stauffer (2009), Rebekka Kricheldorf (2010), Jan Neumann (2011), Tino Hanekamp (2012), Wolfram Lotz (2013), Arno Camenisch (2015), Kirsten Fuchs (2016), Ferdinand Schmalz (2017), Dagmara Kraus (2018), Jakob Nolte (2019) Chrizzi Heinen (2020) Lukas Linder (2021).

Die Jury bzw. der Stiftungsrat

besteht aus Friederike Emmerling (die Leiterin des S. Fischer Theaterverlags ist zum 1.1.2023 Prof. Walter Pape im Vorsitz des Stiftungsrat gefolgt), Sandra Kegel (Ressortleiterin des Feuilletons der FAZ), Christian Maintz (Dichter, Literatur- und Medienwissenschaftler), den Literaturwissenschaftlern Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Pape und Prof. Dr. Uwe Wirth sowie Dr. Thomas Wohlfahrt (bis 2022 Leiter des Hauses für Poesie in Berlin).

Die Stiftung Brückner-Kühner

vergibt seit 1985 den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ sowie seit 2004 regelmäßig auch den „Förderpreis Komische Literatur“. Die Stiftung wurde von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921–1996) ins Leben gerufen und ist heute ein Literaturzentrum für die Kultur des Komischen, für zeitgenössische internationale Poesie sowie für die Erinnerung an Werk und Leben des Stifterpaares in dessen Wohnhaus. Geschäftsführender Kurator der Institution ist der Literaturwissenschaftler Dr. Friedrich Block. Näheres zum Engagement der Literaturstiftung unter https://brueckner-kuehner.de.

PM: Stadt Kassel

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